Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung. Leider gerade wieder aktuell. Free eBook.Die EU-Grundrechtecharta unterstreicht „die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität“ und verbietet Diskriminierungen „wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Weltanschauung, der Zugehörigkeit zu nationalen Minderheiten, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung.“
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[Free eText] Zitat: "... Wenn Toleranz in erster Linie dem Schutz und der Erhaltung einer repressiven Gesellschaft dient, wenn sie dazu herhält, die Opposition zu neutralisieren und die Menschen gegen andere und bessere Lebensformen immun zu machen, dann ist Toleranz pervertiert worden. ..."
Essay. In seinem 1965 erschienenen Essay zur Repressiven Toleranz, den Studenten der Brandeis University zugeeignet, formuliert Marcuse Gedanken, die großen Einfluss auf die Studentenbewegung in den USA und in Europa hatten. Mit seinen Hauptwerken "Triebstruktur und Gesellschaft" (1955), "Der eindimensionale Mensch" (1964) und "Autorität und Familie" (1933) gehört der Essay "Repressiven Toleranz" (1965) zu seinen wichtigsten Beiträgen zur Kritischen Theorie. Eine These Herbert Marcuses war, dass im Spätkapitalismus die technischen Voraussetzungen für eine Welt ohne Hunger und harter Arbeit, in der alle Menschen in Wohlstand, Glück und Frieden leben, gegeben sind, dass die technischen Errungenschaften jedoch in eine Macht der Destruktion, Herrschaft, Kontrolle und Manipulation umschlagen, die positive Veränderungen verhindert. Es entstehen zugleich Befreiungs- und Unterdrückungspotenziale. Während Marcuses Gedanken vom Sozialistischen deutschen Studentenbund aufgriffen werden und damit das Streben nach einer besseren neuen Gesellschaftsordnung begründen, werfen Kritiker Marcuse vor, dass er den Gedanken des politischen Pluralismus zugunsten einer Parteilichkeit verwirft. Insbesondere kritisiert wird Marcuses Forderung, dass Intoleranz auch gegenüber dem Denken, der Meinung und dem Wort geübt werden solle (Intoleranz vor allem gegenüber den Konservativen und der politischen Rechten).
Kritische Theorie. So wird die Philosophie der Frankfurter Schule genannt, das ist eine sozialphilosophische Richtung, die von Max Horkheimer und Theodor Wiesengrund Adorno begründet wurde. Sie ist aus dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt a. M. hervorgegangen und wurde nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 in die USA verlegt. Die Vertreter dieser Schule versuchten die politische Ökonomie von Marx mit der Psychoanalyse von Freud zu einer kritischen Theorie über die kapitalistische Gesellschaft zu verbinden.
Biografie. Herbert Marcuse, geboren 1898 in Berlin, war ein Philosoph der "Frankfurter Schule". 1933 emigrierte er und lebte ab 1934 in den USA, wo er zeitweise an dem von Max Horkheimer geleiteten Institut für Sozialforschung mitarbeitete. Marcuse lehrte an der Havard University und an der University of California. In seinen theoretischen Schriften verband er die Hegelsche Dialektik mit marxistischer Philosophie, einer dialektischen Geschichtstheorie und z.T. der Trieblehre Freuds. Sein Aufruf zur radikalen Oppposition gegen die bestehende Ordnung ließ ihn in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre zum geistigen Führer der studentischen Linken werden. Marcuse starb 1979 in Starnberg.
Am 19. Juli 1898 wird Marcuse in Berlin als erster Sohn eines wohlhabenden jüdischen Textilfabrikanten geboren.
1916 Infolge der Kriegsereignisse legt Marcuse das Notabitur ab und wird zum Reichsdienst eingezogen.
1917-18 Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD).
1919-23 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin und Freiburg/Breisgau. Promotion in Freiburg mit der Dissertation: Der deutsche Künstlerroman.
1923-29 Buchhandels- und Verlagstätigkeit in Berlin.
1929 Rückkehr nach Freiburg, um bei E. Husserl und M. Heidegger weiterzustudieren.
1932 wird Marcuse durch Vermittlung Husserls Mitarbeiter im Genfer Büro des Instituts für Sozialforschung, nachdem ein Habilitationsversuch bei Heidegger gescheitert ist.
