Dienstag, 28. März 2017

[ #news ] Öffnet endlich die Bücher!

Es gibt keine Partei, welche nicht von der Bildungsmisere spricht. 

Für Vorarlberg ist die Misere ja besonders evident und bilden wir bei den schon nachweislich schlechten internationalen Studienergebnissen für Österreich auch dort mit Abstand den letzten Waggon mit der roten Laterne.

Die Gründe sind so vielfältig wie die Programme und ideologischen Streitpunkte. Und immer wird die Kritik nach Wien, an ein Ministerium, an die Regierung oder Gesetzgeber und Parteien gerichtet. Dabei sind so viele Probleme einfach hausgemacht und könnten wir hier im Lande regeln.
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[ #FREIHANDbuch ]

Montag, 27. März 2017

[ #FreeBook ] Studieren lernen - Arbeits- und Lerntechniken, Prüfungen und Studienarbeiten

[Free eBook] Viele Studienanfänger haben in der Schule wissenschaftliches Arbeiten nicht gelernt. 

In der Schule unterrichtet man zwar Einzelfächer wie Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik oder Kunst. Kaum ein Fachlehrer fühlt sich jedoch für das übergreifende Thema "Lernen lernen" zuständig. Die Naturtalente unter den Schülern können lernen. Die anderen wursteln sich durch, mit mehr Anstrengung als nötig wäre – oder sie scheitern.

Abstract. Für das Studium genügt Durchwursteln nicht, man braucht effiziente Arbeits- und Lerntechniken. Dieses Buch hilft bei der Selbstorganisation des Studiums und bei der Bewältigung des Lernstoffs. Als Studierender profitiert man, weil man dasselbe Ziel mit weniger Aufwand erreicht oder man mit demselben Aufwand mehr erreicht. Als Lehrender profitiert man, weil gut organisierte Studierende besser und schneller lernen.

Das Studium ist eine eigenständige Lebensphase, ist keine bloße Weiterführung der Schullaufbahn. Ebenso wenig ist das Studium lediglich eine Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Studere (lateinisch) bedeutet „sich ernsthaft um etwas bemühen“. Studieren ist nicht passives Aufnehmen, sondern aktives Gestalten und Arbeiten (Spoun & Domnik, 2004), und das in erheblich größerem Umfang als es die Schule erfordert.

Das Studium bietet mehr Freiräume als die Schule und erfordert deshalb mehr Selbstdisziplin und die Fähigkeit zur Selbststrukturierung der Lernprozesse sowie mehr Eigeninitiative (Streblow & Schiefele, 2006). Aus diesem Grund fällt vielen Studierenden das Umsteigen von der Schule oder aus dem erlernten Beruf heraus in ein Studium zunächst schwer.

Lernen ist Arbeit. Ohne eigene Anstrengung geht es daher nicht. Mit falschen Lerntechniken führt aber auch Anstrengung nicht ans Ziel (Metzig & Schuster, 2006). Man benötigt für den Studienerfolg beides: Anstrengung und Lerntechniken

Man muss nicht nur den Lernstoff beherrschen, sondern auch Prüfungen bestehen. In Kapitel 4 wird auf schriftliche und mündliche Prüfungsleistungen sowie auf Studienarbeiten eingegangen. Schriftliche Prüfungen werden ausführlich behandelt, von der Vorbereitung bis zu vermeidbaren Fehlern. Hierzu gibt es bisher nur wenige konkrete Hinweise in der einschlägigen Literatur. Die Ausführungen gehen deshalb zu einem Großteil auf Gespräche mit Dozentenkollegen zurück. Sie berücksichtigen zum Teil die spezifischen Bedingungen der FH Bund, sind zum größeren Teil aber allgemein auf alle Hochschulen anwendbar. Im Abschnitt zu mündlichen Prüfungen werden Hinweise zu Antworttechniken und Gesprächsführung sowie Tipps zum Umgang mit Nervosität und Stress vor und in der Prüfung gegeben. Die Hinweise zur Erstellung von Studienarbeiten helfen bei den ersten eigenen Arbeiten, von der Themenwahl über die Recherche bis hin zu Gliederung und zu formalen Vorschriften.

