Mittwoch, 16. September 2015

[ #Digitalisat ] Horapollo / Pirckheimer / Dürer: Hieroglyphicon

Horapollo (Ὡραπόλλων) war ein im späten 5. und frühen 6. Jahrhundert lebender spätantiker Philosoph. Unter dem gleichen Namen wird auch der Autor dieses Werk über ägyptische Hieroglyphen geführt, das uns als griechische Übersetzung eines Philippos, mit dem Namen Hieroglyphica, überliefert ist und ins 5. Jahrhundert datiert wird.

Hieroglyphica Horapollinis. Der Text der Hieroglyphica besteht aus zwei Büchern mit insgesamt 189 Erklärungen der Hieroglyphen. Das Werk mit dem griechischen Titel „Des Niloten Horapollon Hieroglyphika“ wurde erst 1419 auf der griechischen Insel Andros entdeckt. Eine lateinische Übersetzung von Willibald Pirckheimer erschien im Jahre 1512, zu der Albrecht Dürer Illustrationen lieferte. Die Handschrift liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek und steht als Retrodigitalisat online. Was dieses Werk, das ursprünglich auf Schloss Ambras in Innsbruck aufbewahrt wurde, so wertvoll macht, sind nicht so sehr die Symbole und Interpretationen (in Latein) sondern die zahlreichen kollorierten Federzeichnungen von Albrecht Dürer.

Willibald Pirckheimer. Willibald Pirckheimer (*4. Dezember 1470 in Eichstätt; †22. Dezember 1530 in Nürnberg) war ein Humanist sowie Freund Albrecht Dürers und Berater Kaiser Maximilians I. Er war Mitglied eines Kreises von Nürnberger Humanisten, dem auch Conrad Celtis, Sebald Schreyer und Hartmann Schedel, der Verfasser der Schedelschen Weltchronik, angehörten. Pirckheimer engagierte sich sich für Johannes Reuchlin und Martin Luther.

[FREIHANDbuch]⇒