Dienstag, 17. Juli 2018

[ #OpenAccess ] Islam und Moderne - Ein Abriss über die innermuslimische Diskussion

Vor beinahe zweihundert Jahren erschien Goethes "West-östlicher Divan" zur Hochzeit der westlichen Aufklärung! Wo stehen wir heute? 
Er setzte damit dem muslimischen Orient ein Denkmal. Keineswegs nur unkritisch, wie man nach genauerer Lektüre auch wissen darf.  Goethe aber war besonders von Hafis' (einer der bekanntesten persischen Dichter, 14. Jhdt.) liberaler Islampraxis beeindruckt. Seit 1814 beschäftigte Goethe sich mit ihm, der im vierzehnten Jahrhundert in Schiras unter einem freizügigen muslimischen Schah lebte und selbst ein Gegner jedweder Orthodoxie gewesen sein mag.  Während man Hafis' Reime in Europa - für den es entsprechene Übersetzungen auch ins Deutsche gab - oft wörtlich nahm, wurden sie anscheinend im persisch-islamischen Kulturkreis eher allegorisch verstanden und im übertragenem Sinn gedeutet. Hafis diente Goethe auch als Figur, mit der er auch Differenz formulieren konnte. 
Wo stehen wir aber heute?  Was verstehen wir heute vom Islam? Unser Blick auf den multiplen Islam in der Welt von heute ist durch eindimensionale Sichtweisen und Schlagwörter verdunkelt. Auch aufgeklärte Geister kommen da kaum darüber hinweg und lassen die vielfältige und keineswegs monolithische Welt von beinahe zwei Milliarden Menschen vor der Tür.

Suzan Stutz. Da füllt die Arbeit - eine Dissertation aus 2012 von Suzan Stutz aus Karlsruhe - eine Lücke.   Der Abriss des innermuslimischen Diskurses über das Thema Islam und Moderne kann dazu dienen, die in der westlichen Wissenschaftslandschaft dominierende Haltung, wonach der Islam mit seinen dogmatischen Zügen nicht mit der Moderne zu vereinbaren sei, zu hinterfragen und neu zu bewerten. In der Arbeit wird deutlich, wie auch die muslimischen Denker versuchten den Islam in die modernen Zeiten zu integrieren ohne dass sie eine antimodernistische Haltung einnahmen, sondern aus ihrer Weltanschauung und ihren vorhandenen Denkmustern heraus versuchten, dem Islam und somit auch den Muslimen ihren Platz in der modernen Welt aufzuzeigen. Sie waren davon überzeugt, dass der Islam ein großes Potential in sich trägt, um an der sich immer stärker globalisierenden Welt zu partizipieren.

Die Arbeit ist in vier größere Kapitel eingeteilt: 
  • Das erste gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der muslimischen Welt im 20. Jahrhundert. Während die wichtigsten Ereignisse, Zäsuren und Umbrüche nur skizziert werden, stehen die kolonialen Interessen, die Folgen der beiden Weltkriege und die dekolonisierenden Bestrebungen im Vordergrund der Betrachtung.
  • Das nächste Kapitel umreißt das Konstrukt „Moderne als Projekt“ aus westlicher Perspektive. So werden die Begriffe Moderne und Modernisierung näher beleuchtet und die wichtigsten Modernisierungstheorien erwähnt, des Weiteren wird kurz auf das Verhältnis des Islam zur Moderne in der westlichen Bewertung eingegangen.
  • In Kapitel drei wird die Beziehung des Islam zur Moderne im muslimischen Denken erörtert. Die dabei angeführten Monographien und Gesamtdarstellungen aus dem türkischsprachigen Raum beschäftigen sich intensiv mit den Auswirkungen der Moderne auf die muslimische Welt und im Speziellen auf das muslimische Denken.
  • Das letzte Kapitel stellt einen Vergleich der Ansichten zweier bedeutender muslimischer Denker bzw. Gelehrter zu dem Themenkomplex „Der Islam in der Moderne“ dar. Es steht hierbei die Frage im Vordergrund, wie sie der „Modernisierung ohne Entwicklung“ begegneten, die in den einzelnen muslimischen Ländern von Seiten der westlichen Mächte und ihrer Verbündeten vorangetrieben wurde. Durch diese vergleichende Werkanalyse soll auch der Frage nachgegangen werden, ob ein „kollektives Gedächtnis“ in der muslimischen Welt im krisenbeladenen 20. Jahrhundert existiert und wie es sich möglicherweise manifestiert hat.

KIT Scientific Publishing. KIT steht dabei für das Karlsruher Institut für Technologie. Das Buch ist dort erschienen. KIT Scientific Publishing - ehemals Universitätsverlag Karlsruhe -  bietet eine zeitgemäße Plattform für die Veröffentlichung von KIT-eigenen Schriften. Der Schwerpunkt liegt zeitgemäß auf dem elektronischen Publizieren. Für die Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ergeben sich damit Publikationsalternativen im Bereich von Open Access. Dahinter steht die Idee, dass der Zugang zur wissenschaftlichen Information jederzeit weltweit und von jedem Ort sicher gestellt sein soll. Forschungsergebnisse des KIT werden so schnell im Internet bereitgestellt und verbreitet. KIT Scientific Publishing ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage und der Association of European University Presses (AEUP).

