Donnerstag, 29. Dezember 2016

[ #Digitalisat ] Die Juden in Deutschland während des Mittelalters

Nach den ersten 50 Seiten grundsätzlicher frankischer und deutscher Geschichte der Juden folgen umfassende eigene Kapitel über Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Köln und Frankfurt am Main.

[Free eBook/Retrodigitalisat] Stobbes bahnbrechende Arbeit über die Rechtsverhältnisse der Juden im Mittelalter (mit eigenen Kapiteln über Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Köln und Frankfurt am Main) aus dem Jahre 1866 erwarb sich den Ruf eines klassischen Werkes und wurde auch noch mehr als einhundert Jahre nach ihrem erstmaligen Erscheinen von dem auf wissenschaftliche Publikationen spezialisierten Amsterdamer Verlag B. R. Grüner als unveränderte Reprintausgabe mit einem informativen und engagierten Vorwort des Baseler Prof. Dr. Guido Kisch versehen, neuaufgelegt. Besonders wertvoll ist der umfangreiche Anmerkungsapparat mit Quellenauszügen.

Während Stobbe eine geradezu ausgesprochene Judenfreundlichkeit bescheinigt werden muss, war die Epoche, in der sein Buch erschien, stark von dem mit der Emanzipation der Juden in Deutschland einhergehenden Aufkeimen neuer antijüdischer Strömungen verbunden. Unverbesserliche und bösartige Antisemiten wie Heinrich von Treitschke und Adolf Stöcker sprachen mit ihren populistischen und auf alten christlichen Traditionen wurzelnden ‚Argumenten‘ zahlreiche Deutsche des bessergestellten Bürgertums und der Intelligenz an. Noch 1968 zu einem Reprint seines Buches im renommierten Amsterdamer Grüner Verlag. Wie angesehen er unter der jüdischen deutschen Bevölkerung und der jüdischen Nachwelt war beweist, dass es für ihn in der Jewish Encyclopedia einen eigenen ehrenden Eintrag gibt. 

Otto Stobbe (* 28. Juni 1831 in Königsberg i. Pr.; † 19. Mai 1887 in Leipzig) war ein deutscher Hochschullehrer für Privatrecht und Kirchenrecht. Er kam am 1831 im ostpreußischen Königsberg zur Welt, studierte in seiner Geburtsstadt Philologie und Geschichte sowie später Rechtswissenschaften; seiner Habilitation 1855 schloß sich schon bald die Berufung zum Professor ebenfalls in Königsberg an. In den kommenden Jahren lehrte er auch noch an den Universitäten von Breslau und Leipzig. Gleichzeitig trat er als Autor von bedeutenden Werken zur Rechtsgeschichte hervor und er gehörte (seit 1857) dem Redaktionskollegium der „Zeitschrift für deutsches Recht an“. Ferner war Stobbe einer der Herausgeber des „Jahrbuches des gemeinen deutschen Rechtes“. 1887 ist er in Leipzig verstorben.


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