Montag, 13. August 2018

[ #eText ] Nutzen statt Besitzen - Auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur


[Free eBook] Anhand von drei Beispielen („Kleidertausch“, „Werkzeugverleih“ und „Chemieleasing“) geht eine Kurzstudie der Heinrich-Böll-Stiftung (Autoren Kristin Leismann, Martina Schmitt, Holger Rohn, carolin Baedekerder) Frage nach, welche Potenziale zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs im Konzept „Nutzen statt Besitzen“ enthalten sind und was getan werden muss, um diesen Konsumstil zu befördern.
Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
[ #FREIHANDbuch ]

[ #eDatenbank ] Datenbank Erinnerungsorte in Deutschland



Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote. 

Zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen.

Wo man welche Erinnerungsorte in Deutschland mit welchem pädagogischen Angebot findet, erfährt man hier in einer Datenbank..Sie enthält derzeit 447 solcher Erinnerungsorte. (Stand: August 2018).

[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 9. August 2018

[ #eText ] Islamische Kritik am Islamischen Staat


Eine Masterarbeit an der Uni Wien liefert Informatonen über eine islamische Kritik am IS. Eine Kritik, die in der westlichen Öffentlichkeit eigentlich kaum beachtet wird. Gerade deshalb ist diese Arbeit dringend wichtig.
"Der islamische Staat, wie er vom IS praktiziert und vorgelebt wird, weicht vom geschichtlichen islamischen Staat ab, die Organisation steht nur für einen kleinen Teil der Muslime, mit dem Kalifat wurde keine Institution gegründet, die allen Muslimen ein religiöses und politisches Zuhause bieten kann. Dieser Aufgabe wird der IS in keinster Weise gerecht, da die Organisation nur eine Islaminterpretation unter vielen Vertritt, die nur von wenigen Muslimen geteilt wird und keinen Anspruch darauf hat, alle Muslime dieser Welt unter dieser Auslegung zu vereinen."
Masterarbeit Abstract. Die vorliegende Arbeit zeigt die Entwicklung vom politisch motivierten Terror, hin zum religiös motivierten Terrorismus und die Neuerungen für den globalen Terrorismus, welche das Vorgehen des Islamischen Staates mit sich bringt. Dabei wird ein historischer Abriss über die Weiterentwicklung des Terrorismus und die Entstehung des Islamischen Staates geboten. Die Medien, die bei der Vorgangsweise des IS eine wichtige Rolle spielen, werden beleuchtet und ihre Bedeutung für das Verhalten der Organisation wird dargestellt.

Der zentrale Aspekt der Arbeit ist die Kritik islamischer Gelehrter an der Vorgangsweise und an den Interpretationen des Islams, auf denen das Handeln des Islamischen Staates beruht. In 24 Punkten werden Kritikpunkte aufgezeigt, welche die Legitimation des IS zum Erodieren bringen sollen. Berücksichtigt wird dabei, auf welche theologischen Quellen die Gelehrten zurückgreifen und wie beim Versuch vorgegangen wird, die Islamauslegung des IS zu widerlegen und diese als eine Randerscheinung der Religion darzustellen. Der religiösen Triebfeder des Islamischen Staates wird durch die Position der Gelehrten eine Gegenposition entgegengesetzt. Durch den Inhalt des Offenen Briefes soll der IS-Ideologie eine weitere Position gegenübergestellt werden um zu zeigen, dass die Meinungen, Auslegungen und Interpretationen des Islams von Seiten des Islamischen Staates nicht die vorherrschenden Ansichten der gesamten islamischen Welt darstellen.

Im Zuge dieser Arbeit wird anhand der Kritik durch islamische Gelehrte eine Gegenposition zur Islaminterpretation des Islamischen Staates dargelegt. Es wird dabei verdeutlicht, dass die Ansichten des IS wahrgenommen werden sollen und zur weiteren Analyse herangezogen werden müssen, um den Kampf gegen den Islamischen Staat, vom Schlachtfeld, hin zum Internet zu verlagern.

