Dienstag, 9. November 2021

[ #eText ] Leo Haffner: Martin Thurnher – ein Leben für den Konservativismus


Martin Thurnher wurde am 7. September 1844 als Kind einer Arbeiterfamilie bäuerlicher Herkunft in einem Haus an der Schmelzhütterstraße in Dornbirn geboren. 

Er starb am 2. Jänner 1922 in seiner Heimatstadt. 37 Jahre lang gehörte er dem Vorarlberger Landtag an, 27 Jahre dem Reichsrat und 27 Jahre der Dornbirner Gemeindevertretung. Als langjähriges Mitglied des Landtages, des Landesausschusses und als Stellvertreter des Landeshauptmannes zählte er zu den einflußreichsten Landespolitikern in den letzten Jahrzehnten der Monarchie.
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[ #eText ] Harald Walser: Der "Fall Beer" und die Vorarlberger Kulturpolitik


Am 2. Juli 1983 sendete der Österreichische Rundfunk ein Interview mit der Vorarlberger Schriftstellerin Nathalie Beer. 

Das darin ausgesprochene Bekenntnis Beers zum nationalsozialistischen Gedankengut im allgemeinen und zu Adolf Hitler im besonderen, die Abschwächung und teilweise Leugnung der Judenverfolgung bzw. -Vernichtung, die Behauptung, Österreich sei keine wirkliche Demokratie, diese und andere Aussagen der Achtzigjährigen sorgten für einen Skandal.
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Montag, 8. November 2021

[ #eText ] Einführung in die Biologie - ein freies Lehrbuch


Erstes freies Lehrbuch: Einführung in die Biologie (für die Sekundarstufe 1 und 2)

Biologie ist eine Naturwissenschaft, die vielen Schülern Spaß macht. In der Schule ist Biologie ganz oft das Lieblingsfach, welches einfach vielen Spaß macht! Denn, Tiere und Pflanzen genau zu beobachten, kann nicht nur spannend sein, es verrät uns auch viel über grundsätzliche und teilweise komplexe Vorgänge der Natur und den sich dahinter verbergenden Gesetzmäßigkeiten.
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[ #eText ] 100 Jahre Sozialistische Bodensee-Internationale (SBI) - 1902 - 2002


Der "Arbeiter-Verband der Bodensee-Uferstaaten", so die erste offizielle Bezeichnung, nahm als vorerst loser Zusammenschluss nach dem "1. Internationales Arbeiterfest“ in Bregenz (1902) nachfolgende Aufgaben wahr:

Gegenseitige Unterstützung seiner Mitgliedsorganisationen bei ihrer politischen Agitationsarbeit auf schwierigstem, zumeist konservativ-katholischem Terrain; Informationsaustausch über nationale Grenzen hinweg; gesellschaftliche Anerkennung des ArbeiterInnenstandes und gesellige Kameradschaftspflege unter den sozialdemokratischen Vereinen.
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Freitag, 29. Oktober 2021

[ #eText ] Handbuch Kultur & Geschichte der Roma


[FreE-Book] Rombase Pädagogik ist eine Handreichung für LehrerInnen, Roma-MediatorInnen und alle anderen Interessierten an Geschichte und Kultur der Roma - einer Europäischen Nation ohne eigenen Staat. Das Handbuch bietet in Form von Impulsartikeln einen Überblick über die Inhalte der Kulturdokumentation.

Ergänzt durch die Anregungen zur didaktischen Umsetzung Roma-spezifischer Themenbereiche, die Materialiensammlung sowie weiterführende Literatur und Links ermöglicht Rombase-Pädagogik einen einfachen Einstieg in die Thematik und unterstützt zugleich die sinnvolle Umsetzung der Inhalte.

Das Handbuch besteht im Wesentlichen aus drei Teilen:

Teil I: Die Impulsartikel bieten einen Überblick über die Themenbereiche Soziologie & Ethnologie, Geschichte, Sprache, Musik sowie Roma-Persönlichkeiten. Die Artikel basieren auf den Stichworteinträgen der Kulturdokumentation; Verweise auf die entsprechenden Stichworteinträge erleichtern das Auffinden der detaillierten Informationen.

Teil II: Anregungen zur didaktischen Umsetzung für die Unterrichtsgegenstände Musik, Deutsch, Geschichte und Sozialkunde sowie Geografie- und Wirtschaftskunde (mit Lehrplanbezügen für die Sekundarstufe I); sie können und sollen auch in anderen Fächern bzw. in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden.

Teil III: Die Materialiensammlung soll den Benutzern die Möglichkeit geben, eine inhaltliche und zielgruppengerechte Vorauswahl zu treffen.


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Montag, 25. Oktober 2021

[ #eText ] Unterstützte Kommunikation durch Körper und Maschine


Open Access. Eine konversationsanalytische Untersuchung.

In der Arbeit wird eine besondere Form der Interaktion unter erschwerten Bedingungen untersucht; die Unterstützte Kommunikation. Hierbei werden Menschen mit schweren lautsprachlichen Beeinträchtigungen mit elektronischen Kommunikationshilfen ausgestattet, die ihre fehlende Lautsprache ergänzen bzw. ersetzen sollen.

Die Arbeit untersucht mit den Mitteln der Konversationsanalyse, warum viele Menschen mit lautsprachlichen Beeinträchtigungen seltener als erwartet auf externe Hilfsmittel zurückgreifen und sich stattdessen häufig lieber auf ihre körpereigenen Ausdrucksressourcen (wie Blick, Gestik, Mimik, Vokalisation) verlassen. Anhand detaillierter Untersuchungen der interaktiven Praktiken, die zwischen Menschen mit schwerer Infantiler Cerebralparese (ICP) und ihren natürlich sprechenden Interaktionspartnern eingesetzt werden (mit oder ohne Hilfsmittel), wird ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützten Kommunikation gegeben.

