Duden online hat das kostenlose Contentangebot mit Wörterbuchinhalten von Duden im Netz online gestellt: Duden online.
Über eine komfortable Suchfunktion auf der neuen Startseite von www.duden.de können Internetnutzer schnell und unkompliziert auf zuverlässige, dudengeprüfte Informationen zu allen relevanten Fragen der deutschen Sprache zugreifen.
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Viele Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage, Texte vollständig zu erfassen.
Dies kann zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten bzw. kognitiven Einschränkungen oder auch Menschen mit einer anderen Muttersprache betreffen. So wird Sprache zu einer Barriere. Diese trifft auch auf eine große Zahl von Grundschulkindern und eine immer größer werdende Zahl von Eltern.
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[eLexika] Der Datenbestand von woerterbuch.info hat bereits die Grenze von 3.750.000 Einträgen überschritten.
Es stehen bereits über 3.750.000 Übersetzungen und Synonyme (2.150.000 Übersetzungen und deutlich über 1.600.000 Synonyme) in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch zur Verfügung. Die FAZ bewertete das Online-Wörterbuch Englisch schon vor vielen Jahren mit 4,5 von 5 Sternen (Note "ausgezeichnet").
Services.Auf dieser Seite besteht auch die Möglichkeit, eine automatische Volltext-Übersetzung von Texten mit einer Länge von bis zu 250 Zeichen durchzuführen, freilich mit den mit einer maschinellen Übersetzung verbundenen Mängeln und Risken. Aber immerhin eine Hilfe.
Ebenso kann kostenlos eine Toolbar für den Internet Explorer, Search-Plugins für Mozilla, Netscape und Firefox, eine Sidebar für Maxthon oder ein Dashboard-Widget für den Mac heruntergeladen werden. Sie ermöglicht bequem von überall im Internet eine direkte Suche aus dem Browser, ohne vorher die Suchseite aufrufen zu müssen. Sämtliche Tools können parallel zu anderen Toolbars, Plugins und Widgets installiert werden.
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Das Elsbethner "Dirndl", die Pinzgau "Mötzn", die Südtiroler "Gitsche" und die Bregenzerwälder "Schmelg".
Für all diese Dialektausdrücke aus dem Alpenraum gibt es im Hochdeutschen einen einzigen Begriff: Mädchen. Das ist nur ein Beispiel aus dem neuen Dialektatlas, der die Vielfalt der deutschsprachigen Arge-Alp-Länder dokumentiert und im Internet anzuhören ist.
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[eLexika] E-Government, Guichet virtuel, New Public Management: Wissen alle, worum es geht?
Nicht nur für alle öffentlichen Verwaltungen ist es von zentraler Bedeutung, dass die Texte, die sie für die breite Öffentlichkeit verfassen, leicht verständlich sind. Nur so können die Bürgerinnen und Bürger ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen. Auch wer Dienstleistungen der Verwaltung in Anspruch nehmen will, das heisst, wer beispielsweise auf elektronischem Weg ein Gesuch stellen will, muss die Handlungsanleitungen dazu verstehen.
Schweizer Bundeskanzlei.Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Schweizer Bundeskanzlei hat sich zur Aufgabe gemacht, zu einem bewussteren Umgang mit der Sprache anzuregen; sie befasst sich mit diesem Aspekt der Verständlichkeit, der Wortwahl und hier namentlich mit den Fremdwörtern (vorwiegend Anglizismen): Wie soll man mit Anglizismen, aber auch mit Entlehnungen aus anderen Sprachen umgehen? Sind sie einfach als unumgänglich zu akzeptieren? Soll man sie eindeutschen? Oder gibt es auch Zwischenlösungen? Mit diesen Fragen und anderen mehr beschäftigt sich die erwähnte Arbeitsgruppe, der Linguistinnen und Linguisten, Redaktorinnen und Redaktoren und Informationsverantwortliche aus der Bundesverwaltung angehören.
Dafür wurden nicht nur Empfehlungen ausgesprochen sondern auch ein umfangreiches wachsendes Glossar als interaktive Datenbank angelegt.
Wenn Sie den englischen Ausdruck «spin doctor» in einem deutschen Text verwenden wollen, empfehlen wir folgende Schreibweisen: ⇒ Spindoctor; ⇒Spin-Doctor; ⇒«spin doctor».
Wenn Sie den Anglizismus vermeiden möchten und der Kontext stimmt, können Sie zum Beispiel das folgende deutsche Wort verwenden: ⇒Kommunikationsberater oder Kommunikationsberaterin
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Das Projekt hat zum Ziel, ein umfassendes multimediales elektronisch vernetztes Informationssystem zur deutschen Grammatik bereitzustellen, auf das weltweit über das Internet zugegriffen werden kann. Das System soll der Erschließung wichtiger Ergebnisse der Arbeiten der Abteilung Grammatik des IDS für die breite Öffentlichkeit dienen.
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Es ist eigentlich ein fertiger Skandal: In Österreich leben rund eine Millionen erwachsene Analphabeten.
