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Donnerstag, 7. September 2023

[ #eDatenbank ] Obstsortendatenbank + Obstsortenlisten aus historischen Büchern

Bekannte und unbekannte, übliche und historische Sorten hübsch geordnet.

Ziel dieser Datenbank (BUND-Lemgo Obstsortendatenbank) ist es, vorhandene Informationen zu alten Obstsorten zur Verfügung zu stellen, damit Entscheidungshilfen für die Auswahl und Anpflanzung alter Obstsorten zur Verfügung stehen und unbekannte Sorten leichter bestimmt werden können. Zudem werden Hintergrundinformationen über die Herkunft und Entstehung zur Verfügung hat.

Obstsortenlisten aus historischen Büchern. Die Bestimmung alter Obstsorten ist nicht immer einfach, ebenso die Nachforschung zur Herkunft. Hier helfen die alten Obst- und Bestimmungsbücher, die aber im Antiquariatshandel kaum noch erhältlich oder unerschwinglich teuer sind. BUND-Lemgo (BUND-Ortsgruppe Lemgo - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) leistet hier einen besonderen und tollen Service. Dort wurden nämlich Verzeichnisse mit den in alten Obstbüchern und regionalen Obstsortenlisten beschriebenen Sorten erstellt. Mehr als 150 Verzeichnisse aus Obstbüchern und Zeitschriften sind bereits online vorhanden.


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Dienstag, 15. August 2023

[ #Digitalisat ] Die Pilze von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)


[Digitalisat] Eine historische Quelle zur Biodiversität in den Alpen.Die Digitalisierung liegt in verschiedenen Formaten vor. Ganz praktisch auch als Flip-Book.

The New York Botanical Garden (New York, NY) - Mitglied der Biodiversity Heritage Library hat das Werk "Die Pilze (Fungi) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein (1905)" - Magnus, P. (Paul), 1844-1914 in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. Das Werk ist online lesbar und kostenlos zum Herunterladen.

Die Digitalisierung liegt in verschiedenen Formaten vor. Ganz bequem auch als Flip-Book, in dem man auf dem Bildschirm blättern kann wie im Original. Das Werk umfasst 716 Seiten! und steht bei archive.org kostenfrei zum Download bereit.

Biodiversity Heritage Library, ist ein Kooperationsprojekt von:

* American Museum of Natural History (New York, NY)
* The Field Museum (Chicago, IL)
* Harvard University Botany Libraries (Cambridge, MA)
* Harvard University, Ernst Mayr Library of the Museum of Comparative Zoology (Cambridge, MA)
* Marine Biological Laboratory / Woods Hole Oceanographic Institution (Woods Hole, MA)
* Missouri Botanical Garden (St. Louis, MO)
* Natural History Museum (London, UK)
* The New York Botanical Garden (New York, NY)
* Royal Botanic Gardens, Kew (Richmond, UK)
* Smithsonian Institution Libraries (Washington, DC)

Diese zehn wichtigem Bibliotheken, Naturhistorischer Museen, Botanischer Bibliotheken und Forschungsinstitutionen haben sich zusammengefunden, um das Biodiversity Heritage Library Project zu begründen. Die Gruppe entwickelt eine Strategie und einen Umsetzungsplan, um die publizierte einschlägige Literatur zur Biodiversität, die in ihren Sammlungen vorhanden ist, zu digitalisieren. Diese Literatur wird weltweit zugänglich sein. Mit Stand 27.06.2007 haben die zehn Mitgliedsbibliotheken der Biodiversity Heritage Library bereits mehr als 1,1 Millionen Seiten essentieller taxonomischer Literatur im Web verfügbar gemacht.

Die Biodiversity Heritage Library hat sich zwischenzeitlich zum Ziel gesetzt, ihre vorhandenen inhaltlichen Metadaten (Library of Congress Subject Headings (LCSH) mit Web 2.0 Technologien einzusetzen. Neben sogenannten Tagclouds für inhaltliche Aspekte werden auch die vorhandenen Geodaten in einer grafischen Suchoberfläche (Google Maps) umgesetzt.

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Montag, 17. Juli 2023

[ #eText ] Praxisleitfaden "Krankheiten und Schädlinge im Arznei- und Gewürzpflanzenanbau"


Der Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen und die Sicherung der hohen Qualitätsansprüche an die pflanzliche Rohware setzen umfangreiches Wissen zu den verschiedenen Kulturen voraus.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 

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Dienstag, 16. Mai 2023

[ #eMaps ] Europäischer Atlas "Boden-Biodiversität" zum Download!


Der Boden - Heimat von ungefähr einem Viertel aller Spezies auf der Erde - ist in Gefahr. Das Joint Research Center (JRC), die gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, stellt im  Europäischen Atlas der Boden-Biodiversität erstaunliche Bodenorganismen und deren Funktionen im Boden zusammen.

Die Vielfalt der Böden spielt eine entscheidende Rolle in der Landwirtschaft und im Wasser- und Kohlenstoffkreislauf. Der Atlas zeigt, in welchen Regionen Europas die Bodenvielfalt aktuell am meisten gefährdet ist – in Teilen des Vereinigten Königreichs, der Benelux-Länder und Nordfrankreichs, auch wenn es in mehreren anderen Mitgliedstaaten besonders gefährdete Gebiete gibt. Der Atlas ist eine umfassende Informationsquelle für Forscher, Entscheidungsträger und Lehrkräfte.
Rund 25% der Arten auf der Erde leben im Boden, der den zweitgrößten Kohlenstoffspeicher unseres Planeten bildet. Aber nur rund ein Prozent dieser Arten sind bekannt bzw. erforscht!  
Dieser 128-seitige Atlas  der hier als PDF-Download zur Verfügung steht (180 MB!) ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Dienststellen der Europäischen Kommission und Partnern von Hochschulen, aus der Wirtschaft sowie Organisationen wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und das Übereinkommen über die biologische Vielfalt („Convention on Biological Diversity“, CBD). Jeder Teil ist von weltweit führenden Experten verfasst und für Laien verständlich dargestellt worden.
Im ersten Teil des Atlas werden der Lebensraum Boden, seine vielfältigen Funktionen und die „Ökosystemgüter und –leistungen“, die er liefert, untersucht wie auch die Rolle, die die Bodenbiota dabei spielen.  
Der zweite Teil ist eine Art Enzyklopädie der Bodenvielfalt, in der dem Leser viele der wichtigsten Gruppen von Bodenorganismen mithilfe von hochauflösenden Bildern vorgestellt werden. 
Der Europäische Atlas der Bodenvielfalt enthält die allererste Karte, in der die Bedrohungen für die Bodenvielfalt in fast allen EU-Mitgliedstaaten erfasst sind. Die Bodenvielfalt wird von verschiedenen Faktoren bedroht, die während einer durch die JRC-Arbeitsgruppe für Bodenvielfalt organisierten Expertenbewertung ausgewählt und gewichtet wurden. Es wurden mehrere Belastungsfaktoren einbezogen, um die in diesem Atlas enthaltenen potenziellen Gefahren zu bestimmen: Bodenverdichtung, Zerstörung von Lebensräumen, intensive Bewirtschaftung durch den Menschen, Landnutzungsänderungen, Erosion, Umweltverschmutzung und invasive Arten.