Eine wichtige Rolle spielen dabei einerseits die veränderte Interaktionssituation, zu der ein Einsatz elektronischer Hilfsmittel führt, und andererseits die normativen (an der Schriftsprache orientierten) Erwartungen, die an die Anwender externer Kommunikationshilfen gestellt werden.

Dr. Ina Hörmeyer.  Die Autorin Dr. Ina Hörmeyer hat Germanistik, Philosophie und Allgemeine Sprachwissenschaft an den Universitäten Münster und Freiburg studiert. Von 2012-2014 arbeitete sie an der Universität Freiburg (Abteilung für Germanistische Linguistik) in dem Forschungsprojekt „Interaktive Bedingungen Unterstützter Kommunikation bei Menschen mit schwerer Infantiler Cerebralparese“. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Interaktion unter erschwerten Bedingungen (besonders Unterstützte Kommunikation), Konversationsanalyse und Angewandten Linguistik.

Verlag für Gesprächsforschung. Der Verlag für Gesprächsforschung ist ein Fachverlag für wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit Gesprächen beschäftigen, und für Studien zur Anwendung von solchen Forschungsergebnissen in der Praxis. Sie stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Sprachwissenschaft, Soziologie, Sprechwissenschaft, Ethnographie, Psychologie und Medienwissenschaft. Gemeinsam ist diesen Untersuchungen, dass sie bei ihren Analysen Aufzeichnungen von authentischen Alltagsgesprächen verwenden.Alle Bücher sind grundsätzlich kostenlos und stehen online als PDF zur Verfügung (Open Access).

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
1 Sprachliche Interaktion 11
1.1 Allgemeine Merkmale von sprachlicher face-to-face Interaktion 11
1.2 Sprachliche Interaktion unter erschwerten Bedingungen 13
1.3 Sprachliche Interaktion unter Einsatz externer Hilfsmittel 14
2 Daten und Methode 18
2.1 Hintergrundinformationen 18
2.1.1 Infantile Cerebralparese 18
2.1.2 Dysarthrie 20
2.1.3 Elektronische Kommunikationshilfen 21
2.1.3.1 Tobii C12 22
2.1.3.2. Ecotalker 26
2.2. Datenerhebung und –verarbeitung 28
2.3 Methode: Konversationsanalyse 31
3 Auswirkungen elektronischer Kommunikationshilfen auf die face-to-face Interaktion 33
3.1 Auswirkungen auf die Fokussierte Interaktion 33
3.1.1 Fokussierte Interaktion in Gesprächen mit Menschen mit ICP 34
3.1.2 Einsatz elektronischer Kommunikationshilfen in der fokussierten
Interaktion 40
3.2 Auswirkungen auf die Sprecherrollen 52
3.2.1 Die Kommunikationshilfe als Animator 53
3.2.2 Die Rollen der Interaktionspartner 66
3.2.2.1 Der Rezipient als Helfer 66
3.2.2.2 Sprechen für und Sprechen über 76
3.3 Auswirkungen auf Temporalität und Sequentialität 92
3.3.1 Verlangsamung der Interaktion 93
3.3.2 Einschübe 102
3.3.3 Sequentielle Verschiebung 108
3.4 Auswirkungen auf den Sprecherwechsel 121
3.4.1 Das Rederecht übernehmen 122
3.4.1.1 Fremdwahl 123
3.4.1.2 Selbstwahl 129
3.4.2 Das Rederecht übergeben 137
3.5 Zusammenfassung Kapitel 3 146
4 Wahl der Interaktionsmodalität im Spannungsfeld zwischen
Verstehenssicherung und Schnelligkeit 148
4.1 Der Konflikt zwischen Verstehenssicherung und Schnelligkeit 148
4. 1.1 Verstehenssicherung als Motivation für die Wahl der Interaktionsmodalität 149
4.1.2 Schnelligkeit als Motivation für die Wahl der Interaktionsmodalität 157
4.1.2.1 Explizite Strategien 159
4.1.2.2 Implizite Strategien 162
4.1.3 Eine interaktionale Lösungsstrategie: Das Ökonomieprinzip 168
4.2 Die Anwendung des Ökonomieprinzips bei der Bewältigung verschiedener
kommunikativer Aufgaben 169
4.2.1 Die Anwendung des Ökonomieprinzips auf verschiedene sprachliche
Handlungen 169
4.2.1.1 Responsive Handlungen 170
4.2.1.1.1 Antworten auf W-Fragen 171
4.2.1.1.2 Antworten auf Entscheidungsfragen 180
4.2.1.2 Initiative Handlungen 189
4.2.1.2.1 Fragen stellen 190
4.2.1.2.2 Neuigkeiten erzählen 208
4.2.2 Die Anwendung des Ökonomieprinzips zur Darstellung von Emotionen 225
4.2.2.1 Die Darstellung von Stance bei Einsatz der elektronischen Hilfe 226
4.2.2.2 Die Darstellung von Stance beim Sprechen für 233
4.2.2.3 Die Darstellung von Ärger und Trauer 239
4.2.3 Die Anwendung des Ökonomieprinzips bei verschiedenen
Interaktionspartnern 255
4.2.3.1 Fremde Interaktionspartner 256
4.2.3.2 Mehrere Interaktionspartner 265
4.2.3.3 Interaktion mit gleichaltrigen Freunden 281
4.3 Zusammenfassung Kapitel 4 291
5 Wahl der Interaktionsmodalität in Abhängigkeit von normativen
Erwartungen 292
5.1 Typen normativer Erwartungen 292
5.1.1 Wahl der Interaktionsmodalität 294
5.1.1.1 Wahl zwischen Maschine und Körper 295
5.1.1.2 Wahl zwischen Maschine und Sprechen für 301
5.1.2 Grammatische Struktur der elektronischen Äußerungen 309
5.2 Strategien sprachgesunder Teilnehmer zur Durchsetzung sprachlich
interaktiver Normen 323
5.2.1 Reparaturinitiierungen 326
5.2.2 Fremdreparaturen 333
5.2.3 Positive Sanktionen 342
5.3 Internalisierte Normen 348
5.3.1 Gebrauch der Kommunikationshilfe 349
5.3.2 Syntaktische Komplexität 353
5.4 Zusammenfassung Kapitel 5 362
6 Individuelle Wege in der Unterstützten Kommunikation 363
6.1 Ninas Weg: Ko-Konstruktion von Bedeutung 363
6.1.1 Einfaches Bestätigen von Konjekturen 365
6.1.2 Ablehnen von Konjekturen 368
6.1.3 Körperlich verstärktes Bestätigen von Konjekturen 372
6.1.4 Elektronisches Bestätigen von Konjekturen 377
6.2 Reginas Weg: Sequentiell spezifischer Einsatz der Kommunikationshilfe 383
6.2.1 Responsive Äußerungen 384
6.2.2 Initiative Äußerungen 391
6.2.3 Interaktionspartner als Ressource 400
6.3. Max‘ Weg: UK-spezifische Verzögerungen bei der Äußerungsproduktion 403
6.3.1 Umgang mit UK-spezifischen Verzögerungen in Interaktionen
mit Freunden 405
6.3.2 Umgang mit UK-spezifischen Verzögerungen in Interaktionen
in der Schule 418
6.4. Sonjas Weg: Einsatz maschineller Ressourcen 425
6.4.1 Interaktion mit der Mutter 426
6.4.2 Unterrichtsinteraktion 440
6.5. Martins Weg: Verwendung vorgefertigter Phrasen 446
6.5.1 Verwendung der Einwort-Frage Warum? 448
6.5.2 Verwendung von bewertenden Phrasen So eine Scheiße und das ist schön 455
6.6 Zusammenfassung Kapitel 6
7 Fazit und Implikationen für die Praxis 464
8 Literatur 468
9 Anhang 484
9.1 Transkriptionskonventionen 484
9.2 Abbildungsverzeichnis 487
9.3 Tabellenverzeichnis 487