Daher ist der Bedarf an Materialien zum Erlernen der Schrift gestiegen. Der vorliegende Band "Rechtschreibwortschatz für Erwachsene" wird dankenswerterweise vim Universitätsverlag Winter aus Heidelberg als Open Access zur Verfügung gestellt. Er ist begleitend für den Rechtschreibunterricht von (vor allem) Erwachsenen gedacht, die Deutsch auf einem (nahezu) muttersprachlichen Niveau beherrschen.
Einen Grundwortschatz um mit diesem das Schreiben zu erlernen, scheint aus verschiedenen Gesichtspunkten sinnvoll:
Der Rechtschreibwortschatz enthält Modellwörter, mit welchen die Systematik und die Irregularitäten der deutschen Orthographie erlernt werden können
Lehrkräften kann das Erstellen von neuem Übungsmaterial durch den annotierten Wortschatz erleichtert werden.
Mit Hilfe eines überschaubaren Grundwortschatzes kann das Nachschlagen in einer Wörterliste erlernt werden.
Die systemische Beschreibung des Rechtschreibwortschatzes, insbesondere durch seine orthographische Annotation und die Kennzeichnung von Lernstellen, stützt sich größtenteils auf die Darstellung der deutschen Orthographie im ‚Rahmencurriculum Schreiben‘ (RCS) des Deutschen Volkshochschulverbandes. Außerdem lehnt sich der vorliegende Wortschatz an Themen an, die sich aus dem alltäglichen Leben ableiten.
Lehrende finden in diesem Band gezielt reichlich Material zum Üben im Unterrichtskontext und können bei Bedarf auch neues Übungsmaterial erstellen; sie sollen aber auch zusätzlich vermitteln, dass sie selbst als Experten von Fall zu Fall in Wörterlisten nachschlagen müssen. Für den Lerner soll der Rechtschreibwortschatz dazu beitragen, die Eigeninitiative zu fördern und zu selbständigem praktischen Üben ermutigen.
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"Die Begriffe, die man sich von was macht, sind sehr wichtig. Sie sind die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann." sagt Bert Brecht.
Und so ist das "Buch der Begriffe" ein ungewöhnliches Wörterbuch zu Fragen von Behinderung und Integration, eine Griffleiste - wenn man bei Bert Brecht bleiben will. Gedacht ist es nicht zuletzt für Journalisten und Interessierte aus der Medienbranche, die sich hier Basiswissen für publizistische Arbeiten abseits der Klischees holen können. Heute in den Tagen des Bürgerjournalismus ist es eigentlich ein Must für die Blogger. Den Barrierefreiheit ist zuerst auch eine Frage der Sprache.
... an den Rollstuhl gefesselt Diese Redewendung ist nach wie vor sehr beliebt, vor allem auch in Medienberichten. Rollstuhlfahrer/innen empfinden sie aber als unangebracht, da sie nicht "gefesselt" sind. Im Gegenteil: Der Rollstuhl bedeutet Mobilität. Hinter dem Wort "Fessel" verbergen sich Assoziationen zu "Gefängnis" oder "schreckliches Schicksal", die Ängste und Projektionen bei nichtbehinderten Menschen auslösen. Durch das Sprachbild werden Menschen nicht nur auf ihre Behinderung reduziert, auch eine Einschränkung der geistigen Mobilität schwingt bisweilen mit. Stattdessen kann einfach gesagt werden: Personen "benutzen einen Rollstuhl" oder "sind auf den Gebrauch eines Rollstuhls angewiesen".
Das Nachschlagewerk listet nicht nur eine beispielhafte Reihe von Begriffen und Redewendungen auf, die Menschen mit Behinderungen sprachlich diskriminieren. Es bietet auch Anleitungen für einen nicht-diskriminierenden, respektvollen Sprachgebrauch und erläutert dazu wichtige Fachbegriffe. Denn auch behinderte Menschen wollen selbstbewusst, selbstbestimmt und selbstverständlich wahr- und ernstgenommen werden.
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Ein Akronym ist ein Sonderfall der Abkürzung: Ein Kurzwort aus zusammengerückten Anfangsbuchstaben.
Es gibt zwei konkurrierende Definitionen des Begriffs.
1. Den großen Wörterbüchern des Deutschen zufolge, z. B. Duden und Wahrig, ist ein Akronym ein Kurzwort, das aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter zusammengesetzt ist, wobei EDV (elektronische Datenverarbeitung) als Beispiel genannt wird, da sie aus den Anfangsbuchstaben der ihnen zugrunde liegenden Ausdrücke bestehen.
Keine Akronyme sind demnach: Abk., lt., Betr. oder kpl.
2. In Fachlexika der Linguistik finden sich weitere Definitionen: „Aus den Anfangsbuchstaben oder -silben einer Wortgruppe oder eines Kompositums gebildete Abkürzung, die als Wort verwendet wird.