Fragen über Fragen, über die der Atlas Aufschluss gibt:

Welche Art von Leben gibt es im Boden?
Die außerordentliche Vielfalt des Bodenlebens reicht von den allseits bekannten Regenwürmern und Käfern zu mikroskopisch kleinen Bakterien, Pilzen und Einzellern wie Amöben. In nur einer Hand voll Erde können sich zehntausende Bakterienarten tummeln.

Wie lässt sich sein wirtschaftlicher und ökologischer Wert messen?
Der wirtschaftliche Wert der Bodenvielfalt lässt sich von seinem ökologischen Wert ableiten. Die Bodenbiota spielen eine lebenswichtige Rolle für die Bodenfruchtbarkeit und haben erhebliche Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Erträge. Außerdem tragen sie zu der Reinigung von Luft und Wasser bei. Müssten diese Funktionen synthetisch erfüllt werden, würde das jedes Jahr Billionen Euro kosten.

Was ist speziell an der Bodenbiologie?
Die Bodenbiologie entwickelt sich in der dunklen Welt unter der Erdoberfläche und ihre Forschungsobjekte sind in vielen Fällen so klein, dass sie mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind. Und doch können Prozesse, die von Organismen im Boden ausgeübt werden, Auswirkungen auf globaler Ebene haben und lebenswichtig sein für Organismen, die auf der Erdoberfläche leben – so auch für den Menschen.

Inwiefern beeinträchtigen die Tätigkeiten des Menschen die Ökosysteme des Bodens?
Viele der vom Menschen ausgeübten Tätigkeiten beeinträchtigen das Bodensystem. Der Bau von Gebäuden und Städten kann wegen der Versiegelung des Bodens durch Beton zur Verdichtung und zum Verlust von Boden führen. Auch wurden invasive Arten in neue Gebiete eingeschleppt, oftmals durch die Erde von Gartenpflanzen, welche um die ganze Welt geschickt werden. Dies schadet den einheimischen Arten. Vom Menschen verursachte Belastungen werden erstmalig auf einer Karte im Atlas aufgezeigt.

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Bodenbiota und Klimawandel?
Böden binden zweimal so viel Kohlenstoff wie sich aktuell in der Atmosphäre befindet. Das organische Leben in Böden bestimmt maßgeblich, ob der Boden als Kohlenstoffquelle (Emission von Kohlenstoff) oder Kohlenstoffspeicher (Aufnahme von Kohlenstoff) agiert. Über viele der Interaktionen zwischen Boden, Atmosphäre und Klima liegen nach wie vor nur spärliche Erkenntnisse vor – weitere Forschung in diesem Bereich ist nötig.

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SECTION ONE 
Authors and Acknowledgements 3
Preface and Foreword 5
Chapter 1: Introduction
1.1 Scope of the Atlas 8
1.2 What is Soil Biodiversity?  9
Chapter 2: The Soil Environment
2.1 Soil as a Habitat  10
2.2 Soil Structure and the Soil Biota  12
2.3 Terrestrial Humus Forms: Ecological Relevance and Classification 14
2.4 The Rhizosphere 16
Chapter 3: Ecosystems and Biomes
3.1 Forest 18
3.2 Peatland 20
3.3 Grassland 22
3.4 Tropical 24
3.5 Agriculture 26
3.6 Urban 30
3.7 Soil Biodiversity in Extreme Environments 32
Chapter 4: Soil Functions
4.1 How does Soil Biodiversity Affect Ecosystem Function? 36
4.2 Bioweathering 38
4.3 Applications of Soil Biodiversity 40
4.4 Soil Biodiversity and Plant Disease 42
4.5 Soil Biodiversity and Biotechnology 44
4.6 What is Soil Biodiversity Worth? 48
Chapter 5: Threats to Soil Biodiversity
5.1 What are the Main Threats to Soil Biodiversity 52
Three Examples of Threats to Soil Biodiversity
5.1.1 Wildfire Effects on Soil Biodiversity 56
5.1.2 Biological Invasions and Soil Biodiversity 58
5.1.3 Soil Biodiversity and Climate Change 60
5.2 Map of Areas of Soil Biodiversity Under Threat 62
5.3 Maps showing factors used to create 'Map of Areas of Soil Biodiversity Under Threat' 64
Chapter 6: Distribution of Soil Organisms within Europe
6.1 Distribution Maps Soil Faunal Groups of Europe 66
6.1.1 Distribution Map: Tardigrades 66
6.1.2 Distribution Map: Rotifers 66
6.1.3 Distribution Map: Nematodes 67
6.1.4 Distribution Map: Collembola 67
6.1.5 Distribution Map: Acari 68
6.1.6 Distribution Map: Diplura 68
6.1.7 Distribution Map: Annelids 69
6.1.8 Distribution Map: Myriapods 69
CONTENTS
6 European Atlas of Soil Biodiversity | PreamblesChapter 7: Soil Ecology
7.1 The Soil Microbiota 70
7.2 The Soil Fauna 72
7.3 Soil Fauna Life Strategies 74
7.4 Soil Microarthropod Diversity and Evolutionary Convergence 75
Chapter 8: Methodologies
8.1 How Do We Measure Soil Microbial Diversity 76
8.2 Methods of Studying Soil Invertebrates 78
8.3 Approaches to Soil Biodiversity Monitoring 80
Chapter 9: Soil Biodiversity, Policy and Education
9.1 Soil Biodiversity and The Conventional on Biological Diversity 82
9.2 Soil Biodiversity and the European Union 84
9.3 Raising Awareness of Soil Biodiversity 86