1934 Emigration in die USA, Mitarbeit beim ebenfalls nach New York übersiedelten Institut für Sozialforschung bis 1942.
1942-50 Abteilungsleiter im Office of Strategic Services in Washington, der US-Spionageabwehrbehörde, später Leiter der Europaabteilung.
1950-52 Lektor in Soziologie und Senior Fellow am Russian Institute der Columbia University in New York.
1952-54 Senior Fellow am Russian Research Center der Harvard University in Cambridge Mass.
1954 Professur an der Brandeis-University in Waltham Mass. für Politikwissenschaften.
1964 Berufung auf den Lehrstuhl für Sozialphilosophie an der University of California in San Diego.
1965 Honorarprofessor an der Freien Universtät Berlin.
Am 29. Juli 1979 stirbt Marcuse während eines Deutschlandbesuches in Starnberg.
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[Free eBook/PDF] Das vorliegende Working Paper beruht auf einer dreiteiligen Vortragsreihe am Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung in Köln im Februar 2009. Autor des Papers ist Christoph Deutschmann, Professor für Soziologie an der Universität Tübingen.
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Das seit 1961 jährlich erscheinende Archiv für Sozialgeschichte ist eine der großen, international anerkannten geschichtswissenschaftlichen Fachzeitschriften.
Es widmet sich der neueren Gesellschaftsgeschichte Deutschlands, Europas und Nordamerikas. Jeder Band enthält Aufsätze zu einem bestimmten Rahmenthema sowie umfangreiche Forschungsberichte und Sammelrezensionen zu den aktuellen Trends der Geschichtsschreibung. Einzelbesprechungen werden online veröffentlicht.
Retrodigitalisat. Das Archiv für Sozialgeschichte sowie die weiteren Reihenveröffentlichungen sind über den Buchhandel zu beziehen. Die Zeitschrift ist jedoch nun auch online als Volltext zugänglich mit Ausnahme der jeweils aktuellen drei Jahrgänge. Seit Anfang 2009 steht das Archiv für Sozialgeschichte in retrodigitalisierter Form zur Verfügung mit einer moving wall von drei Jahren. Die jeweils aktuellen drei Jahrgänge sind ausschließlich in gedruckter Form über den Buchhandel zu beziehen, stehen aber mit Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassungen auf deutsch, englisch und französisch sowie den Angaben zu den beteiligten Autoren/innen zur Verfügung.
Neben der Freitextsuche, welche die Recherche nach beliebigen Begriffen im Volltext erlaubt und dabei gleichzeitig auch die bibliografischen Titeldaten durchsucht, kann man auch eine einfache Suchstrategie nach den Titeln des Archiv für Sozialgeschichte verfolgen oder einfach die verschiedenen Jahrgänge durchblättern.
Die Rezensionen sind über eine Schnellsuche und eine Expertensuche recherchierbar. Darüber sind sowohl die digitalisierten Einzelrezensionen, Sammelrezensionen/Forschungsberichte wie auch die ausschließlich online erschienenen Rezensionen (seit 2000) recherchierbar.
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Der Schlüssel zum Lernen einer Organisation ist das Lernen und Weiterbilden des einzelnen Akteurs. Eine Reihe von online zugänglichen Arbeiten liefern neben dem 'Warum' und dem 'Wie' auch besonderes Augenmerk auf eine Klärung der Begrifflichkeiten und grundlegenden Verfahren.
Wir haben hier einige Online-Texte gesammelt und als Links bereit gestellt.
Wege in die Wohnungslosigkeit: eine qualitative Untersuchung
[Dissertation/PDF] Die Dissertation untersucht die Herkunft und Entwicklung von Wohnungslosigkeit. Hierzu wurden biographische Interviews mit über 30 wohnungslosen Männern aus München durchgeführt und ausgewertet.
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Free eBook. Vorliegendes Buch soll allen, die nicht selbst am Kongress* teilnehmen konnten, die Möglichkeit bieten, die wichtigsten Argumente selbst nachzuvollziehen. Es soll auch der Beginn einer künftig zu vervollständigenden Buchreihe sein. Im Anhang des vorliegenden Bandes wird ein erster Arbeitsstand der Expertenkommission zum Begriff der Inklusion dokumentiert.
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