Mittwoch, 21. Dezember 2016

[ #eText ] Fit am Ball: Fußball im Sachunterricht – spielerisch Regeln fürs Leben lernen

[PDF] Die Hochschule München und die Ludwig-Maximilians-Universität München hatten zum Start der Fußball-WM für die deutsche Bundesgesundheitszentrale (BZgA) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) Materialien zum Thema "Fußball, Fitness und Ernährung" für die Grundschule entwickelt.

Was kann man mit Fußball in der Schule lernen? In der Regel wird hin und wieder im Sportunterricht gespielt. Das ist gut und wichtig, aber weitere Lernchancen rund um den Fußball werden vertan. Dabei interessieren sich die Kinder sehr für diesen Sport und vieles, was mit ihm zusammenhängt. Besonders wenn die Fußball-WM ins Haus steht.

Wenn Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht dennoch nur wenig oder gar nicht auf das Thema eingehen, liegt das im Allgemeinen unter anderem auch daran, dass eigene Erfahrungen mit diesem Spiel sowie Detailkenntnisse, aus denen man viele interessante und auch ertragreiche Unterrichtsstunden machen könnte, eher selten sind. Dabei kann man das Thema Fußball, fächerübergreifend geschickt mit anderen Inhalten verbinden, die im Unterricht der Grundschule wichtig sind, findet Prof. Joachim Kahlert, der das Zentrum für Lehrerbildung leitet und Inhaber des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. Seit vielen Jahren bildet er Lehrerinnen und Lehrer für diese Schulart aus. Es weiß, worauf es beim Lernen in der Schule ankommt. Zusammen mit seinem Kollegen, Prof. Andreas de Bruin, Experte für die Wirkungsdimensionen von ästhetischen Medien, insbesondere im Bereich Körper und Bewegung, an der Hochschule München, hat er im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Materialien für den Grundschul-Sachunterricht zum Thema "Fußball, Fitness und Ernährung" entwickelt.

Unterrichtsvorschläge. Lehrerinnen und Lehrer finden darin Unterrichtsvorschläge, Materialien und vertiefende Informationen zu Themen wie: Fußball spielt man überall. Was macht den Fußball weltweit so interessant? Ein Sport für Mädchen und für Jungen. Fair sein – dann haben alle Spaß. Fit am Ball – gesunde Ernährung. Außerdem verrät die Trainerin der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft, Silvia Neid, warum sie selbst gerne Fußball spielt, und Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger Zé Roberto erzählt von seinem Weg vom Straßenfußballer in São Paulo zum internationalen Starspieler.

Fairness, was ist das überhaupt? Mädchen und Jungen, welche Interessen haben sie gemeinsam, wo liegen die Unterschiede? Wie kommt man zu Regeln, warum brauchen wir sie? Warum wirkt Fußball verbindend über alle Grenzen hinweg? "An solchen Themen lassen sich grundlegende Einsichten darüber gewinnen, wie man fair miteinander umgeht. Und das ist nicht nur auf dem Fußballplatz wichtig, sondern im ganzen Leben. Auch mit sich selbst sollte man achtsam umgehen", betont Joachim Kahlert. Denn wer Fußball spielt, braucht Energie und muss sich daher besonders gut ernähren. So lassen sich spielerisch wichtige Regeln der gesunden Ernährung vermitteln und das Bewusstsein dafür fördern, dass man in Bewegung bleiben muss, um gesund und fit zu sein.

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