[ #FREIHANDbuch ]
Was erwartet den Leser? Ein Blick auf den Inhalt verrät mehr: 
Einleitung 3
1 Die Geschichte der muslimischen Welt im 20.Jahrhundert 15
1.1 Der Erste Weltkrieg 20
1.2 Der Zweite Weltkrieg 25
1.3 Nachkriegsordnung 30
1.4 Das Ende des Ost-West-Konflikts 35
2 Die Moderne als Projekt aus westlicher Sicht 39
2.1 Annäherung an den Begriff der Modernisierung 39
2.2 Modernisierungstheorien 44
2.3 Kritik und Weiterentwicklung 55
2.4 Das Verhältnis von Islam und Moderne in der westlichen Bewertung 60
3 Das Verhältnis von Islam und Moderne aus muslimischer Sicht 65
3.1 Bewertung der Situation der Muslime 65
3.2 Das islamische Recht 72
3.3 Muslimisches Denken in der Moderne 74
Historischer Abriss über das muslimische Denken 74
Grundzüge des muslimischen Denkens 83
Das muslimische Denken als Ideologie 86
3.4 Islam und Moderne 91
Intellektuelle Grundannahmen 96
Politische Aspekte 111
Soziale Prinzipien 122
Die Geschichte der Schia 126
Ali Schariati, Necip Fazıl Kisakürek und ihre Begegnung mit der Moderne 133
4.1 Ali Schariati 133
Leben, Werk und Wirken 133
Muhammad Iqbal – ein großes Vorbild Ali Schariatis153
Zivilisation 159
Modernisierung 166
Erziehung 171
Soziopolitische Strukturen 181
4.2 Necip Fazıl Kisakürek 194
Leben, Werk und Wirken 194
Said Nursi – ein großes Vorbild Necip Fazıl Kisaküreks 206
Zivilisation 212
Modernisierung 224
Erziehung 229
Soziopolitische Strukturen 235
Schlussbetrachtung 237
Literaturverzeichnis 243
1 Quellen 243
2 Lexika, Handbücher, Nachschlagewerke 247
3 Monographien, Aufsatzsammlungen, Zeitschriften 248
4 Webseiten 272
Ortsregister 275
Personenregister 279

[ #eText ] Die heimliche Medienrevolution


[Free eBook/PDF] Mit dem Internet bekommt jeder User ein Stück Demokratie in die Hand. 

Denn Open Source Software, Weblogs und Wikis geben jedem die Möglichkeit an die Hand zum eigenen Sender zu mutieren. Das ist die Botschaft von Erik Möllers Buch "Die heimliche Medienrevolution - Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern". Das Interesse dafür hatte bereits 2006 eine zweite Auflage gezeitigt und ist aktualisiert und erweitert im Buchhandel. Die mittlerweile eigetretenen weiteren Entwicklungen zum Web 2.0 lassen die grundsätzliche Bedeutung des Werkes unbeeinträchtigt.

Aus dem Klappentext. Medien bedeuten Macht. Kann das Internet Bertelsmann, Springer und Murdoch gefährlich werden? Großunternehmen versuchen auch die neuen Medien zu kapitalisieren, doch in der chaotischen, dezentralen Welt des Internet gelten andere Spielregeln. Hochmotivierte Hacker basteln in ihrer Freizeit unauffällig an Enzyklopädien, Communities und gemeinschaftlich betriebenen News-Websites, deren Einfluss mit jedem Tag wächst. Die Medienrevolution spielt sich leise ab - doch ihre Folgen sind bereits jetzt unübersehbar.

Erik Möller. Erik Möller ist Diplom-Informatiker (FH) und freier Journalist. Er ist aktiver Mitarbeiter bei Wikipedia und einer der Entwickler der zugrunde liegenden Open-Source- Software. Seit Jahren betreibt Möller eigene Wikis, Weblogs und Mailing-Listen. Erfreulicherweise gibt es die erste Auflage  - ganz in Wikipedia-Stil als PDF unter zwei Lizenzen (CC und GNU Free Documentation) zum kostenlosen Download (alternativ auch als gezipptes DOC)

 [ #FREIHANDbuch ]

Montag, 16. Juli 2018

[ #eText ] Unterstützte Kommunikation durch Körper und Maschine


Open Access. Eine konversationsanalytische Untersuchung.

In der Arbeit wird eine besondere Form der Interaktion unter erschwerten Bedingungen untersucht; die Unterstützte Kommunikation. Hierbei werden Menschen mit schweren lautsprachlichen Beeinträchtigungen mit elektronischen Kommunikationshilfen ausgestattet, die ihre fehlende Lautsprache ergänzen bzw. ersetzen sollen.