[ #FREIHANDbuch ]

[ #FreeBook ] Leo Reuss - Der Bergbauer in der Josefstadt


Als der erfolgreiche jüdische Schauspieler Leo Reuss wegen der Rassenpolitik im NS-Deutschland 1935 endgültig keine Möglichkeiten mehr sieht, kehrt er nach Wien zurück.  

Überlebenstheater. Doch auch hier findet er aus den erwähnten Gründen keine besseren Bedingungen vor. Österreichs austrofaschistische Kulturpolitik war längst vor dem "Anschluss" in NS-Händen. Da spielt, erfindet der Schauspieler Leo Reuss das "Überlebenstheater" (Hilde Haider-Pregler):
"Im Theater in der Josefstadt meldet sich im Herbst 1936 ein blondbärtiger Älpler mit Namen Kaspar Brandhofer." 
Der Völkischen Beobachter schäumt: „Jüdische Schwindel“. Felix Mitterer hat mit dem Stück "In der Löwengrube" diesem cleveren Schauspieler der damit auch den dummen Rassismus seine pseudowissenschaftliche Maske entrissen hatte, ein verdientes Andenken. Er hat die nazistische Rassenideologie der Lächerlichkeit preisgegeben.

Der Bergbauer in der Josefstadt. An der Universität Wien liegt dankenswerterweise ein Diplomarbeit aus dem Jahre 2012 online vor:  "Der Bergbauer in der Josefstadt".


Abstract. Als Mauriz Leon Reiss am 30. März 1891 in Dolyna in der heutigen Ukraine geboren, wuchs Leo Reuss, Sohn jüdischer Eltern, in Wien auf. Im Wintersemester 1913/14 inskribierte er an der Universität Wien Kunstgeschichte und Germanistik. Gleichzeitig absolvierte er die Aufnahmeprüfung der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Doch musste er seine schauspielerischen Ambitionen durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrechen. Er meldete sich freiwillig und diente bei den Hoch- und Deutschmeistern No. 4. 1916 ließ er sich taufen und heiratete seine erste Frau, mit der er später zwei Kinder hatte.
Nach dem Krieg debütierte Leo Reuss am Wiener Komödienhaus in der Nussdorferstraße als Herzog von Albanien in Rudolf Schildkrauts Gastspiel von Shakespeares König Lear am 30. Mai 1919.
1921 ging Reuss zunächst nach Hamburg an die Kammerspiele und ein Jahr später ans Berliner Staatstheater unter der Leitung von Leopold Jessner. Hier wurde er als Theaterschauspieler bekannt. 1925 wechselte Leo Reuss mit seiner Lebensgefährtin, der berühmten Schauspielerin Agnes Straub, zu Berliner Volksbühne. 
Gemeinsam leiteten sie das „Agnes-Straub-Tournée-Ensemble“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jänner 1933 und nach Inkraftsetzung der „Nürnberger Rassegesetze“ 1935 stand der Jude Leo Reuss vor großen beruflichen und menschlichen Problemen. Daher kehrte er im Herbst 1935 in seine alte Heimat Österreich zurück. Doch als staatenloser Jude fand er auch hier keine Engagements und so schlüpfte Leo Reuss 1936 in die Rolle des arischen Salzburger Bergbauern Kaspar Brandhofer. Mit blonden Haaren und einem Vollbart machte er sich zu einem „Arier“. Mit diesem Alter Ego debütierte er am 2. Dezember 1936 im Theater in der Josefstadt. Zunächst von den Kritikern gelobt, flog seine Maskerade bald auf und Reuss musste sich als Jude zu erkennen geben. Es folgten ein Gerichtsprozess im Jänner 1937 und ein großes Medienecho im In- und Ausland. Leo Reuss konnte nach diesem Skandal in Wien kaum mehr Engagements antreten und so nahm er im Sommer 1937 einen Vertag von MGM in Hollywood an. 
Im Herbst 1937 emigrierte Leo Reuss nach Hollywood um als Filmschauspieler Lionel Royce Karriere zu machen. In über 40 Filmen spielte er meist in Nebenrollen den „bad german“. Zwei weitere Ehen folgten. Die nervlichen Anspannungen seit seiner Rückkehr nach Wien und die Emigration machten ihm gesundheitliche Probleme. Viel zu früh verstarb Reuss am 1. April 1946 auf einer Tournee zur Truppenbetreuung in Manila.