SECTION TWO: ORGANISMS OF THE SOIL
I Prokaryotes 90
II Cyanobacteria and Algae 92
III Fungi 94
IV Mycetozoans (Slime Moulds) 96
V Protozoa 98
VI Tardigrades 100
VII Rotifers 101
VIII Nematodes 102
IX Collembola 104
X Acari 106
XI Enchytraeids 108
XII Other Soil Mesofauna 110
XIII Earthworms 112
XIV Myriapods 114
XV Ants 116
XVI Termites 118
XVII Terrestrial Isopods 120
XVIII Carabid Beetles 122
XIX Other Soil Macrofauna 124
Glossary   126
The Joint Research Centre 127
Atlas Series 128

Sonntag, 12. März 2023

[ #eText ] Heimische, standortgerechte Bäume und Sträucher





[PDF] Eine 33seitige, auch als PDF erhältliche Broschüre ("Merkblatt") aus dem Amt der Vorarlberger Landesregierung informiert darüber.

Anlass für dieses "Merkblatt" ist die Zunahme von Zucht- und Gartenformen von Gehölzen im Uferschutzbereich und in Gärten. Die Verwendung von heimischen, standortgemäßen Arten ist ein Beitrag zum Natur- und Umweltschutz und steigert die Artenvielfalt.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!   

 

 
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Freitag, 10. März 2023

[ #eText ] Seltene Nutztierrassen in Österreich - Handbuch der Vielfalt



Das kostenlos downloadbare Handbuch "Seltene Nutztierrassen - Handbuch der Vielfalt" entstand in Zusammenarbeit von ÖKL und der ARCHE Austria.

Das Buch "Seltene Nutztierrassen - Handbuch der Vielfalt" befasst sich mit Schwerpunkten wie "Erhaltungszucht warum?", der Vermarktung seltener heimischer Nutztierrassen und ihrer Produkte sowie den Aspekten der Wirtschaftlichkeit.

Es beschreibt jene Rassen, die in Österreich selten geworden sind. Genau diese Nutztierrassen sind aber auch ein bedeutender Teil unserer Geschichte und Kultur. Dieses Handbuch soll daher auch Anlass sein, sich dieser Geschichte wieder bewusst zu werden. Damit wird eine alte Tradition erhalten und auch die Arbeit vieler Bäuerinnen und Bauern honoriert. Eine breite Basis tiergenetischer Ressourcen ist von entscheidender Bedeutung für die Anpassungsfähigkeit und Weiterentwicklung unserer landwirtschaftlichen Produktionssysteme.

Das Handbuch in der Fassung des Jahres 2009 steht als PDF zur Verfügung. Eine neuere aktualisierte Auflage, eine  116-seitige Farbbroschüre mit rund 200 Fotos ist zum Preis von 3 Euro in den Landes-Landwirtschaftskammern oder bei der ARCHE Austria (office@arche-austria.at) erhältlich. 

Leider. Leider scheint man dort die Werbung für die seltenen Nutztiere Österreichs nicht mehr ganz so wichtig zu nehmen, dass die rundum durch Subventionen geförderte und bezahlte Broschüre auch als PDF für Schüler und Interessierte lesbar wäre.  Fast scheint es, als ob man dort gar keine wirkliche Öffentlichkeit für dieses Thema möchte und hat lediglich das geradezu banale Vorwort des Landwirtschaftsminister (er vergibt ja die Förderungen) online gestellt. Aber die Fassung aus 2009 tut es für den Interessierten uhttps://www.heumilch.com/urgut-zur-natur/rinderrassen/nd Schüler wohl vorderhand auch noch. 

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Enthaltene Rassensteckbriefe seltener Nutztierrassen:

Geflügel
Altsteirerhühner
Blaue Pute und Cröllwitzer Pute
Haubenente (Landente mit und ohne Haube)
Österreichische Landgans
Pommernente
Sulmtaler Huhn weizenfarbig
Taube

Hund
Österreichischer Pinscher

Schwein
Mangaliza
Turopolje

Schaf
Alpines Steinschaf
Braunes Bergschaf
Kärntner Brillenschaf
Krainer Steinschaf
Montafoner Steinschaf
Tiroler Steinschaf
Waldschaf
Zackelschaf

Ziege
Blobe Ziege
Gämsfarbige Gebirgsziege
Pfauenziege
Pinzgauer Strahlenziege
Pinzgauer Ziege
Steirische Scheckenziege
Tauernscheckenziege
Spielarten der Natur:Kurzohr Ziege und Vierhorn Ziege

Rind
Ennstaler Bergschecke
Kärntner Blondvieh
Murbodner Rind
Original Braunvieh
Original Pinzgauer Rind
Jochberger Hummeln
Österreichisch-Ungarisches Steppenrind
Pustertaler Sprinzen
Tiroler Grauvieh 67
Tux-Zillertaler Rind
Waldviertler Blondvieh
Westungarischer Wasserbüffel

Pferd und Esel
Altösterreichisches Warmblut
Huzulenpferd
Lipizzaner
Österreichischer Noriker
Shagya Araber
Österreichisch-Ungarischer Weißer Esel

Bienen
Fische
Kaninchen

Sonntag, 5. März 2023

[ #eText ] Endemiten in Österreich

Österreich besitzt den höchsten Anteil endemischer Arten in Mitteleuropa. Als Endemit werden in der Biologie Pflanzen oder Tiere bezeichnet, die nur in einer bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Umgebung vorkommen. 

Diese sind in diesem Gebiet endemisch. Dabei kann es sich um Arten, Gattungen oder Familien von Lebewesen handeln, die ausschließlich auf bestimmten Inseln oder Inselgruppen, Gebirgen, in einzelnen Tälern oder Gewässersystemen heimisch sind. Beispiel: Die Darwinfinken sind auf den Galápagos-Inseln endemisch, da sie weltweit nirgendwo sonst vorkommen.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos! 

 

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Mittwoch, 1. März 2023

[ #eText ] Vorarlberger Flechtenatlas


Den Flechten Vorarlbergs ist ein eigener Schwerpunktband der Reihe "forschen und entdecken" der inatura gewidmet. 