Freitag, 22. Oktober 2021

[ #eLexika ] Oesterreichisches Musiklexikon ONLINE


Das von der seinerzeitigen Kommission für Musikforschung – nunmehr Abteilung Musikwissenschaft des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen – der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in fünf Bänden erarbeitete Lexikon ist als Nachschlagewerk über den Gesamtbereich der österreichischen Musik 2002-06 erschienen. 

Es enthält in Personen-, Orts- und Sachschlagworten alle wesentlichen Informationen sowohl für den wissenschaftlichen als auch für den praktischen Gebrauch.

Die vorliegende kostenfreie Online-Version geht über die Buch-Version hinaus. Sie gibt nicht nur die Inhalte des gedruckten Lexikons vollständig wieder, sondern enthält auch darüber hinaus gehende Stichworte, ausführlichere und aktualisierte Artikel sowie – in der Premium-Version – Hörbeispiele und Links zu Abbildungen und weiteren Informationen zum jeweiligen Artikel.


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Dienstag, 19. Oktober 2021

[ #FreeBook ] Neobiota in Österreich - Pflanzen (Neophyten), Pilze (Neomyzeten) und Tiere (Neozoen)


Das umfangreiche Werk gibt eine vollständige und kompetente Übersicht über nicht heimische Pflanzen, Tiere und Pilze in Österreich. 

Unter dem Begriff Neobiota werden alle nach 1492 (Entdeckung Amerikas) unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen nach Österreich gelangten Organismen zusammengefasst. In der vorliegenden Studie wird erstmals ein Überblick über diese Pflanzen (Neophyten), Pilze (Neomyzeten) und Tiere (Neozoen) in Österreich gegeben (Stand: Februar 2002, einzelne Nachträge bis Juni 2002).

Neophyten. In Österreich wurden bislang insgesamt 1.110 (inklusive einiger Varietäten) neophytische Gefäßpflanzen nachgewiesen. In dieser Zahl sind 51 bezüglich der Abgrenzung Archäophyten/ Neophyten kritische Taxa inkludiert. Mit dem Ausdruck „Taxa“ sind hier Arten, Unterarten bzw. Varietäten gemeint. Bei 14 Taxa ist unklar, ob sie nicht eventuell in Teilen Österreichs einheimisch sind, bei 3 Taxa ist die Abgrenzung zwischen Anpflanzung und Verwilderung unklar.

Diesen 1.110 Neophyten stehen (ohne die Kleinarten der Gattungen Hieracium, Rubus, Taraxacum und des Ranunculus auricomus agg.) die etwa 2.950 Gefäßpflanzenarten und - unterarten der Flora Österreichs gegenüber (NIKLFELD 1999). Somit liegt der Anteil der Neophyten an der Gesamtflora Österreichs (ca. 4.060 Taxa) bei etwa 27 %.