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ZUSAMMENFASSUNG II
INHALTSVERZEICHNIS  IV
DANKSAGUNG  VI
1 EINFÜHRUNG  2
2 VON GALIZIEN NACH WIEN  4
2.1 WO ALLES BEGANN 4
2.2 DIE KARRIERE KANN BEGINNEN  7
2.3 DER WEG NACH BERLIN FÜHRT ÜBER HAMBURG  8
3 „DAS IST DIE BERLINER LUFT“  9
3.1 LEOPOLD JESSNER HOLT LEO REUSS ANS BERLINER STAATSTHEATER  9
3.2 LEO REUSS UND AGNES STRAUB WECHSELN ZUR VOLKSBÜHNE  12
3.3 ALS FREIER KÜNSTLER AUF EINEM FREIEN MARKT  13
4 AGNES STRAUB JA, LEO REUSS NEIN DANKE!  15
5 ZURÜCK IN WIEN  25
5.1 DIE POLITISCHE SITUATION IN ÖSTERREICH 25
5.2 DEUTSCHLAND MACHT ÖSTERREICHISCHE THEATERPOLITIK 29
5.3 LASST MICH SPIELEN  35
6 VORHANG AUF FÜR KASPAR BRANDHOFER  37
6.1 WENN MAN MICH NICHT ALS JUDE WILL, DANN MACH ICH MICH EBEN ZUM
 ARIER  37
6.2 GENERALPROBE IN BERLIN  39
6.3 MIT EMPFEHLUNGSSCHREIBEN IN DER TASCHE GEHT ES NACH WIEN  43
6.4 TOI TOI TOI  50
6.5 KASPAR BRANDHOFER FLIEGT AUF  58
6.6 WAS NUN?  66
6.7 DER PROZESS GEGEN LEO REUSS  72
6.8 AUS UND VORBEI  79
7 HOLLYWOOD 86
8 SCHLUSS 88
ANHÄNGE 92
A. FILMOGRAPHIE 93
B. THEATERAUFTRITTE  100
C. INSZENIERUNGEN 112
D. RADIOAUFTRITTE 114
QUELLEN U. LITERATURVERZEICHNIS  116

[ #eText ] Handbuch Biodiversitätsmanagement


[Free eBook/PDF] Ein Leitfaden für die betriebliche Praxis.

Das "Handbuch Biodiversitätsmanagement" vermittelt Unternehmen praxisnah und anhand vieler Beispiele die Bedeutung der biologischen Vielfalt in der Wirtschaft. Darüber hinaus zeigt es Möglichkeiten zum praktischen Engagement von Unternehmen auf, um sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen.

Darüber hinaus zeigt es Möglichkeiten zum praktischen Engagement von Unternehmen auf, um sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen.

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Vorwort Bundesumweltminister 
Vorwort
Zusammenfassung
Einleitung
Handlungsfelder
Business Cases for Biodiversity
Operationalisierung
Managementkreislauf
Screening und Handlungsfelder identifizieren
Bewerten, Ziele festlegen und Maßnahmen planen
Methoden und Instrumente
Managementinstrumente im Überblick
Instrumente für ein Biodiversitätsmanagement
Ausblick
Endnoten
Abbildungen
Tabellen
Literatur
Anhang
'Biodiversity in Good Company' Initiative
Glossar

Mittwoch, 8. August 2018

[ #eDatenbank ] EU-WhoIsWho - Das amtliche Verzeichnis der Europäischen Union


Ein Führer durch einen babylonischen Turm.

