Samstag, 7. Januar 2017

[ #Digitalisat ] Die verbreitetsten Alpenpflanzen von Bayern, Österreich und der Schweiz

[Digitalisat] Eine historische Quelle zur Biodiversität in den Alpen.

Die Biodiversity Heritage Library (BHL) hat das Werk "Die verbreitetsten Alpenpflanzen von Bayern, Österreich und der Schweiz" - von Gustav Hegi (1876-1932) in ihrem Bestand und ist dieses Biodiversity-Dokument von ihr digitalisiert worden. Das Buch über die Pflanzen und Blumen der Alpen mit sehr schönen Abbildungen ist online lesbar und kann kostenlos herunter geladen werden.

Flip & Suche. Die Digitalisierung liegt in verschiedenen Formaten vor. Ganz bequem auch als Flip-Book, in dem man auf dem Bildschirm blättern kann, fast wie im Originalbuch. Das Werk steht bei archive.org kostenfrei zum Download bereit und kann mit der Suchfunktion (Adobe, PDF) auch sehr bequem durchsucht werden, was das zeitraubende Suchen nach dem Sachregister erspart.

Vorarlberg. In einer Reihe von Fällen wird auch Vorarlberg als Standort genannt. So etwa bei der Alpenmannstreu (Eryngium alpinum), einer äußerst seltenen, auffällig schöne Distel in Hochstaudenfluren der Alpen. So gibt es in Österreich neben den Vorarlberger Vorkommen nur noch in Kärnten weitere Bestände. Dies galt übrigens schon in dem hier digitalisierten Buch (Vorarlberg und Krain). Im Gamperdonatal bildet diese Distel in zwei Hochstaudenbeständen, zusammen mit weiteren prächtigen Arten wie der Feuerlilie, dem Türkenbund, der Alpenscharte und dem Eisenhut, bunte Fluren. Die für NATURA 2000 nominierten Flächen im Gamperdonatal decken den Hauptbestand dieses Vorkommens in Vorarlberg ab. Da die Hochstaudenfluren einen natürlichen Vegetationstyp darstellen sind derzeit keine besonderen Maßnahmen für den Erhalt dieser seltenen Vorkommen nötig. Die Flächen dürfen ohnedies nicht durch bauliche Maßnahmen beeinträchtigt werden.

Gustav Hegi (* 13. November 1876  in Rickenbach, Kanton Zürich; † 23. April 1932  in Goldbach, Gemeinde Küsnacht, Kanton Zürich) war ein Schweizer  Botaniker. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Winterthur studierte er an der Universität Zürich Botanik. Er promovierte 1900 an der Universität Zürich und war von 1902 bis 1908 Kustos am Botanischen Garten München. Er habilitierte sich 1905 in München. Von 1910 bis 1926 war er außerordentlicher Professor für Botanik an der Universität München sowie Schweizer Konsul von 1910 bis 1920 bzw. Generalkonsul von 1920 bis 1926 in München.

Biodiversity Heritage Library (BHL), ist ein Kooperationsprojekt von:
    * American Museum of Natural History (New York, NY)
    * The Field Museum (Chicago, IL)
    * Harvard University Botany Libraries (Cambridge, MA)
    * Harvard University, Ernst Mayr Library of the Museum of Comparative Zoology (Cambridge, MA)
    * Marine Biological Laboratory / Woods Hole Oceanographic Institution (Woods Hole, MA)
    * Missouri Botanical Garden (St. Louis, MO)
    * Natural History Museum (London, UK)
    * The New York Botanical Garden (New York, NY)
    * Royal Botanic Gardens, Kew (Richmond, UK)
    * Smithsonian Institution Libraries (Washington, DC)

Diese zehn wichtigem Bibliotheken, Naturhistorischer Museen, Botanischer Bibliotheken und Forschungsinstitutionen haben sich zusammengefunden, um das Biodiversity Heritage Library Project zu begründen. Die Gruppe entwickelt eine Strategie und einen Umsetzungsplan, um die publizierte einschlägige Literatur zur Biodiversität, die in ihren Sammlungen vorhanden ist, zu digitalisieren. Diese Literatur wird weltweit zugänglich sein.

BHL-Europe. Biodiversity Heritage Library for Europe (BHL-Europe) ist ein EU-Projekt zur Koordinierung von Digitalisierung von Literatur zum Thema Artenvielfalt/Biodiversität. BHL-Europe wurde im Mai 2009 in Berlin ins Leben gerufen und versteht sich als europäisches Partnerprojekt der Biodiversity Heritage Library (BHL)

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