Die Arbeit untersucht mit den Mitteln der Konversationsanalyse, warum viele Menschen mit lautsprachlichen Beeinträchtigungen seltener als erwartet auf externe Hilfsmittel zurückgreifen und sich stattdessen häufig lieber auf ihre körpereigenen Ausdrucksressourcen (wie Blick, Gestik, Mimik, Vokalisation) verlassen. Anhand detaillierter Untersuchungen der interaktiven Praktiken, die zwischen Menschen mit schwerer Infantiler Cerebralparese (ICP) und ihren natürlich sprechenden Interaktionspartnern eingesetzt werden (mit oder ohne Hilfsmittel), wird ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation gegeben.

Eine wichtige Rolle spielen dabei einerseits die veränderte Interaktionssituation, zu der ein Einsatz elektronischer Hilfsmittel führt, und andererseits die normativen (an der Schriftsprache orientierten) Erwartungen, die an die Anwender externer Kommunikationshilfen gestellt werden.

Dr. Ina Hörmeyer.  Die Autorin Dr. Ina Hörmeyer hat Germanistik, Philosophie und Allgemeine Sprachwissenschaft an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 2012-2014 arbeitete sie an der Universität Freiburg (Abteilung für Germanistische Linguistik) in dem Forschungsprojekt „Interaktive Bedingungen Unterstützter Kommunikation bei Menschen mit schwerer Infantiler Cerebralparese“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Interaktion unter erschwerten Bedingungen (besonders Unterstützte Kommunikation), Konversationsanalyse und Angewandten Linguistik.

Verlag für Gesprächsforschung. Der Verlag für Gesprächsforschung ist ein Fachverlag für wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit Gesprächen beschäftigen, und für Studien zur Anwendung von solchen Forschungsergebnissen in der Praxis. Sie stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Sprachwissenschaft, Soziologie, Sprechwissenschaft, Ethnographie, Psychologie und Medienwissenschaft. Gemeinsam ist diesen Untersuchungen, dass sie bei ihren Analysen Aufzeichnungen von authentischen Alltagsgesprächen verwenden.Alle Bücher sind grundsätzlich kostenlos und stehen online als PDF zur Verfügung (Open Access).

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt verspricht mehr:

Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
1 Sprachliche Interaktion 11
1.1 Allgemeine Merkmale von sprachlicher face-to-face Interaktion 11
1.2 Sprachliche Interaktion unter erschwerten Bedingungen 13
1.3 Sprachliche Interaktion unter Einsatz externer Hilfsmittel 14
2 Daten und Methode 18
2.1 Hintergrundinformationen 18
2.1.1 Infantile Cerebralparese 18
2.1.2 Dysarthrie 20
2.1.3 Elektronische Kommunikationshilfen 21
2.1.3.1 Tobii C12 22
2.1.3.2. Ecotalker 26
2.2. Datenerhebung und –verarbeitung 28
2.3 Methode: Konversationsanalyse 31
3 Auswirkungen elektronischer Kommunikationshilfen auf die face-to-face Interaktion 33
3.1 Auswirkungen auf die Fokussierte Interaktion 33
3.1.1 Fokussierte Interaktion in Gesprächen mit Menschen mit ICP 34
3.1.2 Einsatz elektronischer Kommunikationshilfen in der fokussierten
Interaktion 40
3.2 Auswirkungen auf die Sprecherrollen 52
3.2.1 Die Kommunikationshilfe als Animator 53
3.2.2 Die Rollen der Interaktionspartner 66
3.2.2.1 Der Rezipient als Helfer 66
3.2.2.2 Sprechen für und Sprechen über 76
3.3 Auswirkungen auf Temporalität und Sequentialität 92
3.3.1 Verlangsamung der Interaktion 93
3.3.2 Einschübe 102
3.3.3 Sequentielle Verschiebung 108
3.4 Auswirkungen auf den Sprecherwechsel 121
3.4.1 Das Rederecht übernehmen 122
3.4.1.1 Fremdwahl 123
3.4.1.2 Selbstwahl 129
3.4.2 Das Rederecht übergeben 137
3.5 Zusammenfassung Kapitel 3 146
4 Wahl der Interaktionsmodalität im Spannungsfeld zwischen
Verstehenssicherung und Schnelligkeit 148
4.1 Der Konflikt zwischen Verstehenssicherung und Schnelligkeit 148
4. 1.1 Verstehenssicherung als Motivation für die Wahl der Interaktionsmodalität 149
4.1.2 Schnelligkeit als Motivation für die Wahl der Interaktionsmodalität 157
4.1.2.1 Explizite Strategien 159
4.1.2.2 Implizite Strategien 162
4.1.3 Eine interaktionale Lösungsstrategie: Das Ökonomieprinzip 168
4.2 Die Anwendung des Ökonomieprinzips bei der Bewältigung verschiedener
kommunikativer Aufgaben 169
4.2.1 Die Anwendung des Ökonomieprinzips auf verschiedene sprachliche
Handlungen 169
4.2.1.1 Responsive Handlungen 170
4.2.1.1.1 Antworten auf W-Fragen 171
4.2.1.1.2 Antworten auf Entscheidungsfragen 180
4.2.1.2 Initiative Handlungen 189
4.2.1.2.1 Fragen stellen 190
4.2.1.2.2 Neuigkeiten erzählen 208
4.2.2 Die Anwendung des Ökonomieprinzips zur Darstellung von Emotionen 225
4.2.2.1 Die Darstellung von Stance bei Einsatz der elektronischen Hilfe 226
4.2.2.2 Die Darstellung von Stance beim Sprechen für 233
4.2.2.3 Die Darstellung von Ärger und Trauer 239
4.2.3 Die Anwendung des Ökonomieprinzips bei verschiedenen
Interaktionspartnern 255
4.2.3.1 Fremde Interaktionspartner 256
4.2.3.2 Mehrere Interaktionspartner 265
4.2.3.3 Interaktion mit gleichaltrigen Freunden 281
4.3 Zusammenfassung Kapitel 4 291
5 Wahl der Interaktionsmodalität in Abhängigkeit von normativen
Erwartungen 292
5.1 Typen normativer Erwartungen 292
5.1.1 Wahl der Interaktionsmodalität 294
5.1.1.1 Wahl zwischen Maschine und Körper 295
5.1.1.2 Wahl zwischen Maschine und Sprechen für 301
5.1.2 Grammatische Struktur der elektronischen Äußerungen 309
5.2 Strategien sprachgesunder Teilnehmer zur Durchsetzung sprachlich
interaktiver Normen 323
5.2.1 Reparaturinitiierungen 326
5.2.2 Fremdreparaturen 333
5.2.3 Positive Sanktionen 342
5.3 Internalisierte Normen 348
5.3.1 Gebrauch der Kommunikationshilfe 349
5.3.2 Syntaktische Komplexität 353
5.4 Zusammenfassung Kapitel 5 362
6 Individuelle Wege in der Unterstützten Kommunikation 363
6.1 Ninas Weg: Ko-Konstruktion von Bedeutung 363
6.1.1 Einfaches Bestätigen von Konjekturen 365
6.1.2 Ablehnen von Konjekturen 368
6.1.3 Körperlich verstärktes Bestätigen von Konjekturen 372
6.1.4 Elektronisches Bestätigen von Konjekturen 377
6.2 Reginas Weg: Sequentiell spezifischer Einsatz der Kommunikationshilfe 383
6.2.1 Responsive Äußerungen 384
6.2.2 Initiative Äußerungen 391
6.2.3 Interaktionspartner als Ressource 400
6.3. Max‘ Weg: UK-spezifische Verzögerungen bei der Äußerungsproduktion 403
6.3.1 Umgang mit UK-spezifischen Verzögerungen in Interaktionen
mit Freunden 405
6.3.2 Umgang mit UK-spezifischen Verzögerungen in Interaktionen
in der Schule 418
6.4. Sonjas Weg: Einsatz maschineller Ressourcen 425
6.4.1 Interaktion mit der Mutter 426
6.4.2 Unterrichtsinteraktion 440
6.5. Martins Weg: Verwendung vorgefertigter Phrasen 446
6.5.1 Verwendung der Einwort-Frage Warum? 448
6.5.2 Verwendung von bewertenden Phrasen So eine Scheiße und das ist schön 455
6.6 Zusammenfassung Kapitel 6
7 Fazit und Implikationen für die Praxis 464
8 Literatur 468
9 Anhang 484
9.1 Transkriptionskonventionen 484
9.2 Abbildungsverzeichnis 487
9.3 Tabellenverzeichnis 487

[ #eText ] Ruth Ayaß / Jörg Bergmann (Hg.): Qualitative Methoden der Medienforschung

Open Access 2011 - Ursprünglich Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2006 

Mit dem Aufkommen neuer elektronischer Übermittlungs- und Speicherungstechnologien hat auch die Medienforschung eine rasante Entwicklung genommen, die weit über die rein empirische Beobachtung hinaus reicht. 

Der Band gibt einen breit angelegten Überblick über die dort angewandten qualitativen Untersuchungsmethoden mit ihren Grenzen und Möglichkeiten. Der Band erschien erstmals 2006 im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg. Der Verlag für Gesprächsforschung Dr. Martin Hartung hat nun dieses vergriffene Buch mit Zustimmung des Verlages als Open Access kostenlos zugänglich gemacht.

Autoren. Dr. Jörg Bergmann ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Mikrosoziologie an der Universität Gießen. Dr. Ruth Ayaß lehrt und forscht an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Zielgruppen: Sozialwissenschaftler, Sprachwissenschaftler, Kulturwissenschaftler, Pädagogen und Psychologen, an Frauen- und Geschlechterforschung interessierte Leser.

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Mittwoch, 11. Juli 2018

[ #FreeBook ] „Liebster Iziu“- Erlebte Judenverfolgung in den Briefen einer Mutter an ihren Sohn


(Galizien – Wien – Düsseldorf – Minsk – 1938 bis 1941)

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die Herausgeberin möchten mit diesen Briefen ein Lese-Buch vorlegen.

Allfällige Informationen zum Zeitgeschehen werden streng wissenschaftlich referierend, aber auch im Versuch einer Spurensuche erzählerisch berichtend dargestellt. Die FES will zu einer Lektüre anregen, die erlaubt einzutauchen, mitzuempfinden, zu verstehen, mit eigenen Vorstellungen die Leerstellen zu füllen.