EU Whoiswho, ein elektronisches Verzeichnis der Führungskräfte und Dienststellen in den Organen, Einrichtungen und sonstigen Stellen der EU. Man kann in jeder der 24 EU-Amtssprache nach den benötigten Informationen suchen.

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[ #FREIHANDbuch ]

Donnerstag, 2. August 2018

[ #eText ] Vereinshandbuch


Das "Vereinshandbuch für Vorarlberg" ist ein praktisches Nachschlagewerk für die tägliche Vereinsarbeit und leistet einen Beitrag, das Vereinsleben besser gestalten zu können.

Ziel des Vereinshandbuches ist es, Engagierte in der Organisation der täglichen Vereinsarbeit zu unterstützen und Anregungen für die Weiterentwicklung des eigenen Vereines zu geben.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search]  “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!
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[ #eText ] Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung.


Die Abwertung der Anderen. Eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung.  Leider gerade wieder aktuell.

Free eBook. Die EU-Grundrechtecharta unterstreicht „die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität“ und verbietet Diskriminierungen „wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Weltanschauung, der Zugehörigkeit zu nationalen Minderheiten, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung.“
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Dienstag, 24. Juli 2018

[ #Digitalisat ] Äthiopische Bibel - ኦሪት - አርባዕቱ ወንጌል


Die Äthiopische Bibel gilt als eine der ältesten Bibelübersetzungen in orientalische Sprachen. Anders als die englische King-James-Bibel enthält die Äthiopische Bibel (Ethiopic Bible) nicht 66 Bücher sondern gar 84 Bücher. 

Dies weil andere christliche Kirchen einen Teil dieser Schriften ausgesondert haben oder gar verloren wurden. Dabei bleibt aber die Art und Weise, mit welchen Büchern diese Zahl erreicht werden soll, unklar. Die Kanonlisten variieren.

Eine Bibel in altäthiopischer Sprache und einem Vorläufer der äthiopischen Schrift, wohl noch ohne Bezeichnung der Vokale, entstand bald nach der Christianisierung Äthiopiens im 4. Jahrhundert. Unterschiedliche Revisionen vom 13. bis 17. Jahrhundert unterwarfen die äthiopische Bibel hebräischen, syrischen und koptischen Einflüssen.

Das vorliegende Manuskript, welches von Turning the Pages™ der British Library digitalisiert wurde, enthält 4 Evangelien und die ersten 8 Bücher des Alten Testaments. Es wurde im 17. Jahrhundert geschaffen, scheint aber eine Kopie einer früheren Ausgabe aus dem 15. Jahrhundert zu sein. Der Schreiber und der Illustrator sind namentlich nicht bekannt. Geschaffen wurde sie in Gondar, wahrscheinlich für die örtliche Kirche Dabra Birham Selasse. Das Manuskript ist Teil der "Magdala Collection", welche die British Library 1868 von Indien erhalten hatte.

British Library (BL). Die  British Library ist die Nationalbibliothek Großbritanniens. Sie befindet sich in London und ist eine der bedeutendsten Forschungs- und Universalbibliotheken der Welt. Sie beherbergt mit über 170 Millionen Werken den weltweit größten Medienbestand aller Bibliotheken. Im Gegensatz zu anderen Nationalbibliotheken sammelt sie Bücher aus allen Zeiten, allen Ländern und in allen Sprachen und verwahrt Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, Tonaufnahmen, Patente, Datenbanken, Karten, Briefmarken, Kunstdrucke, Gemälde und vieles mehr. Ihre 25 Millionen Exemplare umfassende Büchersammlung wird nur noch von der US-amerikanischen Library of Congress in Washington, D.C., übertroffen. Der Bestand umfasst Werke bis zurück in die Zeit um 1600 v. Chr.