Chemische Verbindungen. In der gegenständlichen Datenbank kann man sowohl Akronyme als auch Abkürzungen nachschlagen. Besonders fein, dass Abkürzungen von Namen chemischer Verbindungen, die vielleicht mit Ausnahme weniger (wie etwa "H²O") dem Durschnittsbürger weniger geläufig sind. Es ist ja faktisch eine Art "Geheimsprache" zumindest eine eigene Zeichensprache, denn die chemische Formel H"O ist nicht einfach gleich Wasser sondern hat drei Bedeutungen:
Ist sie eine Abkürzung für Wasser = Wasserstoffoxid.
Ist sie ein Kurzzeichen für 1 Molekül Wasser und
sagt die Formel, dass ein Molekül Wasser die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff im Verhältnis 2:1 enthält.
Punkt(los). Spricht man eine Abkürzung auch abgekürzt aus wie z.B. UNO, wird diese nie mit einem Punkt oder Leerzeichen geschrieben. Abkürzungen, welche als volles Wort ausgesprochen werden (z.B., Dr., betr.) so werden sie mit einem Punkt gekürzt.
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In dem Bereich - "basix" - von "mediensprache.net" geht es um grundlegende linguistische Inhalte, um Basics eben, die für eine Medienlinguistik ebenso wichtig sind wie für andere linguistische Teildisziplinen. Dies macht das Angebot auch für alle diejenigen interessant, die mit Sprache im Alltag und Beruf zu tun haben. Das gilt sowohl für professionelle Journalisten als auch der steigenden Zahl von Bürgerjournalisten.
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Wenn man von «Deutsch» spricht ist nicht immer dasselbe Deutsch gemeint. Bei genauerem Hinsehen wird das, was von außen manchmal «deutsch und deutlich» aussieht, immer undeutlicher. Dies gilt gerade für die Schweiz, wo verschiedene Varianten der deutschen Sprache in Gebrauch sind und wo Sprachenfragen seit jeher mit Vehemenz diskutiert werden.
Der Sprachwissenschaftler Daniel Elmiger bietet mit «Deutsch undeutlich» eine Begriffsreise durch die vielfältige Schweizerdeutsche Sprachlandschaft in Form eines Glossars. Es umfasst die wichtigsten Bezeichnungen für das Deutsche. Insgesamt sind es über 80 Einträge, die jeweils etymologisch gedeutet, definiert und erklärt werden: von Aargauerdeutsch bis Denglisch, von Gäggelideutsch, Jenisch, Jiddisch und Kuhdeutsch bis Walser-, Zuger- und Zürichdeutsch.
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Beachte dort auch weitere Informationen zum Thema unter "Nachschlagen A-Z".
21.5.22 [Letzte Aktualisierung,
online seit 10.5.19]
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Vorwort
Helen Christen 9
Zur Publikation
Manuela Cimeli 11
Einleitung 13
Das Glossar 15
August Methusalem Georg Büchmann (* 4. Januar 1822 in Berlin; † 24. Februar 1884 in Berlin-Schöneberg) war ein deutscher Philologe. Sein Werk "Geflügelte Worte. Der Citatenschatz des deutschen Volkes" ist als "Der große Büchmann" seit 1864 ebenfalls ein Methusalem unter den Zitatensammlungen.
Der große Büchmann. Das Buch fand schon seinerzeit so lebhaften und dauerhaften Anklang, dass anfangs jährlich eine Neuauflage erforderlich war. Der Erfolg des "Büchmann" brachte es aber auch mit sich, dass Georg Büchmann bis in die Gegenwart hinein zahlreiche Nachahmer fand. Nichtsdestotrotz greift man noch gerne zum "Büchmann" wie auch Neuauflagen in den Verlagen Bertelsmann und Ullstein beweisen.
Die 19. (verbesserte und vermehrte) Auflage aus dem Jahre 1898 ist digitalisiert und kostenlos im Web.
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[eLexika] Mit bisher 17 abgeschlossenen Bänden und dem fast fertigen 16. Band, die zusammen rund 150 000 Stichwörter enthalten, ist das Schweizerische Idiotikon schon vor seinem Abschluss das umfangreichste Regionalwörterbuch im deutschen Sprachraum.
Es dokumentiert die deutsche Sprache in der Schweiz vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart, die älteren Sprachstufen genauso wie die lebendige Mundart. Geographisch umfasst das Bearbeitungsgebiet die deutsche Schweiz (ohne das bairischsprachige Samnaun) einschliesslich der Walserorte in Norditalien.
Es ist Arbeitsinstrument für verschiedenste Wissensgebiete wie Sprach-, Geschichts- und Rechtswissenschaft, Volks- und Namenkunde. Das Gesamtwerk wird 17 Bände umfassen. Auf den Abschluss hin sind Arbeiten an einem alphabetischen und einem grammatischen Gesamtregister in Gang. Überdies werden eine Kompaktausgabe (Volksausgabe) und eine Online-Ausgabe des Werks vorbereitet.
Träger ist der "Verein für das Schweizerdeutsche Wörterbuch", dessen Vereinszweck die Herausgabe und Finanzierung des Schweizerischen Idiotikons (Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache) ist.
