[Free eBook] Dieser Band ist als Beitrag zu einer kritischen Stadt- und Regionalgeschichte zu verstehen.
Am Beispiel der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Dornbirns in den letzten hundert Jahren werden von den Autoren Tendenzen deutlich gemacht, die auch für die Landesgeschichte Vorarlbergs Gültigkeit besitzen.
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[Retrodigitalisat] Ferdinand Lassalle behauptet in seiner „Verteidigungsrede vor dem Königlichen Kammergericht zu Berlin", dass die kapitalistische Bourgeoisie die indirekten Steuern, wenn auch nicht erfunden,so doch zu einem „unerhörten System" entwickelt habe, um sich das Privileg der Steuerfreiheit zu sichern; die indirekte Steuer ist „das Instrument, durch welches die Bourgeoisie das Privilegium der Steuerfreiheit für das große Kapital verwirklicht und die Kosten des Staatswesens den ärmeren Klassen der Gesellschaft aufbürdet." Diese Streitschrift und diese Rede haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Ruf nach einer Verlagerung der Anteile des Gesamtsteueraufkommens von den indirekten zu den direkten Steuern im Namen der Gerechtigkeit bis in unsere Zeit nicht verstummte.
Zwischenbemerkung Manchesterliberalismus. Ferdinand Lassalle entwickelte das Schmähwort Manchestertum zur Bezeichnung der deutschen Freihandelsbewegung. Dieses verwendete er erstmals 1863 in seiner Veröffentlichung Die indirekte Steuer und die Lage der arbeitenden Klasse. Darin schrieb er, dass „unsere Nichts-als Freihändler, die Affen der Manchester-Männer, diese lächerlichen, die sich dünken Ökonomen zu sein“ seiner Ansicht nach dafür verantwortlich sind, dass der Staat (damals) sozialpolitisch passiv blieb und die Arbeiter ihrem Schicksal überließ. In der Folge übernahmen sowohl sozialdemokratische als auch konservative Autoren den Begriff Manchesterschule als Kampfbegriff.
Indirekte Steuern. Lassalle definiert die indirekten Steuern als solche, „die auf irgendwelche Bedürfnisse ... gelegt werden und die sehr häufig der einzelne in dem Preis der Dinge bezahlt, ohne zu wissen und zu merken, dass er jetzt steuert, dass es die Steuer ist, welche ihm den Preis der Dinge verteuert". Das Kriterium der indirekten Steuern ist somit, dass bestimmte Steuern in die Kostenrechnung der Betriebe eingehen und auf den Endverbraucher voll abgewälzt werden können. Die Ungerechtigkeit besteht also darin, dass jeder Verbraucher unabhängig von der Höhe seines Einkommens mit einem annähernd gleichen indirekten Steuerbetrag belastet wird. Die prozentuale Steuerbelastung ist somit bei kleinen Einkommen größer als bei höheren und bei kinderreichen Familien stärker als bei kinderlosen Ehepaaren oder Ledigen. Diese Wirkung der indirekten Steuern wird als „Regression" bezeichnet und wurde bis heute als anti-sozial angeprangert.
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Mit der vorliegenden Geschichte der Österreichischen Bundesforste dokumentiert wurde ein „Zeitzeuge“ betraut, der die Bundesforste seit 1957 kennt und seit diesem Zeitpunkt meist in einem Dienstverhältnis zu den Bundesforsten stand.
In dieser Darstellung der Geschichte der Österreichischen Bundesforste wurde versucht, möglichst alle wichtigen Ereignisse zu beschreiben. Es wird aber kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Vielmehr ist dem Verfasser bewusst, dass so mancher Leser manches vermissen und anderes für nicht wichtig ansehen wird.
Für die Zeit von 1925 bis 1975 liegt eine Festschrift auf. Diese wurde für die vorliegende Arbeit herangezogen. Wichtige Inhalte dieses Werkes werden gekürzt wiedergegeben und die Beschreibung des darin behandelten Zeitraumes durch manche Anmerkungen ergänzt.
Das Hauptaugenmerk in dieser Bundesforste-Chronik wurde aber auf die Zeit nach 1975 gelegt. Hierfür konnten die Jahresberichte, diverse Veröffentlichungen und auch unveröffentlichte, bundesforstliche Quellen herangezogen werden. Schließlich wurden auch Gesprächsinhalte mit Personen, die zu bestimmten Themen wertvolle persönliche Erinnerungen einbringen konnten, und natürlich das Wissen des Verfassers genutzt.