Turning the Pages™. Das ist eine Software zum Online-Besichtigen gescannter Bücher und wurde u.a. von der British Library entwickelt.

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[ #eMaps ] Online: Der erste Europaatlas von Gerhard Mercator digitalisiert


Die British Library hat in ihrer Reihe "Turning the Page" Mercators Europakarte von 1554 digitalisiert online gestellt. 

Das fast 100seitige Werk zeigt auch eine Karte "Tyrolis" in der Teile Vorarlbergs dargestellt sind: Vom Arlberg übers Klostertal nach Bludenz bis Feldkirch und das Montafon mit dem "Illfluß".


Europæ descriptio. Europæ descriptio, eine Wandkarte von Europa aus 1554 in 15 Blättern (159×132 cm) (1572 überarbeitet). Mit dem Erscheinen dieser Karte wurde das schon lange überholte ptolemäische Weltbild weitgehend korrigiert. Die gegenseitige Position der europäischen Länder ist zum ersten Mal korrekt dargestellt. Für anderthalb Jahrhunderte diente Mercators Europakarte als Maßstab.

Inquisition. Um ein Haar wären Mercators kartographisches Werk, seine  Ideen und Erfindungen durch religiöse Intoleranz verhindert worden. Im Februar 1544 wurde Mercator  - wie so viele andere auch - der "Lutherei" beschuldigt und von der Inquisition als Ketzer in den Kerker geworfen. Nach einem halben Jahr kam er auf Intervention von Freunden, die offenbar genügend Einfluss besaßen, frei und so konnt er die Arbeiten an seiner grossen Europakarte fortsetzen. Als er1554 seine Europakarte fertiggestellt hatte, rief ihn Karl V. nach Brüssel. Mit einem Schlag war Mercator berühmt.


Gerhard Mercator. Gerhard Mercator (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Grafschaft Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg) war ein Geograph und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde und bis in die arabisch-islamische Welt berühmt war. Er hieß eigentlich Gerard de Kremer (latinisiert Gerardus Mercator, deutsch auch Gerhard Krämer).  Heute vorwiegend als Kartograf und Globenhersteller bekannt, war Mercator im 16. Jahrhundert auch als Kosmograf, Theologe und Philosoph von großer Bedeutung und setzte Maßstäbe als Schriftkünstler.

Mercator-Projektion. Seine wegweisende Ideen zur Navigation finden sich heute in jedem GPS-Gerät; Satelliten, Flugzeuge und Schiffe bewegen sich auf sicherem Kurs durch seine Grundlagenarbeiten zur exakten Orientierung; See- und Landkarten werden auch heute noch in der von ihm erdachten, mathematisch hoch komplexen Karten-Projektion erstellt.  Ihr Merkmal sind parallel in gleichen Abständen verlaufende Längengrade und ebenfalls parallel verlaufende Breitengrade, deren Abstände zu den Polen hin wachsen. Dadurch entstehen zwar in Bezug auf die Flächentreue erhebliche Überdehnungen in höheren Breiten. Auf diese Weise konnte er aber eine Karte entwickeln, die die gekrümmte Erdkugel in die Ebene bringt und dabei die ursprüngliche Form der Kartenobjekte erhält. Der große Vorteil von Karten in Mercator-Projektion ist nämlich, dass bei ihr Linien mit konstant gleicher Richtung als Geraden abgebildet werden und die Längengrade immer unter dem gleichen Winkel schneiden. Da die Winkelmessung bei der Navigation eine wesentliche Rolle spielt, ist dies ein entscheidender Vorteil. Dies erspart bei der Navigation mit Karte sowie mit Kompass und Sonnenstand ständige und komplizierte Umrechnungen. Weltkarten in der von ihm entworfenen „Mercator-Projektion" waren bis zum Aufkommen des GPS („Global Positioning System") für die Navigation in See- und Luftfahrt unverzichtbar.