Online. Das Idiotikon war 2008 online gegangen, vorerst mit zahlreichen Angaben zum Wörterbuch im Besondern und zum Schweizerdeutschen im Allgemeinen sowie mit einem elektronischen Gesamtregister der in den bisher erschienenen Bänden und Lieferungen enthaltenen Stichwörter. Seit Mitte September 2010 kann über das Internet auf alle bisher gedruckten Artikel des Idiotikons frei zugegriffen werden. Die Stichwörter sind über das elektronische Register erschlossen, das oft mehrere orthographische, mundartliche und historische Varianten berücksichtigt. Damit wird das seit dem Publikationsbeginn von Fachleuten immer wieder angesprochene Problem der schwierigen Auffindbarkeit der Wörter weitgehend beseitigt. Für 2022 ist der Abschluss der Publikation in insgesamt 17 Bänden geplant.
Ebenfalls Teil des Idiotikons sind die laufenden wissenschaftlichen Projekte ortsnamen.ch und Schweizer Textkorpus. Daneben werden im Institut Forschungsresultate der abgeschlossenen Projekte Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS), Kollokationenwörterbuch und Online-Lexikon zur diachronen Phraseologie digital aufbereitet und online publiziert.
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[eLexika] Dem Philologen und Nachrichtenexperten dient es zur Entschlüsselung verschlüsselter und zur Ergänzung verstümmelter Texte. Dem Linguisten bietet es eine fast vollständige Zusammenstellung der verschiedenen Wortbildungselemente, da in ihm alle Wörter mit den gleichen Suffixen und denselben letzten Bestandteilen systematisch verzeichnet sind.
Reverse Dictionary.Es überrascht fürs Erste, was man unter einem rückläufigen Wörterbuch versteht. Im Englischen benutzt man dafür den Ausdruck reverse dictionary, im Russischen den Ausdruck обратный словарь. Wie in einem normalen Wörterbuch sind alle Stichwörter alphabetisch angeordnet, aber – und daher der Name 'rückläufig' – nicht vom Wortanfang, sondern vom Wortende her. Während normale Wörterbücher alle Stichwörter linksbündig anordnen, werden in einem rückläufigen Wörterbuch die Stichwörter – der besseren Übersicht wegen – rechtsbündig angeordnet.
Vom Nutzen. Rückläufige Wörterbücher sind nützlich, wenn man Wörter nach ihren Endungen durchsucht, z.B., wenn man sich mit Suffixen befassen will. Es stellt somit eine unentbehrliche Materialsammlung auf dem wichtigen Gebiet der Wortbildungslehre dar. Die Lehrer an den Universitäten, Hoch-, Fach- und Oberschulen können mit seiner Hilfe wichtige Wortschatzübungen durchführen und erhalten durch das nahezu vollständige Wortmaterial und die zusammengeführten Wortfamilien authentische Auskünfte über die Häufigkeit und Produktivität bestimmter Wortbildungselemente. Den Sprach- und Informationsverarbeitern liefert es wichtiges Ausgangsmaterial für die automatische Übersetzung. Dem Dichter hilft es mit seinem vollständigen Vergleichsmaterial als Reimlexikon, in dem alle Reimwörter gleicher Schreibung sowie die so genannten Augenreime untereinander stehen. Ein rückläufiges Wörterbuch ist aber kein vollgültiger Ersatz für ein Reimlexikon, weil es nur gleich geschriebene, nicht aber gleich klingende Endungen enthält.
[eLexika] In OWID – einem Portal für wissenschaftliche, korpusbasierte Lexikografie – finden Sie Wörterbücher zum Deutschen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.
OWID(Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch) wendet sich an Linguisten wie an sprachlich interessierte Laien, indem es lexikografisch-lexikologische Informationen in einem System vereint, die in unterschiedlicher Weise für die eine oder andere Zielgruppe präsentiert werden.
Das Projekt OWID (Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch) - früher: elexiko-Portal - ist als lexikografisches Informationssystem ein langfristiges Großvorhaben des IDS mit dem Ziel, lexikografische und lexikologische Arbeiten des IDS (und perspektivisch auch externer Projekte) in computerlexikografisch angemessener Weise zugänglich zu machen. Gleichzeitig gilt es in OWID zu erforschen, wie die gemeinsame Präsentation unterschiedlicher lexikografischer Ressourcen unter einem Dach verbessert werden kann, wie die Ressourcen zu vernetzen sind und schließlich auch, wie Benutzer mit dieser neuen Form eines Wortschatzinformationssystems umgehen. Das Verständnis von lexikografischen Daten ist dabei weit gefasst, d.h. es kann sich sowohl um lexikografisch ausgearbeitete Artikel wie auch um Listen, die bestimmte Stichwortarten ergänzen, oder um automatisch erstellte Angaben handeln. Das Projekt OWID soll die Möglichkeiten der Computerlexikografie und Texttechnologie verbunden mit dem Publikationsmedium Internet nutzen, um ein neuartiges lexikografisches Portal zur korpusbasierten, wissenschaftlichen Lexikografie aufzubauen. Es soll damit lexikografische Arbeiten des IDS einer breiten Öffentlichkeit in innovativer Weise zugänglich machen. Alle Daten in OWID sind dabei nach Prinzipien der wissenschaftlichen Lexikografie neu erarbeitet, d.h. weder aus bestehenden Wörterbüchern kompiliert, noch aus gedruckten Wörterbüchern retrodigitalisiert.