Die Briefe. Die Briefe, die in der Bonner Gedenkstätte bewahrt werden, waren vollkommen ungeordnet und sind, bis auf fünf Ausnahmen, nicht datiert. Eine chronologische Ordnung und Datierung der Briefe zu etablieren, entsprach einem Puzzle, bei dem kriminalistische Fähigkeiten gefragt waren. Denn vieles ist in der Handschrift schwer lesbar, in den Manuskripten gibt es häufig Lücken und Papierausrisse, die Ausdrucksweise ist oft verkürzt, das Gemeinte in Andeutungen verklausuliert, teilweise rätselhaft formuliert.

Ohne Kenntnis der Wirklichkeit ist sehr vieles gar nicht zu verstehen. So ergab sich schnell die Notwendigkeit zumindest von erläuternden Anmerkungen, für die wir historische Darstellungen, Unterlagen verschiedener Archive, andere Tagebücher und weitere Literatur herangezogen haben.

Einiges hat Toni Freilichs Enkelin Miriam Brunnert geborene Loewy bei ihren Besuchen in Bonn berichtet; ein wenig mehr wusste Familie Brunnert in Siegburg zu erzählen.

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Inhalt

I. BRIEFE UND BRIEFSCHREIBERIN 9
Die Manuskripte, ihre Überlieferung und Transkription  9
Unser Dank gilt 10
Zum Gedenken an Miriam Loewy 12
Die Mutter Toni Tabla Freilich, geborene Mandel, geschiedene Salz 12

II. DIE BRIEFE UND POSTKARTEN
von November 1938 bis Dezember 1939 samt Kontext im
Zeitgeschehen  23
1. Postkarte mit Antwortkarte, Toni Freilich an Sohn Iziu Salz,
Poststempel: Düsseldorf 4. November 1938  23
2. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz im Lager Zbąszyń  25
3. Toni Freilich an ihren Bruder Jakob Mandel und ihre Schwägerin
im Lager Zbąszyń  33
4. Postkarte mit Antwortkarte, Toni Freilich an Sohn Iziu Salz,
Poststempel: Düsseldorf 7. November 1938  37
5. Postkarte mit Antwortkarte, Toni Freilich an Sohn Iziu Salz,
Poststempel: Düsseldorf 9. November 1938  40
6. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, nach der Pogromnacht 42
7. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, mit Zusatz von Hanni 45
8. Toni Freilich an ihren Bruder Jakob Mandel, ohne Schluss,
Papierausriss 46
9. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz  48
10. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, mit Antwortschein, die letzte
halbe Seite mit hebräischen Lettern geschrieben. 50
4 GESPRÄCHSKREIS GESCHICHTE | HEFT 105
11. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz im Lager, mit Bleistiftzusatz von
anderer Hand, ohne Unterschrift  58
12. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz  62
13. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, ohne Schluss und Unterschrift 65
14. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz im Lager 67
15. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz
GESPRÄCHSKREIS GESCHICHTE | HEFT 105 5
27. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, mit Zusatz von Hanni, Mitte/
Ende Februar 1939, zu Izius Geburtstag am 7. März. 97
28. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz  98
29. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz  100
30. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, mehrere Wochen vor dessen
Ausreise  102
31. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, vor dessen Eheschließung,
noch in Polen  104
32. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, vor dessen Ausreise aus Polen  105
33. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, noch in Polen, verheiratet 107
34. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz  110
35. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, ein unterteiltes Blatt ohne
Schluss 112
36. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, Luftpostpapier, nach dem
24./25. März 1939  113
37. Toni Freilich an die Kinder L. und M. Loewy und Sohn Iziu
Salz, zwei Blatt Luftpostpapier 114
38. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, kurz vor dessen Ankunft in
Haifa, Luftpostpapier (erhalten nur die zweite Briefseite,
ohne Anrede)  117
39. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz in Haifa, Luftpostpapier, ohne
Fortsetzung und Schluss 118
40. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, Luftpostpapier, adressiert nach
Palästina?, geschrieben vor Pfingsten (28./29. Mai 1939)  119
41. Toni Freilich an ihre Kinder, Luftpostpapier, vor Pfingsten
(28./29. Mai 1939)  121
42. Jemand (F.K.?, jedenfalls nicht Hanni, die im Brief genannt
wird) an »Ischu« (Iziu Salz), dieselbe Hand wie Brief 25, geschrieben
nach Pfingsten (28./29. Mai 1939)
43. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, nach dem 14. Juni 1939,
adressiert nach Palästina?  122
44. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz in Palästina (?), Luftpostpapier,
lose zweite Seite ohne Anrede 126
45. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz in Palästina, geschrieben Mitte
Juni 1939, Luftpostpapier, Fortsetzung und Schluss fehlen 127
46. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, Luftpostpapier mit Papierausrissen.
128
47. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, nach dem 27. August 1939 130
48. Toni Freilich an ihre Kinder, Luftpostpapier, eine Seite ohne
Fortsetzung, geschrieben im September 1939  134
49. Toni Freilich an Tochter Lotte Loewy und Sohn Iziu Salz, zwei
Seiten ohne Briefanfang, Luftpostpapier, geschrieben im September
1939  135
50. Toni Freilich an Sohn Iziu Salz, nach dem 1. September, vor
der Jahres- und Jahrhundertwende am 14. September 1939  137
51. Toni Freilich an ihre Kinder Lotte und Max Loewy, Beilage zu
Brief 50, geschrieben vor der Jahres- und Jahrhundertwende
am 14. September 1939  139
52. Toni Freilich an Hanni, Zusatz an »Ischu« (Iziu) von
Hannuschka (Hanni), die anscheinend Tonis Brief an Iziu
weitergeleitet hat, geschrieben nach dem 28. September
1939 140
53. Vater Adolf Loewy an seine Kinder Lotte und Max Loewy am
6. November 1939 142
54. Vater Adolf Loewy an seine Kinder Lotte und Max Loewy,
Ende Dezember 1939  142