Das ganze Landesgebiet wurde kartiert – vom Bodenseeufer bis in die hochalpinen Regionen erstreckt sich das Arbeitsgebiet.
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Donnerstag, 9. Februar 2023

[ #eText ] Einführung in die Biologie - ein freies Lehrbuch


Erstes freies Lehrbuch: Einführung in die Biologie (für die Sekundarstufe 1 und 2)

Biologie ist eine Naturwissenschaft, die vielen Schülern Spaß macht. In der Schule ist Biologie ganz oft das Lieblingsfach, welches einfach vielen Spaß macht! Denn, Tiere und Pflanzen genau zu beobachten, kann nicht nur spannend sein, es verrät uns auch viel über grundsätzliche und teilweise komplexe Vorgänge der Natur und den sich dahinter verbergenden Gesetzmäßigkeiten.
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Samstag, 19. November 2022

[ #eLexika ] 55 Wildpflanzen im Portrait

Ein tolles und wertvolles PDF-Booklet:  55 Wildpflanzen im Portrait 

Viele Wildkräuter, die vor 50 Jahren noch an Wegrändern, auf Äckern oder dörflichen Böschungen, Dammen als "Unkraut" (auch Ruderalflora) wuchsen, sind heute aber aus unserer Landschaft verschwunden. Bebauung und Versiegelung, Einsatz von Herbiziden, Modernisierungsmaßnahmen sowie der Trend zu naturfern aus künstlicher Natur gestalteten Gärten haben dazu beigetragen.
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Freitag, 21. Oktober 2022

[ #eText ] Neozoen in Vorarlberg – Neuankömmlinge im Tierreich


300 Arten gelten in Österreich als etablierte Neozoen - umgangsprachlich "integrierte Migranten".

Die Tierwelt hat sich im Laufe der Erdgeschichte immer wieder verändert, und es ist Teil der Evolution, dass Tiere neue Lebensräume besiedeln. Allerdings hat der Mensch diese Prozesse so beschleunigt, dass biologische Invasionen heute weit reichende ökologische und wirtschaftliche Folgen haben. Manche neuen Arten wurden absichtlich zur Nutzung eingeführt (zB Bisamratte, Regenbogenforelle), andere sind ungewollt entkommen und verwildert (zB Waschbär, Nutria), wurden unabsichtlich verschleppt (zB Wandermuschel, Körbchenmuschel, Wollhandkrabbe) oder konnten vom Menschen neu geschaffene Ausbreitungswege nutzen (zB Schwebgarnele).

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Donnerstag, 22. September 2022

[ #FreeBook ] Kultur-Pflanzen-Vielfalt: Entstehung und Gefährdung, Fallbeispiele aus Österreich


[Free eBook/PDF] Vor mindestens 10.000 Jahren begann der Mensch, Kulturpflanzenvielfalt zu entwickeln, indem er die Evolution der genutzten Pflanzen beeinflusste.

Die Evolution der Kulturpflanzen ist das Ergebnis des Zusammenspiels zweier Prozesse: Variabilität entsteht durch spontane, natürlich auftretende, sehr seltene Veränderungen im Erbgut von Pflanzen (Mutationen). Die natürliche Auslese schränkt die so entstandene Vielfalt wieder ein: Damit neue Spielformen dauerhaft erhalten bleiben, müssen sie sich unter den gegebenen Lebensbedingungen durchsetzen können – sonst sterben sie bald wieder ab oder können sich nicht ausreichend vermehren.
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Sonntag, 11. September 2022

[ #FreeBook ] Kleines Handbuch der Gemüsekunde


Anbauhinweise, Inhaltsstoffe und deren Wirkung, Verarbeitung und Lagerung von Gemüse.

Dieses kostenlose (und ausgedruckt auch handliche) eBook versucht, zu jeder Kultur auf "GemüseSelbstErnte-Flächen" eine Warenkunde zusammenzustellen. So findet man auf einen Blick alles zu einer Gemüseart: von Anbauhinweisen über Inhaltsstoffe des Gemüses und deren Wirkung bis hin zur Verarbeitung und Lagerung.

Kulturen. Im ersten Teil sind einige allgemeine Aspekte des Anbaus, der Inhaltsstoffe und der Verarbeitung behandelt. Im zweiten Teil werden die einzelnen Kulturen behandelt. Sie sind ohne Rücksicht auf ihre Pflanzenfamilienzugehörigkeit alphabetisch geordnet, so dass man schnell jedes Gemüse finden kann. Außer einigen Anbauhinweisen werden dort die pflanzenbaulichen Aspekte sowie die Besonderheiten in der Pflege und Ernte jeder Kultur beschrieben.

Zeitleiste. In einer Zeitleiste kann man auf einen Blick die zeitlichen Möglichkeiten der Aussaat, Pflanzung und Ernte jeder Gemüseart erkennen. Diese Angaben berücksichtigen immer die zeitlichen Vorgaben durch das Konzept der GemüseSelbstErnte.
       
Ernährungswissenschaft und Kochkünste. Danach folgt der ernährungsphysiologische Teil mit den Inhaltsstoffen der Gemüsearten. Zum Schluss wird auf die Verarbeitung des Gemüses sowie verschiedene Konservierungsmethoden eingegangen. Auch hierzu finden sich einige allgemeine Hinweise in Kapitel 1. Als Anregung gibt es zu jedem Gemüse außerdem ein bis drei Rezepte. Die Rezeptmengen sind immer für vier Personen bemessen, z. T. können auch die Gemüsearten in den Rezepten ausgetauscht werden.

Verbraucheraufklärung. Dieses knapp 100 DIN-A5-Seiten umfassende Buch ist 2003 während der Beschäftigung des Autos an der Universität Kassel in Zusammenarbeit der drei Fachgebiete Ökologischer Land- und Pflanzenbau, Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur und Agrar- und Lebensmittelmarketing entstanden. Es wurde innerhalb eines vom BMVEL geförderten Drittmittelprojekts für Teilnehmer einer Studie entwickelt. Dabei sollte u.a. der Wissentransfer durch bestimmte Methoden der Verbraucheraufklärung und deren Einfluss auf das Ernährungsverhalten gemessen werden.


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Dienstag, 30. August 2022

[ #eLexika ] Schmetterlinge und Raupen bestimmen


SCHÖNBÄR -  James Lindsey at Ecology of CommansterCallimorpha.dominula.lindseyCC BY-SA 3.0

Dieses "Portal für Schmetterlinge / Raupen" wendet sich gleichermaßen an Fachleute und Laien.