 [ #FREIHANDbuch ]⇒

Was Sie erwartet: Inhaltsübersicht
1 Vorwort
2 Einleitung
3 Arbeits- und Lerntechniken
3.1 Basisfähigkeiten
3.1.1 Konzentration
3.1.2 Intelligenz
3.1.3 Motivation
3.2 Arbeitstechniken
3.2.1 Informationen finden
3.2.2 Informationen filtern
3.2.3 Informationen gründlich verarbeiten
3.3 Lerntechniken
3.3.1 Gedächtnis
3.3.2 Lerntyp
3.3.3 Lernstrategie
3.4 Äußere Rahmenbedingungen
4 Wenn es darauf ankommt: Prüfungen
4.1 Klausur
4.1.1 Vorbereitung
4.1.2 Fallstricke
4.1.3 Typische Fehler
4.1.4 „Legales Spicken“
4.1.5 Zusammenfassung
4.2 Prüfungsgespräch
4.2.1 Vorbereitung
4.2.2 Was wollen Prüfer hören?
4.2.3 Wenn das Licht ausgeht: Blackout
4.2.4 Zusammenfassung
4.3 Studienarbeit
4.3.1 Themenstellung
4.3.2 Material sammeln
4.3.3 Material verdichten
4.3.4 Informationen aufbereiten
4.3.5 Formvorschriften
4.3.6 Bestandteile
4.3.7 Eigenständigkeit der Bearbeitung
4.3.8 Beurteilungskriterien
5 Links
6 Literaturverzeichnis
7 Autorenverzeichnis

[ #FreeBook ] Alles getürkt - 500 Jahre (Vor)Urteile der Deutschen über die Türken

[Free eBook/PDF] Sind die deutsch-türkischen Beziehungen wirklich nicht älter als die Geschichte der Arbeitsmigration und der Bagdad Bahn? Woher kommen dann türkische Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert in verschiedenen Städten? 

Was hat es mit den "Türkenglocken" auf sich, die in katholischen Gemeinden um 12.00 geläutet werden und heute unter "englischer Gruß" bekannt sind? Wieso ist "alles getürkt" ein Ausspruch aus dem Militärischen und wieso ist das kaum bekannt? Was hat "Mach kein Hekmek" mit türkischen Kriegsgefangenen und deren Wunsch nach Brot (Ekmek) zu tun?


Ein Buch, ursprünglich als Diplomarbeit, steht dazu kostenlos als PDF online und wirft Schlaglichter auf Vergangenes, Vergessenes und doch auch heute noch so Wirksames.

Dr. Margarete Spohn. Interkulturelle Pädagogin, Soziologin, promovierte im Bereich der Migrationssoziologie über familienbezogene männliche Identitäten der türkischen Migranten der ersten Generation. Lehr- und Forschungstätigkeit an Universitäten im Inund Ausland. Forschungstätigkeit u.a. in Neuseeland über Türken in Neuseeland. Arbeit in der Forschungsabteilung der IOM (International Organization for migration) in Genf. Derzeit Arbeit bei der Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: "Zuwanderungsgesetz; Menschen in der Illegalität; Interreligiöser Dialog"

Aus der Einleitung:

"Die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Türken/innen begann 1961 mit dem Anwerbevertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und derTürkei. Dieser Schluß drängt sich auf, bei einem Blick in die zahlreiche Literaturzum Thema "Gastarbeiter" und "Arbeitsmigration". Wenn dies so ist, wenn Deutsche und Türken/innen wirklich erst eine 30jährigegemeinsame Geschichte haben, wie ist dann Folgendes zu erklären:
- Ausdrücke wie:
"einen Türken bauen"
"türken, oder einen Türken stellen"
"Türkenblut", ein Rotwein
"schlimmer als der Türke"
"Türk" oder "Sultan" als Hundenamen
"Kümmeltürken" als Bezeichnung für Haller Studenten... ?
- Türkendrucke aus dem 15.-17. Jahrhundert in allen deutschen Gebieten?
- Türkengebete, Türkenglocken vom 12. Jahrhundert an?
- Türkische Gräber aus dem 18. Jahrhundert in Berlin, Hannover und anderen
Städten?
- Türkentaufen im Deutschland des 17. und 18. Jahrhunderts?

Es liegt nahe zu vermuten, daß dies Relikte viel früherer Epochen deutschtürkischer Beziehungen sind, deren Nachwirkungen noch heute spürbar sind. Es wäre doch durchaus möglich, dass Türken/innen, die von dem wachsendenRassismus in der Bundesrepublik am stärksten betroffen sind, Opfer jahrhundertealter, längst vergessen geglaubter, Vorurteile und Ängste sind,die ins kollektive Unterbewusstsein der Deutschen eingedrungen sind. DieseArbeit möchte versuchen, längst Vergessenes wieder sichtbar werden zu lassen.