Die Daten für diese Chronik stammen großteils aus den oben angeführten Veröffentlichungen, insbesondere den Jahresberichten. Der Verfasser hatte aber auch Zugang zu den elektronisch gespeicherten Daten und wurde von vielen Bediensteten der Österreichischen Bundesforste unterstützt.
Die „Chronik 1925-2005“ ist wie folgt aufgebaut: Zunächst werden die Zeitabschnitte behandelt, die in der Festschrift 1975 ausführlicher dargestellt wurden. Danach folgt ein Kapitel mit den wichtigsten Ereignissen nach 1975, welche einschneidende Veränderungen für die Bundesforste gebracht haben. Im Anschluss daran werden in einer Reihe von Kapiteln bestimmte Themen ausführlicher dargestellt. Diagramme über Zeitreihen befinden sich vor allem im Kapitel 7: Die Bundesforste von 1976 bis 2005. Diese enthalten in der Regel auch weiter zurückliegende Daten, um den Informationswert zu erhöhen. Im Anhang befinden sich Tabellen über die Entwicklung wichtiger Kennzahlen und Fakten.
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Erst ein Jahrzehnt kennen wir diese Banknoten und Münzen - und schon eine Geschichte darüber? Gerade jetzt ein interessantes Thema, da mancherorts schon ernsthaft gewünscht wird, dass der Euro Geschichte sei. Ein kostenloses eBook erzählt.
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[Free eBook] Werner Bundschuh hat in sechs Jahren Dutzende von lebensgeschichtlichen Interviews mit Frauen und Männern geführt, die in Vorarlberger Dörfer zugewandert sind - aus dem übrigen Österreich, als Umsiedler und Vertriebene während und nach dem Zweiten Weltkrieg, oder als Arbeitsauswanderer aus Ex-Jugoslawien und der Türkei.
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Maria Stromberger (* 16. März 1898 in Metnitz (Kärnten); † 18. Mai 1957 in Bregenz) war eine österreichische Krankenschwester und Widerstandskämpferin in der Zeit des Nationalsozialismus, die sich im Konzentrationslager Auschwitz für die Häftlinge eingesetzt hat.
Maria Stromberger. Maria Stromberger starb 1957 in Bregenz - nicht viele haben bis heute von dieser ungewöhnlichen Frau Notiz genommen. Dabei hatte sie mit unwahrscheinlichem Mut und großer Menschenliebe im Zentrum der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie Widerstand gegen diese Mordsfabrik geleistet.
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Zwischen 1938 und 1945 befand sich im Nordosten des Gemeindegebietes von Mauthausen in Oberösterreich (20 Kilometer östlich von Linz Bezirk Perg) das KZ Mauthausen, das größte Konzentrationslager der Nationalsozialisten in Österreich.
Es bestand vom 8. August 1938 bis zu seiner Auflösung nach der Befreiung seiner Insassen durch US-amerikanische Truppen am 5. Mai 1945. Im KZ Mauthausen und seinen Nebenlagern sind rund 100.000 Menschen ums Leben gekommen.Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers befindet sich seit 1947 eine Mahn- und Gedenkstätte der Republik Österreich.
Mit der Übergabe des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen durch den Oberbefehlshaber der Sowjettruppen in Österreich Generaloberst Kurassow an den Vertreter der Österreichischen Bundesregierung, Bundeskanzler Leopold Figl, am 20. Juni 1947 verpflichtete sich die Republik Österreich – in der Formulierung der Übergabeurkunde – „die Gebäude […] als Denkmal zur Erinnerung an die durch nazistische Henkersknechte hingerichteten Opfer in ihre Obhut zu nehmen und zu erhalten“.
Mit Beschluss des Ministerrates wurde Mauthausen am 15. März 1949 zum Öffentlichen Denkmal erklärt.
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Beachte dort auch weitere Informationen zum Thema unter "Nachschlagen A-Z".