Der Schönbär war Schmetterling des Jahres 2010. Der Schönbär gehört zu den wenigen Nachtfalterarten, die auch tagsüber aktiv sind. Seinen Namen verdankt er seiner auffälligen Färbung und seiner „bärenartigen“ Behaarung als Raupe. Die dichte Raupenbehaarung schützt vor Fressfeinden, die ihre Beute so nur schwer fassen können.

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Dienstag, 5. April 2022

[SB #Natur ] Pestizidatlas 2022


Der Pestizidatlas zeigt in 19 Kapiteln Daten und Fakten rund um die bisherigen und aktuellsten Entwicklungen, Zusammenhänge und Folgen des weltweiten Pestizidhandels und Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Gesetzliche Regelungen
, die den Einsatz besonders schädlicher Pestizide wie zum Beispiel Stoffe aus der Gruppe der bienenschädlichen Neonikotinoide oder besonders umwelt- oder gesundheitsgefährliche Herbizide verbieten, gehören zu einer wirksamen Strategie. Das Verbot der Freilandanwendung von drei bienengefährlichen Neonikotinoiden im Jahr 2018 zeigte bereits Wirkung: Seitdem kann eine Reduktion der eingesetzten Mengen beobachtet werden.

Europa. Außerdem fordern zivilgesellschaftliche Organisationen, dass Deutschland sich auf europäischer Ebene gegen die Verlängerung der auslaufenden Zulassung von Glyphosat aussprechen sollte. Auf Antrag der herstellenden Konzerne hat die EU ein Überprüfungsverfahren eingeleitet, indem sie den Wirkstoff erneut prüft: Voraussichtlich Ende 2022 werden die europäischen Agrarministerien über die Wiedergenehmigung abstimmen.

Ein Hebel für die Reduktion von Pestiziden ist auch die Neuausrichtung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP), die jährlich regelt, wie viel Subventionen landwirtschaftliche Betriebe erhalten – ab 2023 werden es knapp 54 Milliarden Euro sein. Zivilgesellschaftliche Organisationen und auch die Wissenschaft fordern seit Jahren, dieses Geld so einzusetzen, dass es dem Klimaschutz und der Biodiversität dient. Ab 2023 gibt es in Deutschland das erste Mal zusätzliche GAP-Zahlungen für Betriebe, die auf Pestizide auf konventionellen Äckern verzichten.

Ökolandbau. Ein weiterer wichtiger Ansatz zur Reduktion von Pestiziden ist die Förderung des Ökolandbaus, der wegen steigenden Verbraucherinteresses seit Jahren immer höhere Umsätze erzielt. Seit 2002 gibt es das deutsche Ziel, mindestens 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch nutzen zu wollen – eine Zeitvorgabe ist mit diesem nationalen Aktionsplan jedoch nicht verknüpft. Die neue Bundesregierung will das Ziel auf 30 Prozent erhöhen. Die EU strebt bis 2030 25 Prozent an. Da der ökologische Landbau ohne chemische Pestizide auskommt, trägt er maßgeblich dazu bei, die eingesetzte Pestizidmenge zu reduzieren. Zivilgesellschaftliche Organisationen betonen, dass dafür nicht nur stärkere finanzielle Anreize für Betriebe nötig sind, ihre Produktion umzustellen – es braucht außerdem auch deutlich mehr Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft und des nicht-chemischen Pflanzenschutzes.

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  • Der Pestizidatlas 2022
  • [Google Search] ⇒ Pestizidatlas 2022
  • Nütze auch diesen obenstehenden Link „[Google Search] . Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link oder im Falle einer Verwaisung einen neueren und aktuelleren. Fast immer aber hilft er auch für zusätzliche oder aktuellere Infos!
  • TIPP: Das ⇒ #Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.
  • Beachte dort auch weitere Informationen zum Thema unter "Nachschlagen A-Z".
  • 5.4.22  [Letzte Aktualisierung, online seit 5.4.22]

Dienstag, 19. Oktober 2021

[ #FreeBook ] Neobiota in Österreich - Pflanzen (Neophyten), Pilze (Neomyzeten) und Tiere (Neozoen)


Das umfangreiche Werk gibt eine vollständige und kompetente Übersicht über nicht heimische Pflanzen, Tiere und Pilze in Österreich. 

Unter dem Begriff Neobiota werden alle nach 1492 (Entdeckung Amerikas) unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen nach Österreich gelangten Organismen zusammengefasst. In der vorliegenden Studie wird erstmals ein Überblick über diese Pflanzen (Neophyten), Pilze (Neomyzeten) und Tiere (Neozoen) in Österreich gegeben (Stand: Februar 2002, einzelne Nachträge bis Juni 2002).

Neophyten. In Österreich wurden bislang insgesamt 1.110 (inklusive einiger Varietäten) neophytische Gefäßpflanzen nachgewiesen. In dieser Zahl sind 51 bezüglich der Abgrenzung Archäophyten/ Neophyten kritische Taxa inkludiert. Mit dem Ausdruck „Taxa“ sind hier Arten, Unterarten bzw. Varietäten gemeint. Bei 14 Taxa ist unklar, ob sie nicht eventuell in Teilen Österreichs einheimisch sind, bei 3 Taxa ist die Abgrenzung zwischen Anpflanzung und Verwilderung unklar.

Diesen 1.110 Neophyten stehen (ohne die Kleinarten der Gattungen Hieracium, Rubus, Taraxacum und des Ranunculus auricomus agg.) die etwa 2.950 Gefäßpflanzenarten und - unterarten der Flora Österreichs gegenüber (NIKLFELD 1999). Somit liegt der Anteil der Neophyten an der Gesamtflora Österreichs (ca. 4.060 Taxa) bei etwa 27 %.

Von den 1.110 neophytischen Gefäßpflanzen Österreichs treten 835 Taxa (75 % der Neophyten) unbeständig auf. 224 Taxa (20 % der Neophyten) haben sich in Österreich etabliert. Von diesen sind 106 Taxa (10 %) nur an einem bis wenigen Orten lokal etabliert, 118 Taxa (10 %) sind in größeren Teilen Österreichs fester Bestandteil der Flora. Bei weiteren 51 Taxa (5 % der Neophyten) wird eine lokale Etablierung in Österreich vermutet.

