Donnerstag, 28. Januar 2016

[ #eLexika ] Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts (DWDS) spricht!

[Free eLexika]  Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts (DWDS) ist ein Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dessen Ziel die Erstellung eines digitalen Wörterbuchsystems auf der Basis sehr großer elektronischer Textkorpora ist. 

Dabei baut es auf dem sechsbändigen Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) auf und verknüpft dieses mit eigenen Text- und Wörterbuchressourcen. Es stellt dem Nutzer die Rechtschreibung nach neuestem Stand, die Aussprache in Form von Audiodateien und vielfältige Angaben zur Form, Verwendung und Bedeutung seiner Stichwörter zur Verfügung.

Ein tolles Angebot für Deutschlerner. Zu den wesentlichen Charakteristika eines Wortes zählen seine phonologischen Eigenschaften. Anders aber als semantische oder morphologische werden sie nicht nur in der deutschen Lexikografie durchweg stiefmütterlich behandelt. Das liegt sicher nicht daran, dass sie grundsätzlich für unwichtig gehalten werden; sie lassen sich aber in einem gedruckten Buch schlecht darstellen, denn mit gängigen Lautschriften kann man die tatsächliche Aussprache nur umständlich und wenig nutzerfreundlich erfassen. Die technische Entwicklung hat es nun jedoch möglich gemacht, die einzelnen Wörter von ausgebildeten Sprechern sprechen zu lassen, sodass beispielsweise Sprachlerner einen realistischen Eindruck der Aussprache erhalten.

In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Psycholinguistik (MPI-Nijmegen) wurde damit begonnen, erstmals ein umfassendes „gesprochenes Aussprachewörterbuch“ des Deutschen zu erarbeiten. Dies geschieht in zwei Schritten. Im ersten Schritt werden alle im WDG lexikografisch bearbeiteten Stichwörter in dieser Form gesprochen und als Audiodateien in die Wörterbuchartikelstruktur integriert. Im Digitalen Lexikalischen System können sie angeklickt und beliebig oft angehört werden. In den Fällen, dass ein Wort auf zwei oder mehrere Weisen ausgesprochen werden kann, werden alle Varianten angeboten (z.B. insofern). Im zweiten Schritt wird eine Auswahl aus den im WDG nicht enthaltenen, aber in den DWDS-Korpus belegten rund 16 Millionen verschiedenen Wortformen (types) hinzugenommen. Die wesentlichen Kriterien für diese Auswahl sind der Grad der Lexikalisierung, die Beleghäufigkeit und die Streuung über Textsorten. Für die Aussprache der Wörter konnte die Sprecherzieherin Maren Böhm gewonnen werden.

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