[ #FREIHANDbuch ]⇒

Inhalt zur vorgängigen Orientierung über das Angebot

    * Vorwort ( 6 KB) 9
    * Einleitung ( 16 KB)11
    * Exkurs: Wer sind die Türken? (14,8 KB)15
          o Erklärungsversuche von Gelehrten des 15., 16. und 17. Jahrhunderts
    * 1 Das religiös geprägte Türkenbild (232 KB)19
          o 1.1 Allgemeine Lage 19
          o 1.2 Die Propaganda der Römischen Kirche 21
          o 1.2.1 Manipulation durch fingierte Briefe 22
          o 1.2.2 Manipulation durch Eingriffe im kirchlichen Bereich 23
          o 1.2.2.1 Türkenpredigten 23
          o 1.2.2.2 Türkenglocken 24
          o 1.2.2.3 Türkengebete 25
          o 1.2.3 Die Rolle Marias im Türkenkampf 27
          o 1.2.4 Manipulation durch Kreuzzugspropaganda 29
          o 1.2.4.1 Christensklaven im Dienst des Kreuzes 31
          o 1.2.4.2 Prediger im Dienst des Kreuzes 32
          o 1.2.5 Prophezeiungen im Dienst von Kirche und Kaiser 33
          o 1.3 Reformation und Türkenfrage 38
          o 1.4 Türken/innentaufen in Deutschland 41
          o 1.5 Zusammenfassung 45
    * 2 Das musikalisch geprägte Türkenbild (199 KB)49
          o 2.1 Türkische Musik in Europa 49
          o 2.2 "Türkische" Musik in Deutschland 52
          o 2.3 Türkenopern 52
          o 2.4 Die weltlichen und geistlichen Türkenlieder 63
          o 2.4.1 Die weltlichen Türkenlieder 64
          o 2.4.2 Die geistlichen Türkenlieder 68
          o 2.5 Zusammenfassung 70
    * 3 Das Türken/Innenbild in der Reiseliteratur (223 KB)71
          o 3.1 Zum Begriff "Reisebeschreibung" 71
          o 3.2 Analyse der Reisebeschreibungen 74
          o 3.2.1 Bartholomeus Georgievics: "Türckenbüchlin" 74
          o 3.2.1.1 Über den Autor 75
          o 3.2.1.2 Über das Buch 75
          o 3.2.1.3 Über den Inhalt 75
          o 3.2.2 Salomon Schweiger: "ein newe Reyßbeschreibung" 79
          o 3.2.2.1 Über den Autor 80
          o 3.2.2.2 Über das Buch 81
          o 3.2.2.3 Über den Inhalt 81
          o 3.2.3 Lady Mary Wortley Montagu: "Briefe aus der Türkei" 86
          o 3.2.3.1 Über die Autorin 87
          o 3.2.3.2 Über das Buch 87
          o 3.2.3.2 Über den Inhalt 88
          o 3.2.4 Andrea Baumgartner-Karabak/Gisela Landesberger: "Die verkauften Bräute" 92
          o 3.2.4.1 Über die Autorinnen 92
          o 3.2.4.2 Über das Buch 93
          o 3.2.4.3 Über den Inhalt 93
          o 3.3 Zusammenfassung 99
    * 4 Das Türkenbild im Unterricht (136 KB)105
          o 4.1 Perspektivwechsel 105
          o 4.2 Geschichtsunterricht und Identität 106
          o 4.3 Das Türkenbild in sechs ausgewählten Geschichtsbüchern 108
          o 4.4 Die Auswirkungen des im Geschichtsunterrichts vermittelten Türken/innenbildes auf deutsche Schulkinder 116
          o 4.5 Leitlinien für den Geschichtsunterricht 119
          o 4.6 Zusammenfassung 120
    * Exkurs: Die Türken und die Deutschen Sprache (8,2 KB) 123
    * Literatur (60,4 KB) 125
    * Anhang (156 KB)
    * Schlußfolgerung (15,8 KB)

Samstag, 25. März 2017

[ #eLexika ] Deutsch-Türkisches Glossar zur Jugendbildungs- und Projektarbeit


Während ihrer Arbeit bei der türkischen Jugendorganisation "Community Volunteers Foundation" in Istanbul hat die Ethnologin und Turkologin Caroline Thon 2002 ein Wörterbuch zur Jugendbildungs- und Projektarbeit erarbeitet. 

Es ist eine Sammlung von rund 160 Begriffen, die für ihre Arbeit zentral waren - und die sich ihr als sehr spezifisch darstellten, darunter Termini wie peer education, Multiplikatoren, Nachhaltigkeit, non-formale Bildung. Es ist vielleicht nicht mehr ganz neu, doch deutsch- wie türkischsprechende Jugendarbeiter werden für die 160 nützlichen Lemmata auch heute noch dankbar sein.

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[ #FREIHANDbuch ]