In OWID sind folgende (neun) verschiedene elektronische Wörterbücher von Projekten des Instituts für Deutsche Sprache vereint.
elexiko: elexiko verfügt über eine sehr umfangreiche, korpusbasiert gewonnene Stichwortliste zum Deutschen mit über 300.000 Einträgen. Zu allen Stichwörtern finden Sie orthografische Angaben, zu den meisten automatisch gewonnene Textbelege. Darüber hinaus sind über 1.500 hochfrequente Stichwörter ausführlich lexikografisch beschrieben. Auf diese Stichwortmenge können Sie am einfachsten zugreifen, indem Sie unter „Stichwortliste filtern“ ausschließlich einen Haken an die „redaktionell bearbeiteten Artikel“ von elexiko setzen. Wenn Sie dann über die Buchstabenleiste navigieren, gewinnen Sie einen Überblick über diese ausführlichen Wortartikel.
Feste Wortverbindungen: Hier sind Ergebnisse der korpusgesteuerten Mehrwortforschung veröffentlicht, die sich für eine Präsentation in OWID eignen. Die Wortartikel haben unterschiedliche linguistische Beschreibungstiefen und Darstellungsformate. Derzeit sind etwa 130 Mehrwortartikel in OWID enthalten.
Sprichwörterbuch: Das Wörterbuch umfasst 300 Artikel zu aktuell üblichen Sprichwörtern des Deutschen. Es ist die erste empirisch abgesicherte und nach Kriterien der wissenschaftlichen Lexikografie erarbeitete Onlinedokumentation eines Kerninventars aktuell gebräuchlicher deutscher Sprichwörter.
Kommunikationsverben: Das Wörterbuch enthält 241 Artikel zu deutschen Verben, die kommunikative Handlungen bezeichnen. Der Schwerpunkt liegt auf Sprechaktverben.
Kleines Wörterbuch der Verlaufsformen des Deutschen: Dieses Wörterbuch präsentiert in über 900 Einträgen Korpusbelege zur Verwendung deutscher Verben in drei verschiedenen Verlaufsformenkonstruktionen. Jeder der mehr als 5000 Belege enthält Informationen zur Belegherkunft und zu grammatischen Eigenschaften der jeweiligen Verlaufsform. mehr »
Deutsches Fremdwörterbuch: Retrodigitalisierung des 1913 von Hans Schulz begonnenen, von Otto Basler weitergeführten und am Institut für Deutsche Sprache bis 1988 fertiggestellten, seit 1990 neu erarbeiteten Standardwerks der deutschen historischen Fremdwortlexikographie. Das Angebot erstreckt sich derzeit auf die aktuelle Neubearbeitung, wird aber durch die gesamte erste Auflage ergänzt werden.
Neologismenwörterbuch: Das Wörterbuch präsentiert in über 1.700 Wortartikeln den in die Allgemeinsprache eingegangenen neuen Wortschatz der 90er-, Nuller- und Zehnerjahre. Die Stichwörter und Daten werden kontinuierlich ergänzt und aktualisiert.
Schulddiskurs 1945–55: Das Wörterbuch verzeichnet 85 Haupt- und über 200 Unterstichwörter zum Schulddiskurs im ersten Nachkriegsjahrzehnt. Jeder Artikel ist mit einem umfangreichen Beleganhang versehen. Der hier dargestellte Wortschatzbereich wurde aus einem breit angelegten Korpus von Texten erarbeitet, die in den Jahren 1945-55 erschienen sind.
Protestdiskurs 1967/68: Das Wörterbuch verzeichnet 88 Haupt- und über 200 Unterstichwörter zum Protestdiskurs der Jahre 1967/68. Es fasst die lexikalisch-semantischen Aspekte der Untersuchung „Aspekte des Demokratiediskurses der späten 1960er Jahre. Konstellationen - Kontexte - Konzepte“ im Format eines Diskurswörterbuchs zusammen.
Schlüsselwörter 1989/90: Das retrodigitalisierte Wörter-Buch zum öffentlichen Sprachgebrauch während der Wendezeit beschreibt in 16 thematisch gegliederten Kapiteln umfassend den Gebrauch von ca. 150 Stichwörtern, darunter vielen Schlüsselwörtern, dem Kernbereich von insgesamt mehr als 1000 behandelten Lexemen.
Im Rahmen von OWID wird daneben die Online-Bibliografie zur elektronischen Lexikografie (OBELEX) entwickelt und kontinuierlich erweitert. In OBELEXmeta werden durch systematische Auswertung bestimmter Quellen einschlägige metalexikografische Aufsätze, Monografien, Sammelbände und Rezensionen zu digitalen Wörterbüchern aufgenommen, die nach Schlagwörtern, behandelten Sprachen, Titel, Autoren und Erscheinungsjahr recherchiert werden können. Ergänzt wird diese metalexikografische Bibliografie durch OBELEXdict, eine Datenbank zu Onlinewörterbüchern, in der über 17.000 Onlinewörterbücher nach bestimmten inhaltlichen Kriterien durchsucht werden können.