8.7.23 [Letzte Aktualisierung, online seit 25.2.12]
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den INHALT:
Historischer Überblick3
Das Konzentrationslager Mauthausen 1938 – 1945 3
Die Außenlager des KZ Mauthausen 6
Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 9
Organisation 12
Zuständigkeit für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen 12
Zuständigkeit für die ehemaligen Außenlager 14
Initiative zur Stärkung der KZ-Gedenkstätten an Orten ehemaliger Außenlager 17
MitarbeiterInnen der Abteilung IV/7 20
Das Internationale Forum Mauthausen 21
Budget 23
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen heute 24
Konservierung der baulichen Reste des Lagers24
Vermittlungsangebot für BesucherInnen 26
BesucherInnenstatistiken 28
Aufbau einer pädagogischen Abteilung in der Gedenkstätte 32
Veranstaltungen in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 34
Archiv, Forschungstätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit: 36
Das Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 36
Bibliothek38
Forschungstätigkeit 39
Forschung aktuell: Aribert Heim, Lagerarzt im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen: 41
Ausstellungen 44
Die Ausstellung „Konzentrationslager Gusen 1939 - 1945. Spuren – Fragmente –
Rekonstruktionen“ 44
Die Ausstellung „Die Krematorien von Mauthausen“ 47
Die Ausstellung „Das sichtbare Unfassbare“ 49
Publikationen ..51
Schriftenreihe „Mauthausen-Studien“ 51
„Mauthausen – Erinnerungen“ 51
Jahresberichte 52
Weitere Publikationen 52
Website 53
Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 54
Die Arbeit am Konzept 54
„Dialogforum Mauthausen“ 55
Grundsätze der Neugestaltung 56
Zentrale Leitlinien für die Neugestaltung 58
Die wichtigsten geplanten Umsetzungsschritte für die Neugestaltung 59
Bereits realisierte Projekte im Rahmen der Neugestaltung 60
Kooperationspartner (Auswahl) 63
Forschungseinrichtungen und Archive 63
Gedenkstätten 63
NGOs 63
Behörden 64
Kriegsgräberfürsorge 65
Annex 1: Die Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 68
Annex 2: Befreiungsfeiern 2009 66
[Retrodigitalisat] Das von Constantin von Wurzbach in den Jahren 1856 bis 1891 zusammengestellte Biographische Lexikon des Kaiserthums Oesterreich enthält in sechzig Bänden biographische Informationen zu 24.254 Personen, die mit der Geschichte der Habsburgermonarchie in Zusammenhang stehen und ist digitalisiert im Web.
Constantin Wurzbach.Lexikograf und Schriftsteller. Seit 1854: Constantin Wurzbach Edler von Tannenberg; seit 1874: Constantin Wurzbach Ritter von Tannenberg; (geb. Laibach, Krain, heute Ljubljana, Slowenien, am 11. April 1818; gest. Berchtesgaden, Bayern, am 17. August 1893)
Der Sohn eines Advokaten, publizierte bereits als Gymnasiast in Laibach in verschiedenen Zeitschriften. Er studierte 1835 bis 1837 Rechtswissenschaft an der Universität Graz (Steiermark), wo er auch gute Kontakte zu den dortigen Schriftstellern unterhielt. 1837 bis 1843 war er beim Militär – zuletzt im Rang eines Unterleutnants der Infanterie – in Krakau (seit 1838 Galizien; Kraków, Polen) und seit 1841 in Lemberg (Galizien; L’viv / Львів, Ukraine). Daneben studierte er seit 1841 Philosophie an der Universität Lemberg, wo er 1843 zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) promoviert wurde. 1843 trat er vom Armee- in den Zivildienst über und wurde Skriptor (wissenschaftlicher Beamter) an der Universitätsbibliothek in Lemberg. 1847 bis 1848 war er Redakteur der »Gazeta Lwówska« (Lwów [L’viv / Львів]; Lemberger Zeitung) und Vertrauter des Gouverneurs von Galizien Franz Grafen Stadion (1806–1853).
1848 übersiedelte Wurzbach nach Wien, wo er Bibliothekar an der kaiserlichen Hofbibliothek wurde, blieb aber weiterhin de facto für Franz Grafen Stadion tätig, der mittlerweile Innenminister in Wien war. 1849 wurde Wurzbach Bibliothekar (eigentlich Vorstand) der Administrativen Bibliothek des Ministeriums des Innern in Wien, zuletzt im Rang eines k(aiserlich) k(öniglichen) Hof- und Regierungsrats. 1874 wurde er zwecks Vollendung seines sechzigbändigen »Biographischen Lexikons des Kaiserthums Österreich« (1856–1891; enthält 24.254 Biographien) dienstfrei gestellt (1891 pensioniert) und lebte seither in Berchtesgaden (Bayern).
