Mittwoch, 2. August 2017

[ #eText ] Die Philosophie bei Simone de Beauvoir: Freiheit und Anerkennung

Simone de Beauvoir gilt als maßgebliche Begründerin des Feminismus. 

Ihr philosophisches Werk wurde jedoch weitgehend ignoriert. Die akademische Philosophie beachtete sie nur als Ergänzung des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre und nannte sie "La grande Sartresse".

La grande Sartresse. Gegen dieses Vorurteil wendet sich das Buch der Philosophin Susanne Moser. Erstmals wird eine detaillierte Einführung in Beauvoirs Philosophie unternommen, wobei der Schwerpunkt auf ihren Konzepten von Freiheit und Anerkennung und deren Auswirkung auf die Philosophie des Geschlechterverhältnisses liegt. Zugleich wird die Bedeutung der Philosophie für die gesamte feministische Theorie hervorgehoben und eine Einführung in einige Grundthemen der feministischen Philosophie angeboten.

Mit diesem Buch liegt somit erstmals im deutschsprachigen Raum eine ausführliche Untersuchung der Philosophie Simone de Beauvoirs vor, wobei der Schwerpunkt auf ihren Konzepten von Freiheit und Anerkennung und deren Auswirkung auf eine Philosophie des Geschlechterverhältnisses liegt. In ihrem Überblick über die Rezeptionsgeschichte und die aktuelle internationale Debatte zeigt die Autorin, dass Beauvoirs Werk als Drehpunkt zwischen Moderne und Postmoderne angesehen werden kann.

Susanne Moser, Mag.rer.soc.oec., Mag.phil., Dr.phil., Studium der Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien und Studium der Philosophie an der Universität Wien. Wissenschaftliches Mitglied am Institut für Axiologische Forschungen.

[ #FREIHANDbuch ]⇒  

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Einleitung 9
Zur Rezeption von Beauvoirs Werk 17
Teil I
Doppelsinnigkeit, Freiheit, Moral
Pyrrhus und Cineas 42
Der Entwurf 44
Die Rechtfertigung der Existenz 54
Für eine Moral der Doppelsinnigkeit 65
Freiheit und Endlichkeit 67
Der Tod 67
Der Begriff der Doppelsinnigkeit 71
Freiheit und Transzendenz 80
Die ontologische Bestimmung des Menschen als Freiheit 80
Die Befreiung zur Freiheit: die ethische Dimension
der Transzendenz bei Simone de Beauvoir 95
Freiheit als Entwicklungsprozess: das Problem
der Kindheit 102
Sein und Scheitern 108
Teil II
Subjekt, Gesellschaft, Anerkennung
Anerkennung zwischen Konflikt und Reziprozität 115
Sie kam und blieb 117
Anerkennung – Subjekt – Transzendenz: konzeptuelle und
methodologische Grundlagen des Anderen Geschlechts 127
Die soziale Dimension der Transzendenz 128
Der Subjektbegriff 132
Das Subjekt der Existenz 133
Das Subjekt der Moral 138
Das Subjekt der Herrschaft 139
Mechanismen des Ausschlusses 144
Zur Geschichte der Anerkennung 144
Die bürgerliche Moral und das Problem
der Anerkennung 146
Hegels Modell der Anerkennung 151
Die Herr-Knecht-Dialektik im Anderen Geschlecht 158
Der Mythos der Weiblichkeit 168
Wechselseitige Anerkennung: die Freundschaft 176
Die Frau als Subjekt 181
Die Frage nach der Frau 188
Situation 190
Körper 197
Identität 217
Existenz 222
Wege der Befreiung 228
Schluss 243
Bibliographie 247