Von den 1.110 neophytischen Gefäßpflanzen Österreichs treten 835 Taxa (75 % der Neophyten) unbeständig auf. 224 Taxa (20 % der Neophyten) haben sich in Österreich etabliert. Von diesen sind 106 Taxa (10 %) nur an einem bis wenigen Orten lokal etabliert, 118 Taxa (10 %) sind in größeren Teilen Österreichs fester Bestandteil der Flora. Bei weiteren 51 Taxa (5 % der Neophyten) wird eine lokale Etablierung in Österreich vermutet.

Für die neophytischen Gefäßpflanzen Österreichs stellt der bewusste Import als Zier- oder Nutzpflanzen den wichtigsten Einführungsweg dar. Etwa 57 % der Neophyten Österreichs (627 Taxa) sind aus Kulturen verwildert oder wurden – in sehr seltenen Fällen – angesalbt (= bewusstes Ausbringen von Pflanzen in die freie Natur ohne land- bzw. forstwirtschaftliches Motiv). Bei weiteren 2 % (25 Taxa) wird Verwilderung als Einführungsweg angenommen. 31 % der Neophyten (345 Taxa) wurden unabsichtlich eingeschleppt, bei weiteren 2 % (27 Taxa) wird Einschleppung als Einführungsweg vermutet. Bei den übrigen 8 % (86 Taxa) ist der Einführungsweg unbekannt.Insgesamt 14 neophytische Gefäßpflanzenarten verursachen bedeutende wirtschaftliche Schäden. Diese betreffen vor allem die Landwirtschaft (besonders Segetalarten in Hackunkrautgesellschaften) und in geringerem Ausmaß Forstwirtschaft, Gewässerinstandhaltung und gesundheitliche Aspekte.

Für den Naturschutz problematisch sind 17 Arten der Neophyten Österreichs, die als invasive Neophyten in naturnahe Lebensräume eindringen. Es sind dies folgende Arten: Acer negundo, Ailanthus altissima, Aster lanceolatus, A. novi-belgii, Bidens frondosa, Elodea canadensis, Epilobium ciliatum, Fallopia japonica, Fraxinus pennsylvanica, Helianthus tuberosus, Impatiens glandulifera, I. parviflora, Populus x canadensis, Robinia pseudacacia, Rudbeckia laciniata, Solidago canadensis, S. gigantea. Weitere 18 Arten wurden als potenziell invasiv eingestuft. Diese Arten werden bei einer weiteren Ausbreitung vermutlich zu Naturschutzproblemen führen. Invasive Neophyten dringen in Österreich besonders in gewässerbegleitende Lebensräume (Weichholz-Auwälder, Hochstaudenfluren, Uferpioniervegetation) und – in geringerem Ausmaß – in Trockenstandorte des pannonischen Raumes ein. In den meisten anderen naturnahen Lebensräumen Österreichs ist der Neophytenanteil jedoch niedrig.

In der Moosflora Österreichs sind vier Neophyten bekannt, davon sind zwei Arten etabliert. Eine Art (Campylopus introflexus) breitet sich zurzeit stark aus.

Unter den Flechten wird ein neophytisches Auftreten in Österreich bei zwei bis drei Taxa vermutet. In der ungenügend erforschten Algenflora wird für vier Arten ein neophytisches Auftreten angenommen.

Neomyzeten. Unter den Pilzen sind 83 Neomyzeten aus Österreich bekannt. Aufgrund der mangelhaften Erforschung dürfte die tatsächliche Zahl wohl wesentlich höher liegen. Von den aufgelisteten Arten können 23 als in heimischen Ökosystemen etabliert gelten, 22 Arten treten unbeständig auf. Weitere 40 Arten sind auf Kultur- und Nutzpflanzen etabliert. Bei zwei Arten erfolgt eine   Doppelnennung (Sphaerotheca mors-uvae, Uncinula necator), da sie sowohl auf Kultur- und Zierpflanzen, als auch auf Wildpflanzen, etabliert auftreten. Im Gegensatz zu den Gefäßpflanzen
überwiegt bei den Neomyzeten Österreichs die Einschleppung, 51 Arten (61 % der Neomyzeten) gelangten so nach Österreich. Bewusst eingeführt und verwildert sind drei für Speisezwecke kultivierte Arten (Agaricus bisporus, Lentinula edodes, Stropharia rugosoannulata). Von den übrigen 29 Neomyzeten ist der Einführungsweg unbekannt. Einigen der insgesamt 30 wirtschaftlich relevanten Neomyzeten Österreichs kommt als Schädling auf Nutz- und Zierpflanzen eine bedeutende ökonomische Rolle zu (z. B. Phytophtora infestans, Ustilago maydis). Für den Naturschutz bedeutsam sind fast ausschließlich jene parasitischen Neomyzeten, die heimische Organismen parasitieren. Unter diesen befinden sich gegenwärtig 6 Arten, die für  ihre Wirte eine potenzielle Bedrohung darstellen. Hervorzuheben sind die Verursacher der Krebspest (Aphanomyces astaci) und des Ulmensterbens (Ophiostoma ulmi und O. novo-ulmi).

Neozoen. In diesem Band werden rund 500 Neozoen für Österreich genannt, die somit etwa 1 % der gesamten österreichischen Fauna ausmachen. Weniger als 10 % dieser Arten (46) stellen aus naturschutzfachlicher Sicht eine Bedrohung der autochthonen Biodiversität dar (40 potenziell invasiv, 6 invasiv). Für etwa 30 % der Neozoen wird eine negative wirtschaftliche Bedeutung angenommen. Dieser vergleichsweise hohe Wert spiegelt die bevorzugte Dokumentation wirtschaftlich bedeutender Arten wider und umfasst eine breite Palette eher geringer bis sehr bedeutender Schäden. Insgesamt wird die Zahl der in Österreich vorkommenden Neozoen in den untersuchten taxonomischen Gruppen auf 700–800 Arten geschätzt.