Freitag, 24. März 2017

[ #eLexika ] DDR-Lexikon: DDR-Wissen

[eLexika] Das DDR-Lexikon funktioniert nach dem Wiki-Prinzip. Das Crowdsourcing bringt viele Autoren zusammen um eine DDR-Enzyklopädie für Internetnutzer mit sachlich-korrekten Informationen zu schaffen. 
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) existierte als Staat vom 7. Oktober1949 (Staatsgründung) bis zum 2. Oktober 1990 (Wiedervereinigung).
Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, denn die Beschreibung einer "untergagenenen Kultur" ist doch oft mit den Vokabeln der "Sieger" unzureichend, und mit dem originären DDR-Amts- oder Propagandawortschatz tut man sich heute erst recht schwer. Entsprechend ernst sind auch die Regeln für die Crowd: 
"Der neutrale Standpunkt versucht, Fakten in einer Weise zu präsentieren, dass die Leser des Artikels den Inhalt des Artikels akzeptieren können. Die eigene Bewertung, eigene Meinung haben im Artikel nichts verloren!"
[ #FREIHANDbuch ]
Inhaltsübersicht
        * Staat und Gesellschaft
              o Staat ?, Verfassung, Souveränität, Recht, Staatliche Symbole
              o Regierungssystem, Volkskammer, Ministerrat, Staatsrat
              o Massenorganisationen, FDGB, FDJ, Demokratischer Frauenbund Deutschlands, Kulturbund der DDR, GST, DTSB
        * Staatsgebiet
              o Topografie, Statistisches
              o Berlin, Bezirke, Kreise, Städte und Gemeinden
        * Politik
              o politisches System, Parteien, Nationale Front der DDR, Volksvertretungen, Wahlen
        * Ideologische Grundlagen und Richtungen
              o Kommunismus, Marxismus, Marxismus-Leninismus, Sozialismus, Stalinismus 
        * Wirtschaft
              o Volkswirtschaft Nationaleinkommen Arbeitseinkommen
              o Wirtschaftsbereiche Industrie Handwerk Handel Betriebsformen
              o Landwirtschaft Verkehrswesen Post und Fernmeldewesen RGW
              o Finanzen Staatshaushalt Geld/Währung Preissystem Sparguthaben Versicherung
              o Kommerzielle Koordinierung
              o Tourismus
        * Bildung, Kultur und Sport
              o Bildungspolitik, Schule
              o Kulturpolitik, Kulturbund der DDR, Theater, Musik, Film
              o Presse, Rundfunk, Fernsehen
              o Museen und Bibliotheken
              o Sport, Fußball,
        * Gesundheits- und Sozialwesen
              o Gesundheitswesen, Sozialwesen, Erholung
        * Glaube und Religion
              o Atheismus, Jugendweihe, Kirche, Religion
        * Wissenschaft und Forschung
              o Forschung, Wissenschaft, Hochschulen
        * Militär und Geheimdienst
              o MfNV NVA KVP ZV GST GSSD WGT SMAD Grenztruppen
              o Geheimdienste: Ministerium für Staatssicherheit Militärnachrichtendienst NKWD KGB
        * Opposition und Bürgerrechtsbewegung
              o 17. Juni 1953
              o Ausreiseantrag, Flüchtlinge, Republikflucht
              o Persönlichkeiten der Opposition, Opfer der DDR-Justiz
              o 1989, Montagsdemonstration, Alexanderplatz-Demonstration
              o Zentraler Runder Tisch
        * Deutschlandpolitik
              o Berlin-Politik, Deutschlandpolitik
        * Internationale Beziehungen
              o Außenpolitik, Staatliche Anerkennung, Warschauer Vertrag, RGW, UNO, UdSSR, BRD
        * Personen
              o Personen, Künstler, Politiker, Schriftsteller, Sportler 

Anhang I Chronik -- Abkürzungen -- Bibliographie -- Fehlende Artikel -- zu löschende Seiten -- weitere Stichworte (das sind noch nicht eingeordnete Seiten) -- verbesserungswürdige Artikel

Anhang II Autoren-FAQ -- Die Autoren -- Problem DDR-Sprache

[ #FreeBook ] Führungskräfte und Hochqualifizierte in Vorarlberg: Regionale und soziale Herkunft

Regionale und soziale Herkunft, Ausbildungsniveau, regionale und soziale Mobilität der Hochqualifizierten Vorarlbergs

[Free eBook/PDF] Die Tatsache, dass Vorarlberg neben der niedrigen Akademikerquote auch viele Universitätsabsolventen als "Wirtschaftsflüchtlinge" an die anderen österreichischen Bundesländer und ins Ausland verliert, ist bekannt. Das vorliegende "eBook" liefert dafür eine Reihe von Gründen und liefert auch für die aktuelle Schul- und Bildungsdiskussion einen reichhaltigen Fundus. Wenngleich die Untersuchungen schon Jahre zurück liegen, dürfen die Ergebnisse unter dem Motto "Im Westen nichts Neues" durchaus auf die heutigen Tage übertragen werden.

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[ #FREIHANDbuch ]


[ #FreeAudiobook ] Grimm Märchen: ~ 200 mal kostenlos lesen und/oder hören

Märchen sind zuerst Literaturgeschichte. Oral oder schriftlich übermittelte Mythen, Geschichten, Erziehungshilfen und fabelartige Beispiele. 

Aber auch gar nicht so selten sind es tradierte Vorurteile oder heute aus dem historischen Kontext der Entstehung herausgelöste Erziehungsliteratur. Ohne den historischen Kontext laufen Märchen Gefahr, uns ein falsches Bild von Kindheit und Gesellschaft der Vergangenheit zu liefern. Märchen wurden vorerst nur oral überliefert, also mündlich weitererzählt und haben dadurch eine fortlaufende Umgestaltung und Anpassung erfahren.
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[ #FREIHANDbuch ]

[ #FreeBook ] Bilder aus der Vorarlberger Arbeitswelt von 1880 bis 1938

Gerade in Vorarlberg definieren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts überdurchschnittlich viele Menschen sich selbst über ihre Arbeit. 