Der sprechende Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (mit angrenzendem Oberbayern) zeigt in der nahen Umgebung Vorarlbergs häufig gleiche oder ähnliche Ausdrucksweisen. Der südliche Teil des Allgäus im Sprachatlas beruht im Wesentlichen auch auf dem Vorarlberger Sprachatlas (Hrg. Eugen Gabriel / Hubert Klausmann).
Die diesem Projekt zugrundeliegenden Karten stammen aus dem "Kleinen Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben". Er ist 2007 im Wißner-Verlag in Augsburg erschienen und bietet auf ca. 180 Karten und dazugehörigen Kommentaren einen wissenschaftlich fundierten und dennoch auch für den Laien verständlichen Überblick über die Vielfalt der Dialekte Bayerisch-Schwabens.
Vorarlberger Sprachatlas. Dieser populäre Atlas beruht wiederum auf dem Material von zwei Sprachatlanten, die als inzwischen abgeschlossene wissenschaftliche Grundlagenwerke die Vielfalt der Dialekte von Bayerisch-Schwaben darstellen:
Den südlichen Teil des Allgäus bis zur Höhe von Kempten beschreibt der Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein, Westtirols und des Allgäus, der von Eugen Gabriel und Hubert Klausmann bearbeitet wurde und dessen fünf Bände von 1985 bis 2006 in Bregenz erschienen sind.
Der nördlich daran anschließende Teil ist vom Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben (hrg. von Werner König, Heidelberg 1996 bis 2009, 14 Bände) bearbeitet worden.
Basis für diese beiden Atlanten waren jeweils einwöchige Aufnahmefahrten zu ca. 300 Orten in ganz Bayerisch-Schwaben sowie in angrenzende Orte des westlichen Oberbayern und des südlichen Zipfels von Mittelfranken. Sie erbrachten für jeden Ort vergleichbares Datenmaterial von mindestens 2.300 in phonetischer Schrift festgehaltenen Dialektsequenzen.
Die für den 'Sprechenden Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben' verwendeten Tondokumente aus 30 Orten wurden 2011 von Brigitte Schwarz neu aufgenommen und bearbeitet.
(Retrodigitalisat) Das 32bändige Wörterbuch gibt es für alle, die nur eine Garçonnière bewohnen nicht nur platzsparend als CD sondern als kostenloses Online-Angebot. Jakob Grimm verfocht eine durchgängige Kleinschreibung und bedauerte "den albernen gebrauch großer buchstaben für alle substantiva". Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch.Wer gerne die Bedeutung alter Wörter nachschlägt, ist beim berühmten Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm, den bekannten Geschichtenerzählern richtig. Es ist eines der umfangreichsten Wörterbücher überhaupt. In über hundert Jahren wurde ihre Vorarbeit auf insgesamt 16 Bände ausgeweitet. Als es am 4. Jänner 1961 - nach 123 Jahren - fertiggestellt war, war der letzte Band der 32.! Die Neubearbeitung hat jedoch gleichzeitig mit dem Abschluss der Arbeit begonnen. Ein zusätzlicher Quellenband erschien 1971.
Für den Hausgebrauch kaum nutzbar. Das umfangreiche Werk gibt es allerdings auch handlich als CD-ROM, oder ganz einfach im Internet. Darin kann auch online geblättert werden. Gesucht werden kann ein Begriff entweder per Stichworteingabe oder ganze einfach nach dem Alphabet (etwas unscheinbar, auf der linken Seite). Und weil es sich hier um ein mächtiges und wichtiges Werk handelt, reagieren manche Browser etwas behäbig. Warten lohnt sich aber.
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15.1.17 [Letzte Aktualisierung, online seit 3.1.09]
Glückliches China.Dass es zu dieser elektronischen Fassung kam, kommt einem zweiten Wunder gleich. Zu verdanken ist es einem engagierten Team von Informatikern und Geisteswissenschaftlern um den Germanisten Kurt Gärtner im "Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier", das sämtliche Probleme im Zusammenhang mit der Digitalisierung des "Grimm" lösen musste: Scannen kam nicht in Frage, denn die Fehlerquote wäre bei einer Schriftgröße von nur 7 Punkt, bzw. 6 Punkt für die Zitate, zu hoch gewesen. Also entschied man sich in Trier für die Methode der doppelten Eingabe: Das bedeutete, dass gleich zweimal sämtliche 300 Millionen gedruckte Zeichen per Tastatur eingegeben werden mussten, der automatische Abgleich beider Versionen sollte dann die dabei entstehenden Fehler erkennen.