III. EPILOG  145
Minsk – Nach der Eroberung durch die Deutsche Wehrmacht 145
Der Deportationszug von Düsseldorf nach Minsk am 10. November
1941. »Freilich Tony S. geb. Mandel 2.4.90 Przeworsk
Putzfrau«  146
Gedenkstätte Minsk – Maly Trostenez – Blagowschtschina  155
IV. ANHÄNGE  159
Die »Judengesetze« der Nationalsozialisten – »Zeitleisten« 159
Sachregister  163
Personenregister mit Genealogie  182
Ortsregister  200
Abbildungsverzeichnis 203
Literaturverzeichnis  206
Zur Herausgeberin  213

Montag, 9. Juli 2018

[ #Digitalisat ] Geschichte der Österreichischen Sozialdemokratie von Ludwig Brügel Bd. I, II, III

Ludwig Brügel (geboren 6. Februar 1866 in Großmeseritsch, Kaisertum Österreich; gestorben 30. August 1942 im Ghetto Theresienstadt) war ein österreichischer Journalist und Historiker der österreichischen Arbeiterbewegung.
"Eine Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie kann nicht bloße Parteigeschichte sein; sie muss naturgemäß politische und soziale Geschichte der früheren Reichshälfte und ein Stück Universalgeschichte darstellen. Denn nur in Verbindung mit der ökonomisch fortschreitenden Entwicklung sowie mit dem Werden eines Verfassungslebens in Österreich konnte oder musste jene Bewegung erstehen, die ihren Ausdruck findet in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Sie bedurfte der elementaren Freiheiten, wie sie die bürgerliche Klassenpolitik zur Durchsetzung ihrer politischen und wirtschaftlichen Ziele bedurfte; und aus dem Boden der wirtschaftlichen Entwicklung gedieh der Sozialismus empor. Darum kann als der Anfang der sozialistischen Bewegung in Österreich erst eigentlich jener Zeitpunkt gelten, da der Absolutismus hierzulande zusammenbrach und eine Verfassung ausgerichtet wurde."
Ludwig Brügel trat 1884 als mittelloser Student der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Brünn bei. Nach seiner Übersiedlung nach Wien unterrichtete er an verschiedenen Abendschulen; zu seinen Schülern zählten spätere führende Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung wie Franz Schuhmeier und Leopold Winarsky.

Als das Parlament am Tag der Proklamation der Republik, am 12. November 1918, beschossen wurde, erlitt Ludwig Brügel einen Streifschuss am Kopf und verlor dabei ein Auge. Im selben Jahr ernannte ihn der erste Staatskanzler der Republik, Karl Renner, zum Pressechef der Staatskanzlei.

Er war der Vater von Fritz Brügel (Friedrich Bruegel, * 13. Februar 1897 in Wien; † 4. Juli 1955 in London war ein österreichischer, ab 1935: tschechoslowakischer Bibliothekar, Diplomat und Schriftsteller.), gilt als der Geschichtsschreiber der österreichischen Arbeiterbewegung. Er verfasste die "Soziale Gesetzgebung in Österreich von 1848 bis 1918" (erschienen 1919) und die "Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie" (erschienen 1922-1925 in fünf Bänden).

Nach dem "Anschluss" wurde Ludwig Brügel verhaftet und am 13.8.1942 ins KZ-Theresienstadt deportiert, wo er wenig später ermordet wurde.