Arbeitsfleiß und der Wille zum beruflichen Fortkommen waren unabdingbare Voraussetzungen für das individuelle Überleben einerseits und für die Schaffung des heutigen Standards der Vorarlberger Wirtschaft andererseits. Darüber berichtet das als PDF herunterladbare Buch hier.
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[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 23. März 2017

[ #FreeBook ] Verwaltete Verwandtschaft - Eheverbote, kirchliche und staatliche Dispenspraxis im 18. und 19. Jahrhundert

Die Wiener Habilitationsschrift von Margareth Lanzinger zeigt auf, dass auch in früheren Jahrhunderten das Zusammenleben von Mann und Frau unter kirchlichen und staatlichen Bedingungen genau geregelt war. 

Eine Heirat war abhängig davon, ob und wie die Beziehungen zwischen den beiden Partnern mit den Verwandtschaftsbeschränkungen in Einklang zu bringen waren und welche Dispense gegebenenfalls erforderlich waren.

Die seit dem Vierten Laterankonzil 1215 bis zur Einführung des Codex iuris canonici 1917 geltenden Regeln für eine katholische Eheschließung sahen vor, dass Verwandte bis zur vierten Generation rückwärts sowie durch Patenschaft in eine geistliche Verwandtschaft eingetretene Personen nicht miteinander eine Ehe eingehen konnten. Neben Schwierigkeiten mit der Zählweise offenbaren die Quellen, die Lanzinger für vier Diözesen (Brixen, Salzburg, Chur und Trient) untersucht hat, Diskurse über den Gnaden- oder Strafcharakter von Dispensen, zu Liebesbeziehungen und Emotionen, zur Sorge um die materielle Existenz, aber auch um die Moralität der Partner. Erst im 19. Jahrhundert treten medizinische Diskurse hinzu, die sich mit dem Konzept des "gemeinsamen" oder "fremden Blutes" verbinden.

Für Dispense von zu naher Verwandtschaft waren kirchliche Behörden (Bistum und Rom) zuständig, doch standen sie in Konkurrenz zu den staatlichen Behörden, die häufig eine laxere Praxis verfolgten. Wegen der Kleinräumigkeit der Territorien wechselten Heiratswillige deshalb öfter die Grenzen. Dispense waren also Ausdruck konkurrierender Machtkämpfe zwischen Kirche und Staat, vor allem am Ende des 18. Jahrhunderts in der josephinischen Reformperiode.

Vorarlberger Inzestprobleme. Ein letztes Problemfeld eröffnet Lanzinger mit den "konsanguinen Ehen", also denen zwischen Cousin und Cousine. Sie kann zeigen, dass ökonomische Erklärungen auf dem Hintergrund des lokalen Erbrechts zwar eine wichtige Rolle spielen, aber solche Heiratsprojekte auch "eine Folge verdichteter Verwandtschaftsnetze insbesondere der über Vermögen und Status definierten lokalen und regionalen Eliten" sind, wie sie am Beispiel der Vorarlberger Familie Metzler darlegen kann. Joseph Feßler, später als Generalsekretär einer der wichtigen Protagonisten des Ersten Vatikanischen Konzils, versuchte als Generalvikar in Vorarlberg diese Verwandtenehen nach Möglichkeit zu verhindern. Als in Österreich 1868 die Notzivilehe eingeführt wurde, bekamen heiratswillige Paare einen Ausweg, den sie gelegentlich durch Andeutungen und Drohungen ausnutzten, um eine kirchliche Ehedispens zu erhalten.