Atlas. Das von ihm entwickelte Konzept „Atlas" wurde typenbildend für eine ganze Schriftengattung. In Gerhard Mercators Werk "Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura" findet sich das erste Mal der Begriff "Atlas" für ein Kartenwerk. Allerdings lehnt sich Mercator nicht an den Titanen Atlas der griechischen Mythologie an. Vielmehr beruft er sich auf einen mythischen König Atlas von Mauretanien, der hinter Atlasgebirge geherrscht haben sollte, dem er sein Werk widmete. Dieser sei ein weiser und menschlicher Mann gewesen, der den ersten Himmelsglobus angefertigt habe. Ob dieser König Atlas aber jemals gelebt hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Unternehmer. Bemerkenswert ist auch die rein privatwirtschaftliche Organisationsform von Mercators Wissenschaftsarbeiten. Er betrieb diese völlig privat und nicht als Gelehrter an einer Universität und betrieb einen "Handwerksbetrieb", ein Unternehmen. Beinahe ein halbes Jahrhundert lang hat er seine Karten selbst wissenschaftlich erarbeitet, dann selbst in Kupfer gestochen, auf der eigenen Presse gedruckt und im eigenen Verlag über ein eigenes Agentennetz vertrieben. An Mercators Arbeiten wird auch deutlich, dass Kartographie zu dieser Zeit weit mehr als nur ein Handwerk war. Sie erforderte nicht nur Wissenschaft sondern auch Kunst. Die Stiche, die Mercators Werk ergänzen, belegen dies anschaulich.

British Library (BL). Die  British Library ist die Nationalbibliothek Großbritanniens. Sie befindet sich in London und ist eine der bedeutendsten Forschungs- und Universalbibliotheken der Welt. Sie beherbergt mit über 170 Millionen Werken den weltweit größten Medienbestand aller Bibliotheken. Im Gegensatz zu anderen Nationalbibliotheken sammelt sie Bücher aus allen Zeiten, allen Ländern und in allen Sprachen und verwahrt Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, Tonaufnahmen, Patente, Datenbanken, Karten, Briefmarken, Kunstdrucke, Gemälde und vieles mehr. Ihre 25 Millionen Exemplare umfassende Büchersammlung wird nur noch von der US-amerikanischen Library of Congress in Washington, D.C., übertroffen. Der Bestand umfasst Werke bis zurück in die Zeit um 1600 v. Chr.

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Dienstag, 17. Juli 2018

[ #OpenAccess ] Islam und Moderne - Ein Abriss über die innermuslimische Diskussion

Vor beinahe zweihundert Jahren erschien Goethes "West-östlicher Divan" zur Hochzeit der westlichen Aufklärung! Wo stehen wir heute? 
Er setzte damit dem muslimischen Orient ein Denkmal. Keineswegs nur unkritisch, wie man nach genauerer Lektüre auch wissen darf.  Goethe aber war besonders von Hafis' (einer der bekanntesten persischen Dichter, 14. Jhdt.) liberaler Islampraxis beeindruckt. Seit 1814 beschäftigte Goethe sich mit ihm, der im vierzehnten Jahrhundert in Schiras unter einem freizügigen muslimischen Schah lebte und selbst ein Gegner jedweder Orthodoxie gewesen sein mag.  Während man Hafis' Reime in Europa - für den es entsprechene Übersetzungen auch ins Deutsche gab - oft wörtlich nahm, wurden sie anscheinend im persisch-islamischen Kulturkreis eher allegorisch verstanden und im übertragenem Sinn gedeutet. Hafis diente Goethe auch als Figur, mit der er auch Differenz formulieren konnte. 
Wo stehen wir aber heute?  Was verstehen wir heute vom Islam? Unser Blick auf den multiplen Islam in der Welt von heute ist durch eindimensionale Sichtweisen und Schlagwörter verdunkelt. Auch aufgeklärte Geister kommen da kaum darüber hinweg und lassen die vielfältige und keineswegs monolithische Welt von beinahe zwei Milliarden Menschen vor der Tür.