Das Kompetenzzentrum vergab den Auftrag nach China, weil deutschsprachige Erfasser/innen unwillkürlich Fehler in die Dateien geschrieben hätten. Sie hätten womöglich aus einem mittelhochdeutschen "frouwe" ohne es selbst zu merken "frauwe" werden lassen, Fehler, die man dann erst aufwändig wieder herauskorrigieren müsste. Da es aber um eine buchstaben- und zeichengetreue Umsetzung geht, die so präzise ist, dass sie Linguisten absolute Zuverlässig- und Zitierbarkeit garantiert, kam nur China in Frage. Bereits den Schreibanfängern wird dort eingeprägt, auch die kleinste Veränderung in ihrem komplizierten Schriftsystem wahrzunehmen. Jedes fehlende oder hinzugefügte Detail kann die Bedeutung eines Zeichens vollständig verändern.
Was in Nanjing getippt wurde, musste dann vom Team in Trier abgeglichen, neu systematisiert, um spezielle Kodierungen und exotische Sonderzeichen ergänzt und in international standardisierte Beschreibungssprachen überführt werden. So entstand eine digitale Fassung, deren Text der Druckversion nicht nur in seiner Handhabbarkeit überlegen ist: Er wurde auch gleich um eindeutige Druckfehler im Deutschen bereinigt und ist damit der neue Standard für jeden Wortforscher, der sich mit der Geschichte der deutschen Sprache beschäftigt.
Kleinschreibung. A propos Rechtschreibreform: Jakob Grimm verfocht eine durchgängige Kleinschreibung. Im Vorwort zum deutschen Wörterbuch betont er, daß die Fraktur erst "den albernen gebrauch großer buchstaben für alle substantiva" veranlaßt habe:
19. Schreibung und druck.
Es
verstand sich fast von selbst, dasz die ungestalte und häszliche
schrift, die noch immer unsere meisten bücher gegenüber denen aller
übrigen gebildeten völker von auszen barbarisch erscheinen läszt, und
einer sonst allgemeinen edlen übung untheilhaftig macht, beseitigt
bleiben muste.
Leider nennt man diese verdorbne und geschmacklose
schrift sogar eine deutsche, als ob alle unter uns im schwang gehenden
misbräuche zu ursprünglich deutschen gestempelt, dadurch empfohlen
werden dürften. nichts ist falscher, und jeder kundige weisz, dasz im
mittelalter durch das ganze Europa nur éine schrift, nemlich die
lateinische für alle sprachen galt und gebraucht wurde. seit dem
dreizehnten, vierzehnten jahrhundert begannen die schreiber die runden
züge der buchstaben an den ecken auszuspitzen und der beinahe nur in
rubriken und zu eingang neuer abschnitte vorkommenden majuskel schnörkel
anzufügen.
Die erfinder der druckerei gossen aber ihre typen
ganz wie sie in den handschriften üblich waren und so behielten die
ersten drucke des 15 jh. dieselben eckigen, knorrigen und scharfen
buchstaben, gleichviel ob für lateinische oder deutsche und französische
bücher bei. mit ihnen wurden dann auch alle dänischen, schwedischen,
böhmischen, polnischen bücher gedruckt. dennoch führte in Italien, wo
die schreiber der runden schrift treuer geblieben waren und schöne alte
handschriften der classiker vor augen lagen, schon im 15 jh. in vielen
druckereien ein reinerer geschmack die unentstellten buchstaben für die
lateinische oder vulgare sprache zurück, und nun lag es an den andern
völkern diesem beispiel zu folgen. beim latein gab es keinen ausweg, und
im 16 jh. drang auch für die aus französischen und deutschen pressen
hervorgehenden classiker die edle schrift durch, die gelehrten hielten
darauf. dagegen bestand die schlechte für das volk, das sich an sie
gewöhnt hatte, fort, in Frankreich eine zeitlang nur, in Deutschland
entschieden und durchaus, hiermit war ein schädlicher unterschied
zwischen lateinischen und vulgarbuchstaben festgesetzt, der nicht nur in
den druckereien galt, sondern auch in den schulen angenommen wurde.
deutsch aber kann diese vulgarschrift immer nicht genannt werden, da sie
auszer Deutschland auch in England, in den Niederlanden, in
Scandinavien und bei den Slaven lateinischer kirche herschte. Engländer
und Niederländer entsagten ihr allmälich ganz, die Polen haben sich
gleichfalls von ihr losgerissen, die Böhmen und Schweden heutzutage
meistentheils, sie besteht gegenwärtig nur, auszerhalb Deutschland, in
böhmischen und schwedischen zeitungen, in Dänemark, Liefland, Littauen,
Estland und Finnland, wo doch alle schriftsteller geneigt sind, zur
reinen lateinischen schrift überzutreten, auch meistens schon
übergetreten sind ...