[ #FREIHANDbuch ]⇒

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt:
Inhalt
VORWORT   7
EINLEITUNG       9
1. Verwandtschaft und Verwandtenheirat   15
2. Konfessionelle Differenzierungen     24
3. Verwalten von Verwandtschaft     27
4. Quellen im Kontext      31
I. KONZEPTE UND DISKURSE      41
1. Eheverbote: Reichweiten und Zählweisen    42
2. Gnade und Strafe       52
3. Liebe und Leidenschaft      57
4. Sozio-politische und moralische Argumente    69
5. Physiologisch-medizinische Diskurse     81
6. Vom „gemeinsamen“ und „fremden Blut“ zur Rassifizierung   90
II. KIRCHE UND STAAT IN KONKURRENZ    99
1. Das placetum regium – eine „formalité si humiliante pour l’Eglise“  102
2. Staatliche Dispenspolitik im Zeichen des „allgemeinen Nutzens“  109
3. Die Grenze der Eheverbote: zweiter oder vierter Grad?  115
4. Dispensvollmachten: divergierende und konfligierende Logiken 124
5. Keine Dispensen mehr aus Rom?    133
6. Eigenmächtigkeiten – mit Grenzen    145
III. VERFAHRENSWEGE, EVIDENZEN UND LOGIKEN    159
1. Dispensakten und Diözesen    161
2. Wissen und Wahrnehmung von Verwandtschaft   172
3. Abwehr und Hürden     183
4. Römische Dispensen: der Parcours durch die Verwaltung  191
5. Kanonische Dispensgründe: Logiken von Status und Geschlecht 205
6. Öffentlich und geheim, ‚würdig‘ und ‚unwürdig‘   214
IV. NAHE SCHWÄGERSCHAFT – UMKÄMPFTE VERBINDUNGEN   223
1. Verschärfte Dispenspolitik     227
2. Vermittlung und Empfehlung     233
3. Kämpfen um Dispensen – auf „nie erhörtem Wege“   243
4. Tante versus Stiefmutter      254
5. Das „ärgerliche Zusammenwohnen“    264
6. Besitz und Vermögen – Konflikte und Befriedung  272
V. KONSANGUINE EHEN: KONTEXTE UND KONTROVERSEN   281
1. Milieuspezifische Argumentationsrepertoires   285
2. Verdichtete Cousin-Cousinen-Ehen: die Geschwister Metzler  .291
3. Joseph Feßlers Kampf gegen Cousin-Cousinen-Ehen   301
4. Auswirkungen römischer Dispensehen: die Erhebung von 1883 310
5. Die „Notzivilehe“ und schwierige Verbindungen: Onkel und Nichte 317
6. Verwandtenehen in Zahlen – politische Kultur im Kontext  329
SCHLUSS: ABGRENZUNGEN UND MACHTSPHÄREN    343
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN UND TABELLEN    353
DIE ORGANISATION DES MATERIALS     355
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS     357
Archivmaterial       357
Gedruckte Quellen       361
Literaturverzeichnis      369
REGISTER        398

[ #Digitalisat ] Handbuch für Reisende im Allgäu, Lechtal und Bregenzerwald

Das häufig zitierte und informative "Handbuch für Reisende im Al(l)gäu, Lecht(h)al und Bregenzerwald."  Mit einer Karte, einem Höhen-Profil und einem Trachtenbilde des Allgäuer Künstlers Joseph Buck ist bei archive.org online. 

Es gibt dasselbe Buch zigmal als Nachdruck Als Flip-Book von archive.org ist es auch am PC schön und leicht zu lesen. Für Vorarlberger sind die Schilderungen aus dem Bregenzerwald und Lechtal besonders interessant.

Joseph Buck. Buck (* 22. März 1820 in Kempten; † 1897) war ein Allgäuer Maler und Heimatforscher. Seine Dokumentationen und Zeichnungen heute nicht mehr vorhandener Bauwerke sind wichtige Zeugnisse zur Rekonstruierung der Geschichte von Allgäuer Ortschaften. Er gehörte 1884 zu den Gründern des Heimatvereins Kempten (Alterthums-Verein für das Allgäu[1]) und der von diesem Verein herausgegebenen geschichtlichen Zeitschrift „Allgäuer Geschichtsfreund“.

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Dienstag, 21. März 2017

[ #Digitalisat ] Carl Spitteler: "Unser Schweizer Standpunkt"


Der Zusammenhalt der Schweiz war nach Ausbruch des I. Weltkrieges gefährdet. Ist der 
26. Oktober vielleicht auch ein Gedenktag für die Schweizer Neutralität?

Die "Neue Helvetische Gesellschaft" ersuchte am 26.Oktober 1914 den Schriftsteller Carl Spitteler als Vertreter der geistigen Elite der Schweiz, für ein gesamtschweizerisches Zusammenstehen in einer Rede besonderes Gewicht zu verleihen. Das Werk steht auf den Seiten der State Library Victoria in Melbourne (Australien) als Retrodigitalisat online und als PDF-Datei zum Download bereit.

Nobelpreis. Er hielt diese Rede: "Unser Schweizer Standpunkt". Genau am 14. Dezember 1914 vor der "Neuen Helvetischen Gesellschaft" (NHG), Gruppe Zürich, im Saal zu Zimmerleuten, das heißt im Zunfthaus zu Zimmerleuten am Zürcher Limmatquai. Und er sorgte für Aufregung. Eine Aufregung, die ihn 1915 für den Literaturnobelpreis durchfallen ließ und die ihm 1919 endlich die verdiente Auszeichnung sicherte. Seine Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis war unter anderem eine Folge der französischen Rezeption seiner Rede von 1914. Speziell Romain Rolland machte sich für Spitteler stark, um einen politischen Literaten zu ehren. In England und den USA hieß es denn auch irrig, die schwedische Akademie hätte Spitteler für seine während des Krieges gehaltene Rede mit dem Friedenspreis gekrönt.