Suzan Stutz. Da füllt die Arbeit - eine Dissertation aus 2012 von Suzan Stutz aus Karlsruhe - eine Lücke.   Der Abriss des innermuslimischen Diskurses über das Thema Islam und Moderne kann dazu dienen, die in der westlichen Wissenschaftslandschaft dominierende Haltung, wonach der Islam mit seinen dogmatischen Zügen nicht mit der Moderne zu vereinbaren sei, zu hinterfragen und neu zu bewerten. In der Arbeit wird deutlich, wie auch die muslimischen Denker versuchten den Islam in die modernen Zeiten zu integrieren ohne dass sie eine antimodernistische Haltung einnahmen, sondern aus ihrer Weltanschauung und ihren vorhandenen Denkmustern heraus versuchten, dem Islam und somit auch den Muslimen ihren Platz in der modernen Welt aufzuzeigen. Sie waren davon überzeugt, dass der Islam ein großes Potential in sich trägt, um an der sich immer stärker globalisierenden Welt zu partizipieren.

Die Arbeit ist in vier größere Kapitel eingeteilt: 
  • Das erste gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der muslimischen Welt im 20. Jahrhundert. Während die wichtigsten Ereignisse, Zäsuren und Umbrüche nur skizziert werden, stehen die kolonialen Interessen, die Folgen der beiden Weltkriege und die dekolonisierenden Bestrebungen im Vordergrund der Betrachtung.
  • Das nächste Kapitel umreißt das Konstrukt „Moderne als Projekt“ aus westlicher Perspektive. So werden die Begriffe Moderne und Modernisierung näher beleuchtet und die wichtigsten Modernisierungstheorien erwähnt, des Weiteren wird kurz auf das Verhältnis des Islam zur Moderne in der westlichen Bewertung eingegangen.
  • In Kapitel drei wird die Beziehung des Islam zur Moderne im muslimischen Denken erörtert. Die dabei angeführten Monographien und Gesamtdarstellungen aus dem türkischsprachigen Raum beschäftigen sich intensiv mit den Auswirkungen der Moderne auf die muslimische Welt und im Speziellen auf das muslimische Denken.
  • Das letzte Kapitel stellt einen Vergleich der Ansichten zweier bedeutender muslimischer Denker bzw. Gelehrter zu dem Themenkomplex „Der Islam in der Moderne“ dar. Es steht hierbei die Frage im Vordergrund, wie sie der „Modernisierung ohne Entwicklung“ begegneten, die in den einzelnen muslimischen Ländern von Seiten der westlichen Mächte und ihrer Verbündeten vorangetrieben wurde. Durch diese vergleichende Werkanalyse soll auch der Frage nachgegangen werden, ob ein „kollektives Gedächtnis“ in der muslimischen Welt im krisenbeladenen 20. Jahrhundert existiert und wie es sich möglicherweise manifestiert hat.

KIT Scientific Publishing. KIT steht dabei für das Karlsruher Institut für Technologie. Das Buch ist dort erschienen. KIT Scientific Publishing - ehemals Universitätsverlag Karlsruhe -  bietet eine zeitgemäße Plattform für die Veröffentlichung von KIT-eigenen Schriften. Der Schwerpunkt liegt zeitgemäß auf dem elektronischen Publizieren. Für die Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ergeben sich damit Publikationsalternativen im Bereich von Open Access. Dahinter steht die Idee, dass der Zugang zur wissenschaftlichen Information jederzeit weltweit und von jedem Ort sicher gestellt sein soll. Forschungsergebnisse des KIT werden so schnell im Internet bereitgestellt und verbreitet. KIT Scientific Publishing ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage und der Association of European University Presses (AEUP).