Für den Naturschutz bedeutsame Veränderungen durch Neozoen werden vor allem von Wirbellosen verursacht. Als Krankheitsüberträger für die bedrohten einheimischen Flusskrebsarten besonders hervorzuheben sind amerikanische Flusskrebse (Pacifastacus leniusculus, Orconectes limosus). Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) dringt zunehmend in naturnahe Standorte vor und ist für den Rückgang einheimischer Schnecken verantwortlich. Weitere Schneckenarten gelten als potenziell invasiv. Mehrere Gefahren drohen den gefährdeten autochthonen Großmuscheln durch Räuber (Bisamratte, Ondatra zibethicus) und Nahrungskonkurrenz (z. B. Chinesische Teichmuschel, Sinanodonta woodiana).

Unter den Wirbeltieren sind Waschbär (Procyon lotor), Marderhund (Nyctereutes procyonoides),Mink (Mustela vison), mehrere Fischarten (z. B. Blaubandbärbling Pseudorasbora parva) und verschiedene Schildkröten als potenziell invasive Bedrohung der autochthonen Biodiversität zu erwähnen.

Insgesamt stammt etwa die Hälfte der Neozoen aus der Paläarktischen Region, besonders aus dem Mediterrangebiet. Bei einer tiergruppenspezifischen Betrachtung der Herkunftsländer ergeben sich aber auch deutliche Unterschiede, so stammt z. B. die Hälfte der nicht-heimischen Fische aus Nordamerika.

Veränderungen der Artenzusammensetzung als Folge biologischer Invasionen sind besonders in aquatischen Lebensräumen erfolgt. Im terrestrischen Bereich sind es vor allem anthropogen geschaffene, künstliche Lebensräume, die von Neozoen besiedelt werden: Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft und urbane Ballungszentren.

Diese Studie zu Neobiota in Österreich stellt eine Momentaufnahme dar. Auch in Zukunft werden sich nicht-heimische Organismen neu in Österreich etablieren. Der intensive Fernhandel, der Import neuer oder bislang nur sehr selten in Österreich kultivierter Arten und die anthropogene Schaffung neuer oder veränderter Biotoptypen werden die Einfuhr, Etablierung und Ausbreitung zusätzlicher Neobiota sogar begünstigen. Selbst bei einem (theoretischen) Stopp dieses Prozesses ist durch den “time-lag” (d. h. die meist mehrere Jahrzehnte umfassende Zeitverzögerung zwischen erstmaligem Auftreten und vollständiger Etablierung in einem Gebiet) mit weiteren Neobiota in der Zukunft zu rechnen. Die zunehmende Habitatfragmentierung, die prognostizierte Klimaerwärmung und die weitreichenden Veränderungen von Lebensräumen stellen einen weiteren, die Ausbreitung von Neobiota fördernden Faktor
dar.

Im Umgang mit Neobiota kommt daher präventiven Maßnahmen ein hoher Stellenwert zu. In dieser Studie wird ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung vorbeugender Maßnahmen und zur Behebung von Forschungsdefiziten vorgelegt. Als ein integraler Bestandteil präventiver Maßnahmen wird ein kontinuierliches Monitoring der Fauna und Flora Österreichs angesehen. So können Neobiota möglichst früh erkannt und – falls notwendig – geeignete Gegenmaß-
nahmen ergriffen werden.

Die Entwicklung von konsensfähigen Leitbildern und klaren Zielvorstellungen über die Fauna und Flora des 21. Jahrhunderts in Österreich und im vereinten Europa ist eine Herausforderung, der sich Gesellschaft, Wissenschaft und Politik gleichermaßen zu stellen haben.