Für die neophytischen Gefäßpflanzen Österreichs stellt der bewusste Import als Zier- oder Nutzpflanzen den wichtigsten Einführungsweg dar. Etwa 57 % der Neophyten Österreichs (627 Taxa) sind aus Kulturen verwildert oder wurden – in sehr seltenen Fällen – angesalbt (= bewusstes Ausbringen von Pflanzen in die freie Natur ohne land- bzw. forstwirtschaftliches Motiv). Bei weiteren 2 % (25 Taxa) wird Verwilderung als Einführungsweg angenommen. 31 % der Neophyten (345 Taxa) wurden unabsichtlich eingeschleppt, bei weiteren 2 % (27 Taxa) wird Einschleppung als Einführungsweg vermutet. Bei den übrigen 8 % (86 Taxa) ist der Einführungsweg unbekannt.Insgesamt 14 neophytische Gefäßpflanzenarten verursachen bedeutende wirtschaftliche Schäden. Diese betreffen vor allem die Landwirtschaft (besonders Segetalarten in Hackunkrautgesellschaften) und in geringerem Ausmaß Forstwirtschaft, Gewässerinstandhaltung und gesundheitliche Aspekte.

Für den Naturschutz problematisch sind 17 Arten der Neophyten Österreichs, die als invasive Neophyten in naturnahe Lebensräume eindringen. Es sind dies folgende Arten: Acer negundo, Ailanthus altissima, Aster lanceolatus, A. novi-belgii, Bidens frondosa, Elodea canadensis, Epilobium ciliatum, Fallopia japonica, Fraxinus pennsylvanica, Helianthus tuberosus, Impatiens glandulifera, I. parviflora, Populus x canadensis, Robinia pseudacacia, Rudbeckia laciniata, Solidago canadensis, S. gigantea. Weitere 18 Arten wurden als potenziell invasiv eingestuft. Diese Arten werden bei einer weiteren Ausbreitung vermutlich zu Naturschutzproblemen führen. Invasive Neophyten dringen in Österreich besonders in gewässerbegleitende Lebensräume (Weichholz-Auwälder, Hochstaudenfluren, Uferpioniervegetation) und – in geringerem Ausmaß – in Trockenstandorte des pannonischen Raumes ein. In den meisten anderen naturnahen Lebensräumen Österreichs ist der Neophytenanteil jedoch niedrig.

In der Moosflora Österreichs sind vier Neophyten bekannt, davon sind zwei Arten etabliert. Eine Art (Campylopus introflexus) breitet sich zurzeit stark aus.

Unter den Flechten wird ein neophytisches Auftreten in Österreich bei zwei bis drei Taxa vermutet. In der ungenügend erforschten Algenflora wird für vier Arten ein neophytisches Auftreten angenommen.

Neomyzeten. Unter den Pilzen sind 83 Neomyzeten aus Österreich bekannt. Aufgrund der mangelhaften Erforschung dürfte die tatsächliche Zahl wohl wesentlich höher liegen. Von den aufgelisteten Arten können 23 als in heimischen Ökosystemen etabliert gelten, 22 Arten treten unbeständig auf. Weitere 40 Arten sind auf Kultur- und Nutzpflanzen etabliert. Bei zwei Arten erfolgt eine   Doppelnennung (Sphaerotheca mors-uvae, Uncinula necator), da sie sowohl auf Kultur- und Zierpflanzen, als auch auf Wildpflanzen, etabliert auftreten. Im Gegensatz zu den Gefäßpflanzen
überwiegt bei den Neomyzeten Österreichs die Einschleppung, 51 Arten (61 % der Neomyzeten) gelangten so nach Österreich. Bewusst eingeführt und verwildert sind drei für Speisezwecke kultivierte Arten (Agaricus bisporus, Lentinula edodes, Stropharia rugosoannulata). Von den übrigen 29 Neomyzeten ist der Einführungsweg unbekannt. Einigen der insgesamt 30 wirtschaftlich relevanten Neomyzeten Österreichs kommt als Schädling auf Nutz- und Zierpflanzen eine bedeutende ökonomische Rolle zu (z. B. Phytophtora infestans, Ustilago maydis). Für den Naturschutz bedeutsam sind fast ausschließlich jene parasitischen Neomyzeten, die heimische Organismen parasitieren. Unter diesen befinden sich gegenwärtig 6 Arten, die für  ihre Wirte eine potenzielle Bedrohung darstellen. Hervorzuheben sind die Verursacher der Krebspest (Aphanomyces astaci) und des Ulmensterbens (Ophiostoma ulmi und O. novo-ulmi).

Neozoen. In diesem Band werden rund 500 Neozoen für Österreich genannt, die somit etwa 1 % der gesamten österreichischen Fauna ausmachen. Weniger als 10 % dieser Arten (46) stellen aus naturschutzfachlicher Sicht eine Bedrohung der autochthonen Biodiversität dar (40 potenziell invasiv, 6 invasiv). Für etwa 30 % der Neozoen wird eine negative wirtschaftliche Bedeutung angenommen. Dieser vergleichsweise hohe Wert spiegelt die bevorzugte Dokumentation wirtschaftlich bedeutender Arten wider und umfasst eine breite Palette eher geringer bis sehr bedeutender Schäden. Insgesamt wird die Zahl der in Österreich vorkommenden Neozoen in den untersuchten taxonomischen Gruppen auf 700–800 Arten geschätzt.

Für den Naturschutz bedeutsame Veränderungen durch Neozoen werden vor allem von Wirbellosen verursacht. Als Krankheitsüberträger für die bedrohten einheimischen Flusskrebsarten besonders hervorzuheben sind amerikanische Flusskrebse (Pacifastacus leniusculus, Orconectes limosus). Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) dringt zunehmend in naturnahe Standorte vor und ist für den Rückgang einheimischer Schnecken verantwortlich. Weitere Schneckenarten gelten als potenziell invasiv. Mehrere Gefahren drohen den gefährdeten autochthonen Großmuscheln durch Räuber (Bisamratte, Ondatra zibethicus) und Nahrungskonkurrenz (z. B. Chinesische Teichmuschel, Sinanodonta woodiana).

Unter den Wirbeltieren sind Waschbär (Procyon lotor), Marderhund (Nyctereutes procyonoides),Mink (Mustela vison), mehrere Fischarten (z. B. Blaubandbärbling Pseudorasbora parva) und verschiedene Schildkröten als potenziell invasive Bedrohung der autochthonen Biodiversität zu erwähnen.

Insgesamt stammt etwa die Hälfte der Neozoen aus der Paläarktischen Region, besonders aus dem Mediterrangebiet. Bei einer tiergruppenspezifischen Betrachtung der Herkunftsländer ergeben sich aber auch deutliche Unterschiede, so stammt z. B. die Hälfte der nicht-heimischen Fische aus Nordamerika.