[ #FREIHANDbuch ]
Was erwartet den Leser? Ein Blick auf den Inhalt verrät mehr: 
Einleitung 3
1 Die Geschichte der muslimischen Welt im 20.Jahrhundert 15
1.1 Der Erste Weltkrieg 20
1.2 Der Zweite Weltkrieg 25
1.3 Nachkriegsordnung 30
1.4 Das Ende des Ost-West-Konflikts 35
2 Die Moderne als Projekt aus westlicher Sicht 39
2.1 Annäherung an den Begriff der Modernisierung 39
2.2 Modernisierungstheorien 44
2.3 Kritik und Weiterentwicklung 55
2.4 Das Verhältnis von Islam und Moderne in der westlichen Bewertung 60
3 Das Verhältnis von Islam und Moderne aus muslimischer Sicht 65
3.1 Bewertung der Situation der Muslime 65
3.2 Das islamische Recht 72
3.3 Muslimisches Denken in der Moderne 74
Historischer Abriss über das muslimische Denken 74
Grundzüge des muslimischen Denkens 83
Das muslimische Denken als Ideologie 86
3.4 Islam und Moderne 91
Intellektuelle Grundannahmen 96
Politische Aspekte 111
Soziale Prinzipien 122
Die Geschichte der Schia 126
Ali Schariati, Necip Fazıl Kisakürek und ihre Begegnung mit der Moderne 133
4.1 Ali Schariati 133
Leben, Werk und Wirken 133
Muhammad Iqbal – ein großes Vorbild Ali Schariatis153
Zivilisation 159
Modernisierung 166
Erziehung 171
Soziopolitische Strukturen 181
4.2 Necip Fazıl Kisakürek 194
Leben, Werk und Wirken 194
Said Nursi – ein großes Vorbild Necip Fazıl Kisaküreks 206
Zivilisation 212
Modernisierung 224
Erziehung 229
Soziopolitische Strukturen 235
Schlussbetrachtung 237
Literaturverzeichnis 243
1 Quellen 243
2 Lexika, Handbücher, Nachschlagewerke 247
3 Monographien, Aufsatzsammlungen, Zeitschriften 248
4 Webseiten 272
Ortsregister 275
Personenregister 279

[ #eText ] Die heimliche Medienrevolution


[Free eBook/PDF] Mit dem Internet bekommt jeder User ein Stück Demokratie in die Hand. 

Denn Open Source Software, Weblogs und Wikis geben jedem die Möglichkeit an die Hand zum eigenen Sender zu mutieren. Das ist die Botschaft von Erik Möllers Buch "Die heimliche Medienrevolution - Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern". Das Interesse dafür hatte bereits 2006 eine zweite Auflage gezeitigt und ist aktualisiert und erweitert im Buchhandel. Die mittlerweile eigetretenen weiteren Entwicklungen zum Web 2.0 lassen die grundsätzliche Bedeutung des Werkes unbeeinträchtigt.

Aus dem Klappentext. Medien bedeuten Macht. Kann das Internet Bertelsmann, Springer und Murdoch gefährlich werden? Großunternehmen versuchen auch die neuen Medien zu kapitalisieren, doch in der chaotischen, dezentralen Welt des Internet gelten andere Spielregeln. Hochmotivierte Hacker basteln in ihrer Freizeit unauffällig an Enzyklopädien, Communities und gemeinschaftlich betriebenen News-Websites, deren Einfluss mit jedem Tag wächst. Die Medienrevolution spielt sich leise ab - doch ihre Folgen sind bereits jetzt unübersehbar.

Erik Möller. Erik Möller ist Diplom-Informatiker (FH) und freier Journalist. Er ist aktiver Mitarbeiter bei Wikipedia und einer der Entwickler der zugrunde liegenden Open-Source- Software. Seit Jahren betreibt Möller eigene Wikis, Weblogs und Mailing-Listen. Erfreulicherweise gibt es die erste Auflage  - ganz in Wikipedia-Stil als PDF unter zwei Lizenzen (CC und GNU Free Documentation) zum kostenlosen Download (alternativ auch als gezipptes DOC)

 [ #FREIHANDbuch ]