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VORWORT  3
ZUSAMMENFASSUNG  5
SUMMARY 8
1 EINLEITUNG  17
2 DEFINITIONEN  20
2.1 Überblick  20
2.2 Neophyten, Neomyzeten und Neozoen  20
2.3 Gliederungskriterien 21
2.3.1 Botanik und Mykologie 21
2.3.1.1 Überblick  21
2.3.1.2 Einteilung nach dem Grad der Naturalisation 22
2.3.1.3 Einteilung nach der Einführungs- bzw. Einwanderungsform 22
2.3.1.4 Einteilung nach dem Einwanderungs- bzw. Einführungszeitpunkt 23
2.3.2 Zoologie 23
2.3.2.1 Einteilung nach dem Grad der Naturalisation 23
2.3.2.2 Einteilung nach der Einführungs- bzw. Einwanderungsform 23
2.3.2.3 Einteilung nach dem Einwanderungs- bzw. Einführungszeitpunkt 24
2.3.3 Weitere botanische und zoologische Begriffe  24
2.3.4 Gliederung nach dem Grad der Beeinflussung der heimischen Fauna und Flora  25
3 AUSBREITUNG VON NEOBIOTA 26
3.1 Einführungswege und Ursprungsgebiete  26
3.1.1 Botanik 26
3.1.2 Zoologie 27
3.2 Zeitlicher und räumlicher Verlauf von Ausbreitungsvorgängen  28
3.3 Ökologische Eigenschaften von Neobiota 34
3.4 Adaptation von Neobiota an neue Lebensräume  36
3.5 Vorhersagbarkeit von Invasionen 36
3.6 Neobiota und „leere Nischen“
4 METHODIK 40
4.1 Berücksichtigte Sippen für die Taxalisten der Neophyten und Neomyzeten Österreichs 40
4.2 Berücksichtigte Gruppen für die Taxalisten der Neozoen Österreichs  41
4.3 Taxonomie und Nomenklatur 41
4.3.1 Botanik 41
4.3.2 Zoologie 43
4.4 Datengrundlagen  43
4.4.1 Botanik und Mykologie 43
4.4.1.1 Gefäßpflanzen 43
4.4.1.2 Moose 44
4.4.1.3 Flechten 44
4.4.1.4 Algen 44
4.4.1.5 Pilze 45
4.4.2 Zoologie 45
5 PFLANZEN UND PILZE 46
5.1 Gefäßpflanzen 46
5.1.1 Überblick 46
5.1.2 Tabellenaufbau  46
5.1.3 Anmerkungen zur Taxaliste 48
5.1.4 Nicht berücksichtigte Taxa 54
5.1.5 Synonymieliste 59
5.1.6 Taxaliste  60
5.1.7 Literaturverzeichnis 157
5.2 Moose  174
5.2.1 Überblick 174
5.2.2 Etablierte Neophyten  174
5.2.3 Nicht etablierte Neophyten 176
5.2.4 Literaturverzeichnis 177
5.3 Flechten 178
5.3.1 Literaturverzeichnis 179
5.4 Algen 179
5.4.1 Überblick 179
5.4.2 Taxaliste  180
5.4.3 Zusammenfassung  180
5.4.4 Literaturverzeichnis 180
5.5 Pilze  181
5.5.1 Überblick 181
5.5.2 Saprotrophe Neomyzeten  182
5.5.3 Symbiontische Neomyzeten 184
5.5.3.1 Mykorrhizabildende Neomyzeten  184

5.5.4 Parasitische Neomyzeten  184
5.5.4.1 Parasitische Neomyzeten auf heimischen Pflanzen oder Tieren  185
5.5.4.2 Parasitische Neomyzeten auf fest etablierten Neophyten  187
5.5.4.3 Parasitische Neomyzeten auf Kultur- oder Zierpflanzen  187
5.5.5 Anmerkung zur Taxaliste  187
5.5.6 Taxaliste  189
5.5.7 Literaturverzeichnis 194
6 TIERE 196
6.1 Überblick über die Neozoen Österreichs  196
6.1.1 Tabellenaufbau 196
6.1.2 Kommentare zur Taxaliste 197
6.2 Wirbeltiere  197
6.2.1 Fische (Pisces) 197
Taxaliste 200
Literaturverzeichnis 203
6.2.2 Lurche und Kriechtiere (Amphibia & Reptilia) 205
Taxaliste 207
Literaturverzeichnis 208
6.2.3 Vögel (Aves) 209
Taxaliste 211
Literaturverzeichnis 213
6.2.4 Säugetiere (Mammalia) 214
Taxaliste 217
Literaturverzeichnis 219
6.3 Wirbellose. 221
6.3.1 „Helminthen“ – Neozoen der Fische Österreichs 221
Taxaliste 223
Literaturverzeichnis 224
6.3.2 Der Amerikanische Riesenleberegel Fascioloides magna (Digenea, Trematoda) 225
Literaturverzeichnis 227
6.3.3 Ausgewählte aquatische Neozoen (Cnidaria, Plathelminthes, Kamptozoa,
Annelida, Isopoda) 228
Taxaliste 235
Literaturverzeichnis 237
6.3.4 Weichtiere (Mollusca) 239
Taxaliste 242
Literaturverzeichnis 247
6.3.5 Spinnentiere: Spinnen, Weberknechte, Pseudoskorpione, Skorpione
(Arachnida: Araneae, Opiliones, Pseudoscorpiones, Scorpiones) 250
Taxaliste 254
Literaturverzeichnis 259
6.3.6 Krebstiere: Wasserflöhe & Ruderfußkrebse (Crustacea: Cladocera
und Copepoda) 263
Taxaliste 266
Literaturverzeichnis 267
14 Neobiota in Österreich – Inhalt
(2002) Umweltbundesamt/Federal Environment Agency – Austria
6.3.7 Krebstiere: „Schwebgarnelen“ und Süßwassergarnelen
(Crustacea: Mysidacea: Mysidae, Decapoda: Atyidae)  269
Taxaliste 271
Literaturverzeichnis 272
6.3.8 Krebstiere: Flohkrebse (Crustacea: Amphipoda: Corophiidae und Gammaridae) 273
Taxaliste 280
Literaturverzeichnis 281
6.3.9 Krebstiere: Landasseln (Crustacea: Isopoda partim)  285
Taxaliste 286
Literaturverzeichnis 287
6.3.10 Krebstiere: Flusskrebse (Crustacea: Decapoda: Astacidae und Cambaridae)  287
Taxliste  290
Literaturverzeichnis 291
6.3.11 Tausendfüßer: Hundertfüßer (Myriapoda: Chilopoda) 292
Taxaliste 294
Literaturverzeichnis 295
6.3.12 Tausendfüßer: Doppelfüßer (Myriapoda: Diplopoda)  296
Taxaliste 299
Literaturverzeichnis 300
6.3.13 Die primär flügellosen „Urinsekten“ (Apterygota)  301
Taxaliste 303
Literaturverzeichnis 304
6.3.14 Ausgewählte Insektengruppen: Libellen, Heuschrecken, Schaben, Termiten,
Fransenflügler, Wanzen, Zikaden (Insecta varia: Odonata, Orthoptera,
Blattodea, Isoptera, Thysanoptera, Heteroptera, „Auchenorrhyncha“)  304
Taxaliste 309
Literaturverzeichnis 312
6.3.15 Pflanzenläuse (Sternorrhyncha) 316
Taxaliste 319
Literaturverzeichnis 322
6.3.16 Käfer (Coleoptera)  324
Taxaliste 331
Literaturverzeichnis 342
6.3.17 Hautflügler: Pflanzenwespen (Hymenoptera: Symphyta) 347
Taxaliste 348
Literaturverzeichnis 349
6.3.18 Hautflügler: „Taillenwespen“ (Hymenoptera: Apocrita) 349
Taxaliste 352
Literaturverzeichnis 353
6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera) 354
Taxaliste 357
Literaturverzeichnis 360
7 DISKUSSION 363
7.1 Anzahl neuer Pflanzen- und Pilzarten in Österreich 363
7.2 Anzahl neuer Tierarten in Österreich  366
7.3 Herkunftsgebiete und Einführungswege der Neophyten und Neozoen Österreichs 369
7.4 Verteilung der Neophyten auf Lebensräume 376
7.4.1 Überblick 376
7.4.2 Wälder  376
7.4.3 Auwälder 376
7.4.4 Ruderal- und Segetalvegetation 377
7.4.5 Gewässervegetation  378
7.4.6 Ufervegetation  379
7.4.7 Fettwiesen und -weiden  380
7.4.8 Trocken-, Halbtrocken- und Magerrasen 380
7.4.9 Moore und Feuchtwiesen 380
7.4.10 Fels- und Felsschuttvegetation 380
7.4.11 Alpine Rasen und Zwergstrauchheiden 381
7.5 Verteilung der Neozoen auf Lebensräume 381
7.5.1 Aquatische Lebensräume  381
7.5.2 Terrestrische Lebensräume  382
7.5.3 Sonderstandorte (Städte, Wohnungen, Glashäuser u. a.)  382
7.6 Ökologische Konsequenzen biologischer Invasionen 383
7.6.1 Veränderungen der räumlichen Struktur von Ökosystemen 383
7.6.2 Veränderungen von ökosystemaren Abläufen  384
7.6.3 Auswirkungen von Neophyten und Neomyzeten auf die Fauna und Flora  385
7.6.4 Auswirkungen von Neozoen auf die Fauna und Flora 386
7.6.5 Auswirkungen auf evolutionäre Abläufe  388
7.7 Naturschutzfachliche Probleme biologischer Invasionen 390
7.7.1 Beurteilung und Wertmaßstäbe  390
7.7.2 Neobiota und Biodiversität 390
7.7.3 Naturschutzfachliche Beurteilung: Botanik und Mykologie  392
7.7.4 Naturschutzfachliche Beurteilung: Zoologie  394
7.8 Wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen von Neobiota 396
7.8.1 Negative wirtschaftliche Auswirkungen  396
7.8.2 Positive wirtschaftliche Auswirkungen 397
7.8.3 Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit 397
7.9 Bekämpfungsstrategien  397
7.10 Präventive Maßnahmen 399
7.11 Naturschutzforschung und Forschungsbedarf  400
7.12 Ausblick 401
8 DANKSAGUNG 402
9 LITERATURVERZEICHNIS