Veränderungen der Artenzusammensetzung als Folge biologischer Invasionen sind besonders in aquatischen Lebensräumen erfolgt. Im terrestrischen Bereich sind es vor allem anthropogen geschaffene, künstliche Lebensräume, die von Neozoen besiedelt werden: Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft und urbane Ballungszentren.

Diese Studie zu Neobiota in Österreich stellt eine Momentaufnahme dar. Auch in Zukunft werden sich nicht-heimische Organismen neu in Österreich etablieren. Der intensive Fernhandel, der Import neuer oder bislang nur sehr selten in Österreich kultivierter Arten und die anthropogene Schaffung neuer oder veränderter Biotoptypen werden die Einfuhr, Etablierung und Ausbreitung zusätzlicher Neobiota sogar begünstigen. Selbst bei einem (theoretischen) Stopp dieses Prozesses ist durch den “time-lag” (d. h. die meist mehrere Jahrzehnte umfassende Zeitverzögerung zwischen erstmaligem Auftreten und vollständiger Etablierung in einem Gebiet) mit weiteren Neobiota in der Zukunft zu rechnen. Die zunehmende Habitatfragmentierung, die prognostizierte Klimaerwärmung und die weitreichenden Veränderungen von Lebensräumen stellen einen weiteren, die Ausbreitung von Neobiota fördernden Faktor
dar.

Im Umgang mit Neobiota kommt daher präventiven Maßnahmen ein hoher Stellenwert zu. In dieser Studie wird ein Maßnahmenkatalog zur Umsetzung vorbeugender Maßnahmen und zur Behebung von Forschungsdefiziten vorgelegt. Als ein integraler Bestandteil präventiver Maßnahmen wird ein kontinuierliches Monitoring der Fauna und Flora Österreichs angesehen. So können Neobiota möglichst früh erkannt und – falls notwendig – geeignete Gegenmaß-
nahmen ergriffen werden.

Die Entwicklung von konsensfähigen Leitbildern und klaren Zielvorstellungen über die Fauna und Flora des 21. Jahrhunderts in Österreich und im vereinten Europa ist eine Herausforderung, der sich Gesellschaft, Wissenschaft und Politik gleichermaßen zu stellen haben.

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VORWORT  3
ZUSAMMENFASSUNG  5
SUMMARY 8
1 EINLEITUNG  17
2 DEFINITIONEN  20
2.1 Überblick  20
2.2 Neophyten, Neomyzeten und Neozoen  20
2.3 Gliederungskriterien 21
2.3.1 Botanik und Mykologie 21
2.3.1.1 Überblick  21
2.3.1.2 Einteilung nach dem Grad der Naturalisation 22
2.3.1.3 Einteilung nach der Einführungs- bzw. Einwanderungsform 22
2.3.1.4 Einteilung nach dem Einwanderungs- bzw. Einführungszeitpunkt 23
2.3.2 Zoologie 23
2.3.2.1 Einteilung nach dem Grad der Naturalisation 23
2.3.2.2 Einteilung nach der Einführungs- bzw. Einwanderungsform 23
2.3.2.3 Einteilung nach dem Einwanderungs- bzw. Einführungszeitpunkt 24
2.3.3 Weitere botanische und zoologische Begriffe  24
2.3.4 Gliederung nach dem Grad der Beeinflussung der heimischen Fauna und Flora  25
3 AUSBREITUNG VON NEOBIOTA 26
3.1 Einführungswege und Ursprungsgebiete  26
3.1.1 Botanik 26
3.1.2 Zoologie 27
3.2 Zeitlicher und räumlicher Verlauf von Ausbreitungsvorgängen  28
3.3 Ökologische Eigenschaften von Neobiota 34
3.4 Adaptation von Neobiota an neue Lebensräume  36
3.5 Vorhersagbarkeit von Invasionen 36
3.6 Neobiota und „leere Nischen“
4 METHODIK 40
4.1 Berücksichtigte Sippen für die Taxalisten der Neophyten und Neomyzeten Österreichs 40
4.2 Berücksichtigte Gruppen für die Taxalisten der Neozoen Österreichs  41
4.3 Taxonomie und Nomenklatur 41
4.3.1 Botanik 41
4.3.2 Zoologie 43
4.4 Datengrundlagen  43
4.4.1 Botanik und Mykologie 43
4.4.1.1 Gefäßpflanzen 43
4.4.1.2 Moose 44
4.4.1.3 Flechten 44
4.4.1.4 Algen 44
4.4.1.5 Pilze 45
4.4.2 Zoologie 45
5 PFLANZEN UND PILZE 46
5.1 Gefäßpflanzen 46
5.1.1 Überblick 46
5.1.2 Tabellenaufbau  46
5.1.3 Anmerkungen zur Taxaliste 48
5.1.4 Nicht berücksichtigte Taxa 54
5.1.5 Synonymieliste 59
5.1.6 Taxaliste  60
5.1.7 Literaturverzeichnis 157
5.2 Moose  174
5.2.1 Überblick 174
5.2.2 Etablierte Neophyten  174
5.2.3 Nicht etablierte Neophyten 176
5.2.4 Literaturverzeichnis 177
5.3 Flechten 178
5.3.1 Literaturverzeichnis 179
5.4 Algen 179
5.4.1 Überblick 179
5.4.2 Taxaliste  180
5.4.3 Zusammenfassung  180
5.4.4 Literaturverzeichnis 180
5.5 Pilze  181
5.5.1 Überblick 181
5.5.2 Saprotrophe Neomyzeten  182
5.5.3 Symbiontische Neomyzeten 184
5.5.3.1 Mykorrhizabildende Neomyzeten  184