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[ #Digitalisat ] Lassalle, Ferdinand: Die indirekte Steuer und die Lage der arbeitenden Klassen, 1873

Symbolbild Forgotten Books

[Retrodigitalisat] Ferdinand Lassalle behauptet in seiner „Verteidigungsrede vor dem Königlichen Kammergericht zu Berlin", dass die kapitalistische Bourgeoisie die indirekten Steuern, wenn auch nicht erfunden,so doch zu einem „unerhörten System" entwickelt habe, um sich das Privileg der Steuerfreiheit zu sichern; die indirekte Steuer ist „das Instrument, durch welches die Bourgeoisie das Privilegium der Steuerfreiheit für das große Kapital verwirklicht und die Kosten des Staatswesens den ärmeren Klassen der Gesellschaft aufbürdet." Diese Streitschrift und diese Rede haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Ruf nach einer Verlagerung der Anteile des Gesamtsteueraufkommens von den indirekten zu den direkten Steuern im Namen der Gerechtigkeit  bis in unsere Zeit nicht verstummte.
  • Zwischenbemerkung Manchesterliberalismus. Ferdinand Lassalle entwickelte das Schmähwort Manchestertum zur Bezeichnung der deutschen Freihandelsbewegung. Dieses verwendete er erstmals 1863 in seiner Veröffentlichung Die indirekte Steuer und die Lage der arbeitenden Klasse. Darin schrieb er, dass „unsere Nichts-als Freihändler, die Affen der Manchester-Männer, diese lächerlichen, die sich dünken Ökonomen zu sein“ seiner Ansicht nach dafür verantwortlich sind, dass der Staat (damals) sozialpolitisch passiv blieb und die Arbeiter ihrem Schicksal überließ. In der Folge übernahmen sowohl sozialdemokratische als auch konservative Autoren den Begriff Manchesterschule als Kampfbegriff.
Indirekte Steuern. Lassalle definiert die indirekten Steuern als solche, „die auf irgendwelche Bedürfnisse ... gelegt werden und die sehr häufig der einzelne in dem Preis der Dinge bezahlt, ohne zu wissen und zu merken, dass er jetzt steuert, dass es die Steuer ist, welche ihm den Preis der Dinge verteuert". Das Kriterium der indirekten Steuern ist somit, dass bestimmte Steuern in die Kostenrechnung der Betriebe eingehen und auf den Endverbraucher voll abgewälzt werden können. Die Ungerechtigkeit besteht also darin, dass jeder Verbraucher unabhängig von der Höhe seines Einkommens mit einem annähernd gleichen indirekten Steuerbetrag belastet wird. Die prozentuale Steuerbelastung ist somit bei kleinen Einkommen größer als bei höheren und bei kinderreichen Familien stärker als bei kinderlosen Ehepaaren oder Ledigen. Diese Wirkung der indirekten Steuern wird als „Regression" bezeichnet und wurde bis heute als anti-sozial angeprangert.


[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 5. Juli 2018

[ #Digitalisat ] Friedrich Chrysander: Gesamtausgabe Händel'scher Werke


[Retrodigitalisat]  Das Münchener DigitalisierungsZentrum MDZ liefert die fast einhundert Bände  der Werke von Georg Friedrich Händel in der von  Friedrich Chrysander (1826-1901) erarbeiteten quellenkritischen Edition als öffentlich zugängliches Digitalisat.

Georg Friedrich Händel (1685-1759), der große Barock-Komponist aus Halle an der Saale, erfreut sich heute in erster Linie mit seinen etwa 30 Oratorienwerken und über 40 erhaltenen italienischen Opern einer großen internationalen Popularität und Aufführungshäufigkeit. Sein immenses Gesamtschaffen wurde in der berühmten Ausgabe des Musikwissenschafters und Händel-Biographen Friedrich Chrysander (1826-1901) erstmals unter modernen quellenkritischen Editionsverfahren repräsentiert.
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[ #FREIHANDbuch ]

[ #Digitalisat ] Die Wiener Arbeiterbewegung 1914

(Free eBook / Retrodigitalisat)  Ein sensationelles Dokument: Das 62seitige PDF-Dokument ist ein wirklicher Knüller. Es war als Information  für die Gäste des X. Internationalen Sozialistischen Kongresses in Wien gedruckt worden, der zwischen dem 23. und 29. August 1914 in Wien hätte stattfinden sollen. Doch der I. Weltkrieg begann und vereitelte den Kongress.

Weltkrieg. Der X. Internationale Sozialistische Kongress in Wien  war für die Tage vom 23. bis 29. August 1914 geplant, aber im Juli 1914 war es der österreichischen Sozialdemokratie klar geworden, dass der Kongress wegen der drohenden Kriegsgefahr und der damit verbundenen Gefahr für die Delegierten nicht in Wien durchgeführt werden konnte.  Die Sozialdemokratische Partei schlug daher vor, den Kongress in ein anderes Land zu verlegen - im Endeffekt wurde der Kongress nicht durchgeführt, der Kriegsausbruch am 4. August 1914 verhinderte dies. Nach Ende des I. Weltkrieges wurde 1920 in Genf in stark reduziertem Maßstab ein X. Kongress der Internationale durchgeführt.

Die Wiener Arbeiterbewegung. Die Vorbereitungen für den Wiener Kongress waren aber schon weitgehend getroffen und ein Großteil der Kommissionsberichte an den Kongress und die Berichte der angeschlossenen Organisationen lagen gedruckt vor: einige in den drei offiziellen Sprachen der Internationale (Deutsch, Englisch und Französisch), andere in einer oder zwei der Sprachen. Die vorliegende Broschüre schildert die Situation Österreich-Ungarns sozusagen "Sekunden"vor dem Ausbruch des I. Weltkrieges. Deswegen ein einmaliges Dokument.