[ zzz Archiv ] Neobiota in Österreich auf 432 Seiten

[Free eBook/PDF] Die Printversion dieses Werkes ist vergriffen, aber auch als PDF mit seinen 432 Seiten bleibt es ein beachtliches Standardwerk und gibt eine kompetente Übersicht über "eingewanderte" Pflanzen, Pilze und Tiere. Sie ist in dieser Vollständigkeit eine sehr wertvolle Information.

Neobiota sind ursprünglich gebietsfremde biologische Arten, die einen geographischen Raum infolge direkter oder indirekter menschlicher Mitwirkung besiedeln, den sie ohne menschlichen Einfluss nicht hätten erreichen können. Der Begriff Neobiota wird konventionell nur auf Arten angewendet, die seit 1492, dem Entdeckungsjahr Amerikas, irgendwo eingewandert, eingeführt oder eingeschleppt wurden. Vielfach wird unterteilt nach Tieren (Neozoen), Pflanzen (Neophyten) und Pilzen (Neomyceten). Arten, die vor 1492 durch den Menschen gezielt oder passiv eingeführt oder eingeschleppt worden sind, z.B. während der Jungsteinzeit oder im Mittelalter, werden als Archäozoen, Archäophyten und Archäomyceten bezeichnet.

Die Pflanzen- und Tierwelt hat sich erst im Laufe der Erdgeschichte zu ihrer heutigen Zusammensetzung entwickelt und unterliegt auch weiterhin Veränderungen. Dieser Wechsel geht – von der Lebensspanne eines Menschen aus betrachtet – im Allgemeinen sehr langsam vor sich. Eine Beschleunigung erfuhr er bei Katastrophen, wie sie etwa durch Einschlag von Meteoriten auf der Erde oder durch Eiszeiten hervorgerufen wurden. Durch den wirtschaftenden Menschen wurde allerdings der Wechsel von Flora und Fauna in mehreren Etappen so stark beschleunigt, dass viele Autoren ihn als eine weitere, vom Menschen erzeugte Katastrophe mit den natürlichen Ereignissen in eine Reihe stellen. Ganz besonders gilt dies für das Zeitalter der Industrialisierung und Globalisierung, mit einer flächendeckenden Zunahme von Zersiedlung, von Übernutzung der Ressourcen, von Warenströmen und von Reiseverkehr.