5.5.4 Parasitische Neomyzeten  184
5.5.4.1 Parasitische Neomyzeten auf heimischen Pflanzen oder Tieren  185
5.5.4.2 Parasitische Neomyzeten auf fest etablierten Neophyten  187
5.5.4.3 Parasitische Neomyzeten auf Kultur- oder Zierpflanzen  187
5.5.5 Anmerkung zur Taxaliste  187
5.5.6 Taxaliste  189
5.5.7 Literaturverzeichnis 194
6 TIERE 196
6.1 Überblick über die Neozoen Österreichs  196
6.1.1 Tabellenaufbau 196
6.1.2 Kommentare zur Taxaliste 197
6.2 Wirbeltiere  197
6.2.1 Fische (Pisces) 197
Taxaliste 200
Literaturverzeichnis 203
6.2.2 Lurche und Kriechtiere (Amphibia & Reptilia) 205
Taxaliste 207
Literaturverzeichnis 208
6.2.3 Vögel (Aves) 209
Taxaliste 211
Literaturverzeichnis 213
6.2.4 Säugetiere (Mammalia) 214
Taxaliste 217
Literaturverzeichnis 219
6.3 Wirbellose. 221
6.3.1 „Helminthen“ – Neozoen der Fische Österreichs 221
Taxaliste 223
Literaturverzeichnis 224
6.3.2 Der Amerikanische Riesenleberegel Fascioloides magna (Digenea, Trematoda) 225
Literaturverzeichnis 227
6.3.3 Ausgewählte aquatische Neozoen (Cnidaria, Plathelminthes, Kamptozoa,
Annelida, Isopoda) 228
Taxaliste 235
Literaturverzeichnis 237
6.3.4 Weichtiere (Mollusca) 239
Taxaliste 242
Literaturverzeichnis 247
6.3.5 Spinnentiere: Spinnen, Weberknechte, Pseudoskorpione, Skorpione
(Arachnida: Araneae, Opiliones, Pseudoscorpiones, Scorpiones) 250
Taxaliste 254
Literaturverzeichnis 259
6.3.6 Krebstiere: Wasserflöhe & Ruderfußkrebse (Crustacea: Cladocera
und Copepoda) 263
Taxaliste 266
Literaturverzeichnis 267
14 Neobiota in Österreich – Inhalt
(2002) Umweltbundesamt/Federal Environment Agency – Austria
6.3.7 Krebstiere: „Schwebgarnelen“ und Süßwassergarnelen
(Crustacea: Mysidacea: Mysidae, Decapoda: Atyidae)  269
Taxaliste 271
Literaturverzeichnis 272
6.3.8 Krebstiere: Flohkrebse (Crustacea: Amphipoda: Corophiidae und Gammaridae) 273
Taxaliste 280
Literaturverzeichnis 281
6.3.9 Krebstiere: Landasseln (Crustacea: Isopoda partim)  285
Taxaliste 286
Literaturverzeichnis 287
6.3.10 Krebstiere: Flusskrebse (Crustacea: Decapoda: Astacidae und Cambaridae)  287
Taxliste  290
Literaturverzeichnis 291
6.3.11 Tausendfüßer: Hundertfüßer (Myriapoda: Chilopoda) 292
Taxaliste 294
Literaturverzeichnis 295
6.3.12 Tausendfüßer: Doppelfüßer (Myriapoda: Diplopoda)  296
Taxaliste 299
Literaturverzeichnis 300
6.3.13 Die primär flügellosen „Urinsekten“ (Apterygota)  301
Taxaliste 303
Literaturverzeichnis 304
6.3.14 Ausgewählte Insektengruppen: Libellen, Heuschrecken, Schaben, Termiten,
Fransenflügler, Wanzen, Zikaden (Insecta varia: Odonata, Orthoptera,
Blattodea, Isoptera, Thysanoptera, Heteroptera, „Auchenorrhyncha“)  304
Taxaliste 309
Literaturverzeichnis 312
6.3.15 Pflanzenläuse (Sternorrhyncha) 316
Taxaliste 319
Literaturverzeichnis 322
6.3.16 Käfer (Coleoptera)  324
Taxaliste 331
Literaturverzeichnis 342
6.3.17 Hautflügler: Pflanzenwespen (Hymenoptera: Symphyta) 347
Taxaliste 348
Literaturverzeichnis 349
6.3.18 Hautflügler: „Taillenwespen“ (Hymenoptera: Apocrita) 349
Taxaliste 352
Literaturverzeichnis 353
6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera) 354
Taxaliste 357
Literaturverzeichnis 360
7 DISKUSSION 363
7.1 Anzahl neuer Pflanzen- und Pilzarten in Österreich 363
7.2 Anzahl neuer Tierarten in Österreich  366
7.3 Herkunftsgebiete und Einführungswege der Neophyten und Neozoen Österreichs 369
7.4 Verteilung der Neophyten auf Lebensräume 376
7.4.1 Überblick 376
7.4.2 Wälder  376
7.4.3 Auwälder 376
7.4.4 Ruderal- und Segetalvegetation 377
7.4.5 Gewässervegetation  378
7.4.6 Ufervegetation  379
7.4.7 Fettwiesen und -weiden  380
7.4.8 Trocken-, Halbtrocken- und Magerrasen 380
7.4.9 Moore und Feuchtwiesen 380
7.4.10 Fels- und Felsschuttvegetation 380
7.4.11 Alpine Rasen und Zwergstrauchheiden 381
7.5 Verteilung der Neozoen auf Lebensräume 381
7.5.1 Aquatische Lebensräume  381
7.5.2 Terrestrische Lebensräume  382
7.5.3 Sonderstandorte (Städte, Wohnungen, Glashäuser u. a.)  382
7.6 Ökologische Konsequenzen biologischer Invasionen 383
7.6.1 Veränderungen der räumlichen Struktur von Ökosystemen 383
7.6.2 Veränderungen von ökosystemaren Abläufen  384
7.6.3 Auswirkungen von Neophyten und Neomyzeten auf die Fauna und Flora  385
7.6.4 Auswirkungen von Neozoen auf die Fauna und Flora 386
7.6.5 Auswirkungen auf evolutionäre Abläufe  388
7.7 Naturschutzfachliche Probleme biologischer Invasionen 390
7.7.1 Beurteilung und Wertmaßstäbe  390
7.7.2 Neobiota und Biodiversität 390
7.7.3 Naturschutzfachliche Beurteilung: Botanik und Mykologie  392
7.7.4 Naturschutzfachliche Beurteilung: Zoologie  394
7.8 Wirtschaftliche und gesundheitliche Auswirkungen von Neobiota 396
7.8.1 Negative wirtschaftliche Auswirkungen  396
7.8.2 Positive wirtschaftliche Auswirkungen 397
7.8.3 Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit 397
7.9 Bekämpfungsstrategien  397
7.10 Präventive Maßnahmen 399
7.11 Naturschutzforschung und Forschungsbedarf  400
7.12 Ausblick 401
8 DANKSAGUNG 402
9 LITERATURVERZEICHNIS