Constantin von Wurzbach, der auch als Lyriker und Prosaist hervortrat, gilt heute als der bedeutendste lexikografische Biograf des Kaisertums Österreich. Am 18. August 1893 starb er in seinem Wohnhaus in Berchtesgaden. Dem Grabstein wurde jedoch nicht jene Inschrift verpasst, die Wurzbach in seinem Testament vom 23. März 1887 ausgesprochen hat: Es möge auf seinem Grabstein eine ein Buch zernagende Maus eingemeißelt werden mit der Inschrift:
Ein Mäuschen ohne alle Stärke
bezwingt das größte aller Werke.
Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich. Das Werk enthält 24.254 Biographien, davon 21.406 von in den verschiedenen Kronländern des Kaiserstaates Geborenen, 1.129 von in Österreich "denkwürdig"gewordenen Ausländern und 1.719 von im Ausland denkwürdig gewordenen Österreichern. Dazu kommen 347 Stammtafeln.
Welchen Wert hat ein solches Lexikon heute noch über den wenig verdienstvollen, dass es selber Teil der Geschichte geworden ist? Suchen wir einen Vorarlberger im Lexikon und vergleichen die Angaben mit unserem heutigen Wissen. Auch wenn das Werk 24.254 Biographien enthält, dann muss es schon ein ganz "großer" Vorarlberger sein, wenn er sich unter den unbestreitbaren Größen in den verschiedenen Kronländern des Kaiserstaates behaupten muss. Im Band 40 haben wir einen solchen gefunden: Salomon Sulzer
Wurzbachs Verdienste um das Bibliothekswesen: Er entwarf die Instruktion für den Bibliotheksdienst, er ordnete und katalogisierte die durch die Pflichtexemplare rasch anwachsenden Bestände der kaiserlichen Hofbibliothek , er baute die an Umfang und Vollständigkeit als einzigartig bezeichnete Sammlung von Flugschriften und Plakaten aus 1848/49 aus. Seinem ausgeprägten Hang zum Sammeln und Ordnen kamen auch seine aus der Bibliotheksarbeit erwachsenen bibliographischen Publikationsreihen entgegen: Die für 1853-1855 erschienene "Bibliographisch-statistische Übersicht der Literatur des östreichischen Kaiserstaates" etwa begründete die Literaturstatistik in Österreich; ihre bahnbrechende Bedeutung für Europa wurde auf internationalen statistischen Kongressen anerkannt.
Das Lexikon auch heute noch zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel historischer und kulturhistorischer Forschung, als eine Art Steinbruch der Biographik, sei es in den Werks- und Quellenverzeichnissen, sei es in den Mitteilungen von biographischen Fakten und Tatsachen. Auch wenn seine Schwächen nicht übersehen werden sollten (Wurzbach ist auf wenigen Gebieten Fachmann, sicher nicht auf den Gebieten Naturwissenschaft, Technik, Industrie und das Problem seines politischen Standpunkts: Wurzbach hat alle Habsburger jedoch nur einen einzigen Sozialisten aufgenommen hat, nämlich Milan Subaríc mit der Berufsbezeichnung "sozialistischer Wanderprediger") darf doch bemerkt werden, dass die Leistung dieses Lexikons nach heutigen Vorstellungen für einen Einzelnen eine geradezu unvorstellbare Leistung ist.
Wie er das zustande gebracht hat, sagt er selbst: "Ordnung war das Hauptgeheimnis meiner Arbeit. Was ich las, notierte ich und brachte es in alphabetische Ordnung ... Dabei war ich nie müßig, ich schlief wenig. Morgens um 7 Uhr war ich bei der Arbeit und arbeitete in der Regel bis 2 Uhr; dann nahm ich ein Mittagmahl und trank nie Wein, machte nie ein Mittagsschläfchen; mir tat es um die Zeit leid, lebte überhaupt sehr mäßig. Abends um 9 Uhr bis halb 12 Uhr bereitete ich mich für die Arbeit des nächsten Morgens vor, so daß ich ganz vorbereitet zum Arbeitspult kam und mich bald mit den Quellen, die oft freilich einen, auch zwei und drei große Tische bedeckten, zurechtfand."
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