Montag, 16. Mai 2016

[ #Digitalisat ] Berthold Viertel: Die Spur

Berthold Viertel trat zunächst literarisch in Erscheinung: Er schrieb Gedichte, Essays und Beiträge für die von Karl Kraus herausgegebene Zeitschrift Die Fackel. 

1912 wurde er Dramaturg und Regisseur der Wiener Freien Volksbühne. Bereits 1913 erschien in Leipzig sein Lyrikband "Die Spur".

Inhaltsverzeichnis

Widmung 5
Der Ort 6
Der kranke Knabe 8
Der Gut-Wetter-Wind 9
Schulstunde 10
Vanitas 11
Heilige Gruppe 12
Der schlafende Knabe 13
Gebet 14
Vorfrühling 16
Einsiedler 17
Die Freude 18
Die Nähe 19
Vor dem Einschlafen 20
In der Nacht 21
Die Stadt 22
Pferderennen 23
Szene 24
Einsam 25
Begegnung 26
Bauernpferde 27
Die Schlafende 28
Der Selbstmord 30
Ein Kuß 31
Der Morgen 32
Der Heller 33
Die Heimkehrende 35
Verfinsterung 36
Spaziergang in der Nacht 38
Die Unerbittlichkeit 39
Einem edlen Jüngling 40
Liebe 41
Die Spielende 42
Ein Brief 43
Abschied 44
Auch du 45
Schnee 46
Bitte an die Geliebte 47
Ihr Freunde 48
Unschuld 49
Die Insel 50
Für die Nacht 53
Der Berg 54
Gloria 56

Berthold Viertel. (* 28. Juni 1885 in Wien, † 24. September 1953 in Wien) Er war ein österreichischer Schriftsteller, Dramaturg, Essayist, Regisseur und Übersetzer, der 1885 in Wien als Sohn aus Galizien eingewanderter Juden geboren wurde. Nach abgebrochenem Philosophiestudium war er Mitbegründer der Wiener "Volksbühne", wo auch seine ersten Inszenierungen auf die Bretter kamen; zugleich Mitarbeiter berühmter Journale wie der Schaubühne, des Simplicissimus und der von Karl Kraus herausgegebenen Fackel. Anrührend ist Viertels Erinnerungen an den Wiener Sonderling Peter Altenberg, den impressionistischen "Narren und Heiligen": "Er war der Künstlichste, weil er der Natürlichste war – ein Grenzfall. Und so war auch seine Weisheit immer ein Grenzfall seiner Torheit."

Nach dem Krieg wurde Berthold Viertel Schriftleiter am Prager Tageblatt und ab Herbst 1918 Regisseur am Dresdner Theater, mit bahnbrechenden Uraufführungen expressionistischer Dramen von Georg Kaiser, Walter Hasenclever, August Stramm und Friedrich Wolf. 1922 engagierte ihn Max Reinhardt nach Berlin. 1923 widmete ihm Karl Kraus die Komödie in Versen "Wolkenkuckucksheim". 1924 führt er beispielsweise Regie bei dem selten aufgeführten Kraus-Stück "Die letzten Tage der Menschheit". Die Nazis vertrieben ihn nach London und New York. Ab 1948 war er wieder Regisseur am Burgtheater.

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