Carl Friedrich Georg Spitteler (* 24. April 1845 - † 29. Dezember 1924 - Pseudonym Carl Felix Tandem). Er wurde am 24. April 1845 in Liestal bei Basel als Sohn eines Richters geboren. Als er 4 Jahre alt war zog die Familie nach Bern, doch schon 6 Jahre später kehrten sie wieder nach Liestal zurück. Dort trat er in das humanistische Gymnasium in Basel ein. Das Jurastudium, das er 1863 in Basel aufnahm, befriedigte ihn nicht. Es kam zu einer tiefen Krise. In einer fluchtartigen Wanderung gelangte er im Dezember 1864 bis Luzern, wo er sich längere Zeit, getrennt von seiner Familie, aufhielt. Mit 17 Jahren entschied er sich für eine Laufbahn als Schriftsteller.

Theologieexamen. Ab 1865 studierte er zunächst Geschichte bei Jacob Burckhardt in Basel, später, obwohl er Atheist war, evangelische Theologie in Zürich und Heidelberg. Dann kehrte er nach Basel zurück und versuchte das Theologieexamen, doch es missglückte. Zwei Jahre später beim zweiten Versuch bestand er es. Anstatt jedoch als Pfarrer eine ihm zugewiesene Pfarrei zu übernehmen, verließ er die Schweiz, um als Hauslehrer nach Russland zu gehen. 1873 ging er nach Finnland, kehrte aber kurze Zeit später wieder nach St.Petersburg zurück und trat wiederum eine neue Hauslehrerstelle an. Nach 6 Jahren reiste er wieder in die Schweiz zurück und lehrte er in Bern an einer Mädchenschule.

Journalist. Nach dem jahrelangen weltmännischen Leben in Adelsfamilien in Russland war er enttäuscht vom Klima in der Schweiz. "Was für ein Gegensatz! und welch ein Hohn im Gegensatz! Draußen in der Fremde: offene Arme, warme Aufnahme, gutwillige Duldung seiner Eigentümlichkeit, Nachsicht gegen seine Fehler; hier in der Heimat: engherzige Nörgelei, Unfehlbarkeitsdünkel, Verneinung seiner gesamten Persönlichkeit", hieß es in dem stark autobiographisch gefärbten Roman Imago über diesen Eindruck. Ein Jahr danach zog er nach Zürich, arbeitete dort als Lehrer und schrieb sein erstes Werk : "Prometheus und Epimetheus ". 1880 gab er diesen Beruf zugunsten journalistischer und literarischer Tätigkeiten auf.

Mit 38 Jahren heiratete er 1883 Maria Op den Hooff und arbeitete als Redakteur in Basel. Es folgte die Geburt der ersten Tochter. Eines seiner Bücher "Das Wettfasten vom Heimligen "erschien in der Neuen Zürcher Zeitung. Danach folgten mehrere Geschichten, etwa "Der Parlamentär" und der Gedichtband "Schmetterlinge". Von 1890 bis 1892 leitete er die Feuilletonredaktion der Neuen Züricher Zeitung. Es folgte die Geburt der zweiten Tochter und die Familie zog 1893 nach Luzern in das Haus des Schwiegervaters um. Nunmehr frei von materiellen Sorgen, konnte er sich ganz seinen schriftstellerischen Arbeiten widmen.

Olympischer Frühling. Im Jahre 1905 erscheint sein Hauptwerk "Olympischer Frühling". Vier Jahre danach wurde Carl Ehrenbürger von Luzern. 1904 wurde ihm gemeinsam mit den späteren Nobelpreisträgern Thomas Mann und Hermann Hesse die Auszeichnung der Bauernfeldstiftung zuteil. 1909 machte ihn die Stadt Luzern zu ihrem Ehrenbürger.

Unser Schweizer Standpunkt. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges trat er in seiner Rede "Unser Schweizer Standpunkt" für eine unbedingte Neutralität der Schweiz ein. 1919 erhielt Carl Spitteler als erster Schweizer den Nobelpreis für Literatur und 1920 auch den Schillerpreis. 1921 wurde er zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion ernannt. Carl Spitteler starb am 29. Dezember 1924 in Luzern.

Werke. Carl Spitteler schrieb neben seinen anderen Berufen häufig Artikel für die Neue Zürcher Zeitung ehe er als freier Schriftsteller arbeiten konnte. Er schrieb mythologische Epen, in denen antike Götter und Heroen modern umgedeutet werden. Seine Gestalten verkörpern Außenseitertum und zeigen Mitleid mit dem Leiden der unschuldigen in der Welt. Spitteler war auch Lyriker, Erzähler und Essayist.