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Mittwoch, 4. Juli 2018

[ #eLexika ] Lexikon + Personenlexikon der Paranormologie ("Parapsychologie")


(Nachschlagewerk) Der führende katholische Parapsychologe Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch (Redemptorist) aus Innsbruck führte den Begriff "Paranormologie" ein um nach seiner Erklärung eine "neutralere" Bezeichnung von Parapsychologie zu gewährleisten. Prof. Resch lehrt dieses Fach an der Lateranuniversität in Rom. Die wenigsten Katholiken dürften wissen, dass die Kirche einen Lehrstuhl für Paranormologie besitzt.

Das Projekt ist ein vorerst offenes. Der verantwortliche Autor, Direktor des Instituts für Grenzgebiete der Wissenschaft (IGW) in Innsbruck, Prof. DDr. P. Andreas Resch (Jg. 1934), hat den Begriff „Paranormologie“ im Jahr 1969 als neutrale Bezeichnung für die „Wissenschaft der paranormalen Phänomene“ eingeführt. Mit dem Begriff Paranormologie möchte er die Erforschung auf den Gesamtbereich der Grenzgebiete der Wissenschaften ausdehnen. Reschs Lexikon der Paranormologie hat zum Ziel, diesen Gesamtbereich soweit wie möglich begrifflich abzuklären, „angefangen von den Grenzgebieten der Physik über jene der Biologie, Medizin, Psychologie, Geschichte und Religionswissenschaft bis hin zu Volks- und Völkerkunde, Mythologie und Mystik, verbunden mit Informationen über einschlägige Personen, Institutionen, Gemeinschaften und Praktiken“.
       
Die einzelnen Artikel weisen folgende Struktur auf: Begriff – Definition – Geschichte – Aktuelle Bedeutung – Literatur. Wie Resch mitteilt, sind die Vorarbeiten hierzu weitgehend abgeschlossen. Bislang sind nur die Artikel von  A bis Charcot online zugänglich.

Das Internet-Lexikon soll kontinuierlich erweitert werden. Für zwei Bände liegt auch schon eine Druckausgabe vor (Band I von A und O bis Azurit). Resch gibt hierzu an: "Da die Arbeit im Bemühen um Vollständigkeit mehrere Bände umfassen wird, sollen hier über das Internet schon jetzt die erstellten Begriffe angezeigt werden, um vor einer endgültigen Fassung ergänzende Anregungen aufzugreifen und fehlende Begriffe einzufügen."

Resch hält eine Gliederung der Phänomene in die Sachgebiete Paraphysik, Parabiologie, Parapsychologie und Parapneumatologie (Pneuma = Geist) für sinnvoll. Bei dieser Einteilung darf jedoch die Tatsache nicht übersehen werden, dass es zur Eigenart der Grenzphänomene gehört, über ein Sachgebiet hinauszuragen und zuweilen sogar alle genannten Sachgebiete zu involvieren. Aus diesem Grunde erfolgt die Gliederung der einzelnen Phänomene nach dem phänomenologisch hervorstechendsten Aspekt.

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Montag, 2. Juli 2018

[ #eLexika ] ABC zur Schweizer Demokratie in fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch


Das "ABC der politischen Rechte" präsentiert sich in fünf Sprachen, nämlich Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch. 

Im Hinblick auf die Schweizer ("eidgenössischen") Wahlen vom 23. Oktober 2011 publizierte die Bundeskanzlei eine Broschüre mit dem Titel "ABC der politischen Rechte". Die fünfsprachige Broschüre ist gratis und richtet sich an ein breites Publikum. Die Bundeskanzlei der Schweiz schickt damit die User auf eine Entdeckungsreise durch 135 Grundbegriffe des politischen Systems der Schweiz, erklärt Ausdrücke rund um die politischen Rechte und das System der direkten Demokratie. Das Ziel der Publikation ist denn auch die Wissensvermittlung. Die behandelten Begriffe werden im Zusammenhang von neun übergeordneten Themenbereichen präsentiert, die von den Institutionen über das politische System bis hin zur Sitzverteilung reichen.
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Sonntag, 1. Juli 2018

[ #FreeBook ] Handbuch der Menschenrechtsarbeit


Die Bedeutung und die Bedingungen der Menschenrechtsarbeit haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Nun liegt die 7. Auflage  in dem stattlichen Umfang von 428 Seiten kostenlos zum Download vor. 

Der Menschenrechtsschutz steht vor großen und vielfältigen Herausforderungen, die mit den Stichworten Terror und Terrorismusbekämpfung, Staatszerfall und Gewaltökonomien, Globalisierung und Armut sowie der vielfach eingeforderten menschenrechtlichen Verantwortung des Privatsektors nur unzureichend benannt werden. Selbst längst etablierte Menschenrechtsnormen wie das absolute Folterverbot sind nicht davor gefeit, angetastet zu werden. Die Menschenrechte müssen daher immer wieder verteidigt werden, und ihre Wahrung hängt davon ab, dass sie ständig und nachdrücklich eingefordert werden. Die Achtung, der Schutz und die Umsetzung der Menschenrechte sind und bleiben eine Daueraufgabe.
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