Dieser Wandel zeigt sich sowohl im Rückgang und Aussterben als auch in der Verschleppung oder der absichtlichen Einführung und Einbürgerung von Organismen. Einschleppung und nachfolgende Ausbreitung von Sippen oder Taxa, die bislang noch nicht Teil der Flora oder Fauna Mitteleuropas waren, trägt zu einer Erhöhung der Sippenzahl und damit auch der biologischen Vielfalt bei. Häufig führen die vom Menschen verursachten Umweltveränderungen an vielen Orten jedoch zu einer Reduktion von Biodiversität. 


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Montag, 11. Oktober 2021

[ #Digitalisat ] Salomon Sulzer's SCHIR ZION online


Das kompositorische Hauptwerk des Hohenemser Reformrabbiners Salomon Sulzers, ist das in zwei Teilen erschienene "Schir Zion" (Gesang Zions) mit zum überwiegenden Teil selbst komponierten Werken für den gottesdienstlichen Gebrauch. 

Unter den frühen modernen Synagogenkomponisten hat Sulzer am radikalsten mit dem überkommenen jüdischen Chorstil gebrochen. Salomon Sulzer gelang es, den westeuropäischen Synagogengesang von den bloßen Schönheitsversuchen und Übertreibungen zu befreien und er war der erste Kantor, der Noten- und Harmonielehre vollständig beherrschte. Er schrieb Kompositionen, die alt und neu miteinander vereinten, und erstmals in der jüdischen liturgischen Musik Harmonien vorführten. Nur wenige Sulzers frühe Chorsätze lehnen sich an starke traditionelle Weisen an. In den meisten finden wir keine jüdische und keine christliche, sondern eine allgemein humane Religiosität, stille Andacht und fromme Stimmung etwa im Geist der zeitgenössischen Malerschule der "Nazarener". Die neuen Kompositionen wurden zum ersten Mal mit vierstimmiger Chorbegleitung geschrieben und beeinflussten den Gebetsstil in vielen Synagogen.

"Schir Zion", in dem alle Gebete des Jahres gesammelt sind, prägt den Synagogengesang bis in die heutige Zeit (shulmusic.org: "Sulzer's music, from mid-1800s, is still used in services all over the world") und ist für die Judenheit eine mit den Kantatenjahrgängen von Johann Sebastian Bach vergleichbare Sammlung gottesdienstlicher Musik.

Schir Zion I. In "Schir Zion I" ist musikalisch nur wenig genuin Jüdisches anzutreffen; die uralten, so genannten "Mi-sinai-Melodien" tauchen nur vereinzelt und entstellt auf; die einfache Dur-Moll-Harmonik und die Periodizität der Wiener Klassik dominieren. Siebenunddreißig Werke christlicher Komponisten wie Ignaz von Seyfried, Joseph Drechsler, Franz Volkert, Wenzel Wilhelm Würfel und allen voran Franz Schubert nahm Sulzer 1840 in sein "Schir Zion I" auf, ohne die Namen der Urheber zu verschweigen! Charakteristisch synagogal dagegen sind vor allem die Solorezitative für den Kantor und das responsoriale Wechselspiel zwischen Kantor und Chor, das die traditionelle Teilnahme der Gemeinde am Gottesdienst stilisiert. Einen real praktizierten Gemeindegesang lehnte Sulzer, der einer rein künstlerischen Ästhetik huldigte, energisch ab.

Schir Zion II. In "Schir Zion II" (1866) nimmt die Tradition allerdings wieder einen größeren Raum ein. Es waren schließlich Chasanim aus dem von Sulzer und seinesgleichen gering geschätzten, orthodox-konservativen Osteuropa, die ihn in Kontakt mit der in Polen und Russland noch liebevoll gepflegten traditionellen Chasanut brachten. Sie waren nach Wien zu dem respektvoll bewunderten Kantor gekommen, um sich den neuen Stil anzueignen und hinterließen ihrerseits markante Spuren, die sich in "Schir Zion II" nachhaltig bemerkbar machten. 163 von insgesamt 372 Nummern tragen die Bezeichnung "A. W." ("Alte Weise"). Der größere Teil dieser 163 ist natürlich für den Vortrag des Kantors bestimmt, und beeindruckten diese Gesänge und Rezitative die Zeitgenossen als eigenartig und "orientalisch". Sulzers Version von Jehuda Halevis berühmtem Zionslied erinnerte 1866 den Musikkritiker der "Neuen Freien Presse" Eduard Hanslick an den Muezzin der Türken und offenbarte ihm die Verwandtschaft jüdischen und orientalischen Gesangstils. Neben dem kompositorischen Hauptwerk "Schir Zion" in zwei Teilen existieren noch der Band "Dudaim" (1860) mit Chören für Kleinstbesetzung und eine Fülle von Gelegenheitsarbeiten weltlicher Natur.


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Donnerstag, 7. Oktober 2021

[ #eText ] MINT-Frauen: Lise Meitner - Die Österreichische Kernphysikerin


"Lise Meitner (* 17. November 1878 in Wien; † 27. Oktober 1968 in Cambridge) war eine österreichisch-schwedische Kernphysikerin. 


Unter anderem lieferte sie im Januar 1939 zusammen mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten."
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[ #eLexika ] Glossar: Rhetorische Bilder und Figuren


Der Anwendungsbereich rhetorischer Figuren ist vielfältig: von Präsentationen eines Themas vor einem Publikum, dem Schreiben eines Artikels, über Verwendung in der gehobenen Alltagssprache, Werbung oder in der Kunst. 

Sie belegen, dass Sprache mehr ist als eine banale Aneinanderreihung von Worten.
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