Erst 1881 - und auch noch unter dem Pseudonym Carl Felix Tandem - erschien sein erstes Werk Prometheus und Epimetheus. Es blieb weitestgehend unbeachtet, auch wenn sich zum Beispiel Gottfried Keller sehr beeindruckt zeigte. Bekannter wurde Spitteler durch seine journalistischen Arbeiten, die zuerst in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und dann in Sammelbänden wie Literarische Gleichnisse (1892) und Lachende Wahrheiten (1898) erschienen, sowie durch Erzählungen wie Conrad, der Leutnant (1898). Seine Versuche, auf der Bühne Fuß zu fassen, misslangen total. Die einzige Aufführung eines seiner Stücke gab es mit dem "Parlamentär" am 1. November 1889 in Basel - und es war ein Reinfall.

Spitteler sah sein eigentliches künstlerisches Anliegen im großen Epos. Sowohl seine Erzählungen als auch seine Gedichte (die Sammlungen Schmetterlinge und Glockenlieder) verstand er als Übungen, "damit ich zukünftige schwerere und größere Werke in klingende Form fügen kann". Der Durchbruch im Schaffen Spittelers kam mit dem Versepos "Olympischer Frühling" (wofür er auch offiziell den Nobelpreis bekam), dessen vier Teile (Die Auffahrt; Hera, die Braut; Die hohe Zeit; Ende und Wende) zwischen 1900 und 1905 entstanden. Es geht darin um den Aufstieg der jungen Götter aus dem Hades zum Olymp, um die Auseinandersetzung zwischen Zeus und Apoll um Hera, um viele einzelne Geschichten, die sich um verschiedene Götter wie Apoll, Hermes, Dionysos, Poseidon u. a. ranken; schließlich wird die Hinwendung der Götter zur Menschenwelt in Gestalt des Herakles dargestellt. Bei aller Bezogenheit zu der griechischen Mythologie wird dem Leser schnell klar, dass es eine ganz eigene Welt ist, die Spitteler hier darstellt, und dass nicht Griechenland, sondern seine Schweizer Heimat den Rahmen bildet.

Eine besondere Stellung unter den Werken des Dichters nimmt sein einziger Roman "Imago" (1906) ein. Es ist die Liebesgeschichte Spittelers zu seiner Cousine Ellen Vetter-Brodbeck, und es ist zugleich eine differenzierte Darstellung der Beziehung von Kunst und Leben. "Imago" war für den Dichter nicht nur ein Kunstwerk, es war sein Herzblut: "Für meine Lebensgeschichte, also für meine Biographen wird es das allerwichtigste Dokument sein. Ich erscheine in allen meinen Werken verhüllt und maskiert, hier zeige ich meiner Seele kleinste Faser." Nicht zufällig benannte Sigmund Freud 1912 auf Vorschlag von Carl Gustav Jung seine Zeitschrift für die Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften nach dem Roman Imago.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Prometheus und Epimetheus" (1881), "Extramundana" (1883), "Bacillus" (1888), "Das Bombardement von Åbo" (1889), "Schmetterlinge" (1889), "Das Wettfasten von Heimligen" (1890), "Friedli der Kolderi" (1891), "Gustav" (1891), "Literarische Gleichnisse" (1892), "Der Ehrgeizige" (1892), "Balladen" (1896), "Der Gotthard" (1897), "Conrad, der Leutnant" (1898), "Lachende Wahrheiten" (1898), "Die Auffahrt" (1900), "Hera die Braut" (1901), "Die hohe Zeit" (1903), "Ende und Wende" (1904), "Der olympische Frühling - 4 Bände (1900 - 1905, zweite Fassung 1910), "Imago (1906, psychoanalytischer Roman) und "Prometheus der Dulder" (1924).

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Montag, 20. März 2017

[ #FreeBook ] Heart of Darkness - Kostenloses Hörbuch in englischer Sprache

Symbolbild
"Herz der Finsternis" regte Francis Ford Coppola zu seinem monumentalen Filmepos "Apocalypse Now" an. 

Dabei verlegte er die Handlung vom Kongo nach Vietnam und Kambodscha und von 1891 ins Jahr 1968. Der Leser des schmalen Bändchens "Das Herz der Finsternis" von Joseph Conrad wird sich auch noch 2012 realer Betroffenheit nicht entziehen können.

"Heart of Darkness" ist zuerst in einer Zeitschrift noch im 19. Jahrhundert erschienen, als Buch drei Jahre später, nämlich 1902. Joseph Conrad schildert in seiner weitgehend autobiografischen Erzählung realistisch, mit einfühlsamer Beobachtungsgabe und treffenden Formulierungen eine strapaziöse und gefährliche Reise nach Zentralafrika, in das "Herz der Finsternis" – eine Metapher für die Abgründe der eigenen Seele. Der Rahmen der Erzählung: Kapitän Marlow befindet sich auf einem Boot auf der Themse und erzählt seinen Zuhörern von seiner Reise ins tiefste Afrika mit einem alten Dampfschiff den Kongo hinauf. Er will den todkranken Kurtz, einen skrupellosen Elfenbeinhändler, aus dem Dschungel in die Zivilisation zurückbringen.


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