... Alle schrift war ursprünglich majuskel,
wie sie in stein gehauen wurde, für das schnelle schreiben auf papyrus
und pergament verband und verkleinerte man die buchstaben, wodurch sich
die züge der minuskel mehr oder minder abänderten. aus den mit dem
pinsel hinzugemahlten initialen der handschriften entsprang die
verbogene und verzerrte gestalt der majuskel, die in den ältesten
drucken auch noch nicht gesetzt, sondern mit farbe eingetragen wurde. in
lateinischen büchern blieben auszer den initialen nur die eigennamen
durch majuskel hervorgehoben, wie noch heute geschieht, weil es den
leser erleichtert. im laufe des 16 jh. führte sich zuerst schwankend und
unsicher, endlich entschieden der misbrauch ein, diese auszeichnung auf
alle und jede substantiva zu erstrecken, wodurch jener vortheil wieder
verloren gieng, die eigennamen unter der menge der substantiva sich
verkrochen und die schrift überhaupt ein buntes, schwerfälliges ansehen
gewann, da die majuskel den doppelten oder dreifachen raum der minuskel
einnimmt. rechnet man hinzu, dasz die deutsche sprache insgemein zur
verdoppelung der buchstaben und einschaltung unnöthiger dehnlaute
geneigt ist, für ihre häufigen verbindungen ch sch und sz aber einfacher
zeichen entbehrt, so begreift sich, wie die darstellung unsrer laute so
breit ins auge fällt, was bei versen oder wenn eine fremde sprache
daneben steht am sichtbarsten wird. kürze und leichtigkeit des
ausdrucks, die im ganzen nicht unser vorzug sind, weichen vor diesem
geschlepp und gespreize der buchstaben völlig zurück. meinestheils
zweifle ich nicht an einem wesentlichen zusammenhang der entstellten
schrift mit der zwecklosen häufung der groszen buchstaben, man suchte
darin eine vermeinte zier und gefiel sich im schreiben sowol an den
schnörkeln als an ihrer vervielfachung. wenigstens die der edlen
lateinischen schrift pflegenden völker kamen gar nicht auf den gedanken
einer so sinnlosen verkleisterung der substantive.
Kaum ein leser
dieses wörterbuchs wird an den lateinischen und kleinen buchstaben
ärgernis nehmen oder sich nicht leicht darüber hinaussetzen, allen
unbefangnen aber musz die daraus entsprungne sauberkeit und
raumersparnis angenehm ins auge fallen. hat nur ein einziges geschlecht
der neuen schreibweise sich bequemt, so wird im nachfolgenden kein hahn
nach der alten krähen. wem das thun oder lassen in solchen dingen
gleichgültig ist und jeder unbrauch zu einer unabänderlichen
eigenthümlichkeit des volks gedeiht, der dürfte gar nichts anrühren und
müste in allen verschlechterungen der sprache wirkliche verbesserungen
sehen. es gibt aber in ihr nichts kleines, das nicht auf das grosze
einflösse, nichts unedles, das nicht ihrer angebornen guten art
empfindlichen eintrag thäte. Lassen wir doch an den häusern die giebel,
die vorsprünge der balken, aus den haaren das puder weg, warum soll in
der schrift aller unrat bleiben?
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Die meisten sind wohl "Denglisch". Englische Vokabeln die man nicht zu übersetzen vermeint, oft auch aus Mode oder PR-Gründen verwendet werden. Oft ist es aber eben auch die Dominanz des Englischen in Wissenschaft und Technik und des Englischen mächtige Wissenschafter und Techniker scheuen mit Recht eine Übersetzung, weil sie mehr Unsicherheit als Klarheit bringt.
Sprachliche Vorteile
Durch die Verwendung von Anglizismen ergeben sich eigentlich mehr Vor- als Nachteile, solange es sich dabei nicht um vermeidbare oder Pseudo-Anglizismen handelt (zitiert nach Bernd Zimmermann's Internet+WWW-Kurs - Glossar http://www.www-kurs.de/wording.htm):
Es muss nicht erst ein passender deutscher Begriff gefunden werden Unsinnig wäre es auch, krampfhaft deutsche Wörter für englische Begriffe zu finden, die sich bereits verfestigt haben wie: "last minute" (Torschlussangebote?), "Hardware" (Hartware?), Hotline (Heißer-Draht?) Es erleichert die internationale Zusammenarbeit in weltweit operierenden Unternehmen (Global-Player) Englischsprachige Begriffe in den Fachsprachen geben technische und wissenschaftliche Sachverhalte exakter an. Unterschiedliche Interpretationen werden vermieden. Auch für private Auslandsreisen sind gemeinsam benutzte Vokabeln von Vorteil. International unter gleichem Namen eingeführte bzw. einführbare Produkte und Dienstleistungen sind günstiger zu vermarkten. Werbemittel können effektiver eingesetzt werden.
Wörterbuch zu Medien/Technik. Dieses kleine Wörterbuch informiert über die wichtigsten Begriffe der Mediensprache, insbesondere zu Wörtern aus der Computer- und Internetwelt, der Web-, Handy- und Werbesprache. Eine Suche ist über ein oder mehrere Suchwörter möglich. Ein Hilfsmittel für weit über die Brancheninsider hinaus. Das Wörterbuch ist kein statisches. Es kommen laufend neue Begriffe dazu. Die letzten waren: Periscope, OpenPGP, S/MIME, Holoportation, Ghosting, Easteregg, Tech Tats, ICANN, Netzneutralität, Verkehrsmanagementmaßnahme, Clickworker, Foodporn, Bitcoin, TLS, SFTP