Deutsches Kolonial-Lexikon - digitalisiert online

[eLexika, Retrodigitalisat] Von "Ägyptische Baumwolle" über "Hottentotten" und "Mission" bis "Zwischenseengebiet"

Die Universitätsbibliothek Frankfurt a. Main hat das Deutsche Koloniallexikon von 1920 in digitalisierter Form ins Internet gestellt. Das Deutsche Koloniallexikon lag bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zum größten Teil gedruckt vor, bzw. war bereits gesetzt. Der erste Band sollte gerade erscheinen. Es beschreibt in zahlreichen Artikeln die deutsche Kolonialpolitik und deren Selbstverständnis aus dem kolonialistisch-imperialistischen Stand von 1914.

Heinrich Schnee. Herausgeber war der ehemalige Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Heinrich Schnee. Er war von 1912 bis 1919 der letzte Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Doch war der Jurist zuvor schon in anderen deutschen Kolonien tätig: 1897 erhielt er eine Anstellung im Auswärtigen Amt, 1898 wurde er Richter und stellvertretender Gouverneur in Deutsch-Neuguinea. 1900 wurde er als Bezirksamtmann und stellvertretender Gouverneur nach Samoa versetzt. Nach 1904 war er als Legationsrat in der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes wieder in Deutschland. 1905 wurde er Kolonialbeirat der Botschaft in London, 1906 Vortragender Rat, 1907 Dirigent und ab 1911 Ministerialdirektor sowie Leiter der politischen und Verwaltungsabteilung im Reichskolonialamt Berlin.

Nach dem Krieg wurde das Lexikon 1920 ohne jede Veränderung veröffentlicht, da eine Neubearbeitung zu hohen Kosten und erneuten Verzögerungen geführt hätte. In der nun vorliegenden digitalisierten Form wurde das Original unverändert übernommen.

[FREIHANDbuch] LINK
Digital: Deutsches Kolonial-Lexikon / hrsg. von Heinrich Schnee. - Leipzig : Quelle & Meyer 1920. - 3 Bde.
11.12.10 [Letzte Aktualisierung  6.8.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.